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DIE CAPITAL AREA
Die Hauptstadtregion markiert das moderne Zentrum des Landes. In der Küstenebene westlich der alten Städte Masqat und Matrah zeugen zahlreiche neuentstandene Stadtteile von der enorm angewachsenen Bevölkerung. Masqat und Matrah selbst kauern dagegen in engen, malerischen Buchten, deren schroffe Felsen jede weitere Ausbreitung vereiteln.
Die Capital Area bietet inzwischen eine gute touristische Infrastruktur. Hier finden sich Hotels und Restaurants aller Preisklassen, sehenswerte Museen und schöne Strände.

Masqat
ist seit Jahrhunderten die wichtigste Stadt des Landes. Auch wenn es der Altstadt heute durch die vielen Ministerien etwas an Lebendigkeit fehlt, so erweist sie sich doch mit dem Sultanspalast, ihren alten „bayts“ — schmucken Handelshäusern — und mächtigen Forts aus der Zeit der Portugiesen als sehenswert. Beeindruckend ist vor allem der nächtliche Blick auf die Stadt von der alten Paßstraße nach Matrah.

Matrah
Masqats Schwesterstadt in der Nachbarbucht war immer schon Mittelpunkt des Handels. Im Hafen liegen heute neben der prächtigen Dhau des Sultans riesige moderne Containerschiffe. Zahlreiche schöne alte Kaufmannshäuser an der Uferstraße zeugen von dem Reichtum vergangener Tage. Der Suq von Matrah dagegen — der weitläufigste und interessanteste Omans — wirft ein Licht auf den heutigen Handel. Weihrauch und Silber, Textilien und Gebrauchsgegenstände — hier gibt es von allem etwas. Fast unweigerlich endet ein Bummel über den Markt im „Saftladen“ vor dem Eingang des Suqs, wo mit die besten frischen Mango-, Ananas- und Papayasäfte der Stadt den Durst des müden Wanderers löschen.

AL-BATINAH
Die Batinah-Ebene zieht sich entlang der Küste von Masqat nach Nordwesten. Mit ausgedehnten Feldern und Palmenhainen stellt sie das wichtigste landwirtschaftliche Gebiet Omans dar. Zu den bedeutendsten Städten gehören Barka’ und Suhar direkt am Meer sowie Nakhl und Rustaq etwas landeinwärts am Fuß der Hadjar-Berge.

Barka’
nennt sich ein kleines Städtchen am Übergang der Capital Area zur Batinah. Im Winter finden hier am Freitagnachmittag sogenannte „bullfights“ statt, bei denen zwei Bullen ihre Stärke im unblutigen Zweikampf messen. Barka’ ist außerdem für die Herstellung der süßen Spezialität Halwa besonders bekannt.

Ra’s al-Sawadi
Etwas außerhalb von Barka’ liegt die Halbinsel Ra’s al-Sawadi mit einem schönen weitläufigen Strand und einem ruhigen Hotel. Von der hoteleigenen Tauchbasis werden Ausfahrten zu den sicher interessantesten Tauchrevieren Omans an den vorgelagerten Inseln angeboten.

Suhar
Die legendäre Heimatstadt von Sindbad dem Seefahrer war zu Beginn der islamischen Zeitrechnung das Zentrum des Landes. Das heutige Suhar verrät davon nur noch wenig: Das Museum im alten Fort ist die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt. Dem sollte mit der Einrichtung eines Handwerkersuqs abgeholfen werden, doch halten sich die Besucherzahlen noch sehr in Grenzen.

Nakhl, Rustaq & al-Hazm
Heiße Quellen, ein mächtiges, traditionell eingerichtetes Fort und ausgedehnte Palmengärten am Fuße des gleichnamigen Berges — Nakhl gilt auch Omanis als beliebtes Ausflugsziel. Besonders donnerstags und freitags genießen hier arabische Großfamilien Picknickfreuden. Die zahlreiche Nachkommenschaft tummelt sich derweil in den Pools an den heißen Quellen.
Auch Rustaq und al-Hazm besitzen als einstige Residenzen der omanischen Imame trutzige Wehranlagen, wobei die von al-Hazm mit ihrer verschachtelten Architektur und zahlreichen Geheimgängen zweifellos zu den interessantesten des Landes gehört.

