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Länderkarte Äthiopien


„Un museo di popoli“, als „Museum der Völker“, wurde Äthiopien Mitte dieses Jahrhunderts von dem italienischen Forscher Carlo Conti Rossini bezeichnet. Etwa 70 verschiedene Sprachen und über 200 Dialekte zeugen von der Vielfalt der Ethnien, die das Hochland von Abessinien besiedeln.

Bedingt durch seine Lage an der Nahtstelle zwischen afrikanischem und arabischem Kulturraum war das Horn von Afrika früh den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt. Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. bestanden enge kulturelle Beziehungen zum Reich von Saba, die die Grundlage für die Entstehung des Staates von Axum waren. Axum entwickelte sich seinerseits zu einer Welthandelsmacht mit Kontakten bis nach Griechenland und China.

Das im 4. Jahrhundert unter Ezana christlich gewordene Land wurde mehr und mehr durch den sich ausbreitenden Islam isoliert und verlor jeglichen Kontakt zum christlichen Byzanz. In die Hochlandgebiete zurückgedrängt, konservierte sich eine Kultur, die dennoch genügend innere Dynamik besaß, so staunenswerte Architekturformen wie die Felskirchen von Lalibela zu schaffen.

Die Hüter der Bundeslade — diese wurde der Sage nach einst von Menelik aus Jerusalem entführt — trotzten den muslimischen Heerscharen, später portugiesischen Missionaren und italienischen Kolonisten.

Erst 1974 wurde mit dem Sturz Haile Selassies, dem 215. Nachfahren von König Salomon, die christliche Dominanz gebrochen. Die jahrhundertealte Unterdrückung der unzähligen ethnischen Minderheiten aber wurde unter der kommunistischen Diktatur Haile Mengistu Mariams fortgeführt — und rächte sich: 1991 wurde der umstrittene Diktator von den vereinigten Volksbefreiungsfronten gestürzt. Nach der Flucht Mengistus spaltete sich Eritrea ab. Förderale Prinzipien hielten Einzug in die Landesverfassung.

Seit kurzer Zeit kann das höchst lebendige „Museum“ wieder bereist werden. Das Land möchte an die Zeiten vor 1974 anknüpfen, als man mit dem Slogan „13 Monate Sonnenschein“ großen Erfolg hatte. Neben den allseits bekannten Exponaten der Historischen Route von Addis Abeba über Tis Abbay, Gondar, Axum und Lalibela bietet das Land aber unendlich mehr: die atemberaubenden Landschaften des Semien und des Bale-Massivs, die zahllosen in den Gheralta-Bergen versteckten Felsenkirchen, das fruchtbare, tief in die Eingeweide der Erde eingeschnittene Rift-Valley. Kein Wunder, daß die landschaftlichen Gegensätze eine solche Vielfalt an Völkern hervorgebracht haben.

 

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