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explore: Charakter & Anforderungen

Charakter

Die Rundreise ist ohne Zweifel ein Klassiker, wenn es darum geht, sich in relativ kurzer Zeit einen umfassenden Überblick über ein Reiseland zu verschaffen. Genauso spannend kann es jedoch sein, thematische Schwerpunkte zu setzen oder Regionen aufzusuchen, die noch weitgehend unberührt sind und abseits der üblichen Besichtigungsrouten liegen.
Gemeinsames Kennzeichen unserer explore-Touren ist, dass sie über mehr oder weniger große Distanzen gehen und wir dabei in der Regel auf Geländewagen als Transportmittel zurückgreifen. Dabei unterscheiden wir Geländewagentouren von „echten“ Expeditionen.

Geländewagentouren

Mit Geländewagentouren bezeichnen wir alle motorisierten Reisen, die wiederholt oder dauerhaft in unwegsame Gebiete vorstoßen. Die Nächte verbringen wir vorwiegend im Zelt, zwischendurch aber auch in festen Unterkünften.

Expeditionen

Je nach der logistischen Herausforderung, die Wüsten und andere Landschaften darstellen, bezeichnen wir eine Geländewagentour als Expedition. In den extremen Landschaften, die wir bei solchen Touren durchqueren, gibt es weder Pisten noch die Möglichkeit, sich zwischenzeitlich mit Kraftstoff, Wasser oder gar Lebensmitteln zu versorgen. Entsprechend übernachten wir hier durchgehend in Zelten.



Der Reiz einer Expedition aber ist es ja gerade, die Grenzen der Zivilisation hinter sich zu lassen und ganz auf sich allein gestellt zu sein. Entsprechend umsichtig müssen derartige Touren vorbereitet sein. Damit sich unvorhersehbare Ereignisse nicht zu Katastrophen entwickeln, bedarf es sorgsamster Routen- und Vorratsplanung sowie eines verlässlichen technischen Equipments. Letzteres umfasst eine dem Gelände entsprechende Ausstattung der Autos ebenso wie GPS-Systeme bzw. im Bedarfsfall ein Satellitentelefon. Absolut unentbehrlich ist zudem die Zuverlässigkeit der Fahrer. Ob auf schmalen Pisten im Hochgebirge, ob in Kies- oder Sandwüsten: Ihr handwerkliches Können, ihre Erfahrung und vielfach erprobte Ortskenntnis sind die entscheidenden Garanten für das Gelingen einer solchen Tour.

Eine wichtige Rolle spielen nicht zuletzt die Reiseteilnehmer/innen. Insbesondere muss ihnen von Anfang an klar sein, dass eine Expedition keine Spazierfahrt ist und durchaus auch Entbehrungen mit sich bringen kann.

So ist es in wasserarmen Regionen unumgänglich, den persönlichen Wasserverbrauch einzuschränken und das mitgeführte Trinkwasser wirklich nur zum Trinken bzw. Kochen und nicht etwa für hygienische Zwecke zu verwenden.

Überdies sollten Mitreisende, gerade wenn sie zum ersten Mal solche Reise mitmachen, rechtzeitig einkalkulieren, dass Gebiete ohne jede Infrastruktur auch in psychologischer Hinsicht eine Belastung darstellen können. Speziell mehrtägige Wüstenaufenthalte wecken unter bestimmten Umständen ein subjektives Gefühl der Bedrohung, das in manchen Fällen zu Fehleinschätzungen bzw. Fehlverhalten führt. Wer sich in dieser Hinsicht seiner selbst nicht sicher ist, sollte etwa eine Wüstenfahrt nicht leichtfertig antreten.
Um Ihnen eine realistische Einschätzung des jeweiligen Reiseprofils zu erleichtern, haben wir für unsere Expeditions- und Erlebnisreisen in Entsprechung zu den Wander- und Trekkingreisen Schwierigkeitsgrade definiert. Ob eine Reise eher eine Geländewagentour oder eine Expedition ist und welche Anforderungen mit der Reise verbunden sind, erfahren Sie stets im Abschnitt „Reisecharakter“ bei den einzelnen Reisen.
Schwierigkeitsgrad I – leicht (Geländewagentouren)
» Sie bevorzugen die Fahrt auf Straßen und kartierten Pisten.
» Sie schätzen Naturerlebnisse in Form von zeitlich begrenzten Wanderungen.
» Sie legen gezielt Wert auf Kultur und Kontakte mit der Bevölkerung.
» Sie erwarten einen gewissen Reisekomfort und klar gegliederte Tagesabläufe. Wenn es um Begegnungen mit den Menschen vor Ort geht, akzeptieren Sie jedoch auch spontane Programmumstellungen.
» Sie finden es wichtig, ein Reiseland möglichst umfassend kennen zu lernen.
» Sie wünschen sich eine Erlebnisreise, bei der auch die Erholung nicht zu kurz kommt.
» Sie möchten möglichst nicht im Zelt übernachten.
Schwierigkeitsgrad II – mittelschwer (Geländewagentouren)
» Sie bevorzugen die Fahrt auf kartierten Routen, finden es jedoch spannend, hin und wieder in unwegsames Gelände vorzustoßen.
» Lange Fahrstrecken und schlechte Straßenverhältnisse akzeptieren Sie ebenso wie die Einfachheit mancher Unterkünfte.
» Touren, bei denen Sie bis zu fünf Tage am Stück im Zelt übernachten und in dieser Zeit keine Duschmöglichkeit haben, sind für Sie genau richtig, um die Landschaft unverfälscht zu erleben.
» Das gemeinschaftliche Erlebnis von Natur und Kultur macht für Sie den Reiz einer Reise und auch ihren Erholungsfaktor aus.
» Sie sind bereit, mit den einheimischen Begleitern zusammen zu arbeiten – das Camp mit aufzubauen, in der Küche zu helfen oder – sofern notwendig – Tiere zu versorgen.
» Sie mögen Erlebnisreisen, die vielfältige Eindrücke mit einem thematischen Schwerpunkt verbinden. Auch Projekte können in Ihren Augen einen solchen Schwerpunkt setzen.
Schwierigkeitsgrad III – schwer (Expeditionen)
» Sie erwarten von einer Reise, dass sie sie auch an Orte führt, die Touristen normalerweise nicht aufsuchen.
» Sie fühlen sich in der ungezähmten Natur richtig wohl und betrachten jede Art von Wildnis als Herausforderung.
» Sie kommen ohne festgelegtes Tagesprogramm aus und reagieren flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse. Auch in extremen Situationen bewahren Sie sich Humor und Teamgeist.
» Sie sind der geborene Forschungsreisende und daher jederzeit bereit und in der Lage, physische wie auch psychische Entbehrungen zu meistern.
» Touren, bei denen Sie bis zu zwölf Tage am Stück draußen übernachten und nicht duschen können, sind für Sie kein Problem.
» Sie sind bereit, mit den einheimischen Begleitern zusammen zu arbeiten – das Camp mit aufzubauen, in der Küche zu helfen oder – sofern notwendig – Tiere zu versorgen.