Wadi Sahtan & Wadi Bani Awf
Zwischen hochaufragenden, steilen Felswänden zwängen sich diese beiden stets wasserführenden Wadis hindurch. Wadiaufwärts tun sich nach teils abenteuerlichen Fahrten durch tiefes Wasser weite Talkessel auf. In den kleinen Dörfern wie Bilad Sayt am Ende des Wadi Bani Awf leben die Menschen noch weitgehend traditionell von Dattelplantagen und Feldfruchtanbau.

AD-DAKHILIYAH
Die Region südlich des mächtigen Hadjar al-Gharbi wird gelegentlich auch „Proper Oman“, das „eigentliche Oman“ genannt. Über lange Zeit war das Gebiet von der Küste abgeschnitten und nur durch einen tagelangen Marsch über die Berge zu erreichen. Dementsprechend blieb Inner-Oman über Jahrhunderte weitgehend unabhängig und erkannte die Macht des Sultans an der Küste nicht an. Erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Machtstreit zwischen weltlicher Küstenmacht — dem Sultan — und der religiös legitimierten Macht der Imame im Inneren zugunsten des Sultanats entschieden.

Hadjar al-Gharbi: Djabal al-’Akhdar & Djabal Shams
Das Westliche Hadjar-Gebirge mit seinem zentralen Massiv Djabal al-’Akhdar stellt durch seine Unzugänglichkeit seit jeher ein wichtiges Rückzugsgebiet der Omanis dar. Das Hochplateau von Sayq mit kleinen Bergdörfern und Terrassenfeldern ist allerdings noch immer militärisches Sperrgebiet. Neben zahllosen Obstsorten werden hier auch die berühmten Rosen für Amouage, das wohl teuerste Parfum der Welt, angebaut.
Der Djabal Shams, der „Berg der Sonne“, ist mit über 3000 Metern die höchste Erhebung Omans. Eine steile Piste führt auf eines der Gipfelplateaus hinauf und gewährt von oben einen fantastischen Ausblick auf ein tief eingeschnittenes Wadi, den sogenannten „Grand Canyon“ Omans.

Birkat al-Mawz & Wadi Mu’aydin
Der „Teich der Bananen“ liegt am Beginn des Handelsweges, der durch das Wadi Mu’aydin auf das Sayq-Plateau führt und von einem Fort kontrolliert wird. Eine Wanderung im Wadi Mu’aydin schließt ein erfrischendes Bad unter kleinen Wasserfällen und in Pools auf angenehme Weise mit ein.

Nizwa (Nazwa)
Über Jahrhunderte war Nizwa die Hauptstadt Inner-Omans. Wenn auch die Stadt und das Fort mit dem mächtigen Rundturm in den vergangenen Jahrzehnten geradezu akribisch restauriert wurden und so einiges von ihrem Flair verloren haben, findet sich doch in den Suqs ein reichhaltiges Angebot an omanischem Silberschmuck und Kunsthandwerk. Besonders freitags lohnt ein Besuch des größten Viehmarktes der Region: Die sonst eher ruhige Stadt erwacht zum Leben und lockt Besucher von nah und fern. In den kleinen Separées des Restaurants Bin Atique laden Sitzkissen zum Verweilen ein. Die ganze Vielfalt der omanischen Küche wird hier auf traditionelle Weise serviert.

Bahla’
Viele Omanis halten Bahla’ für einen verwunschenen Ort. Der Glaube an Djinnis sitzt tief: Die 13 Kilometer lange Stadtmauer aus Lehm sollen die Geister in nur einer Nacht errichtet haben. Der kleine Suq der Stadt gehört sicher zu den interessantesten des ganzen Landes, denn er hat sich den Charme eines typischen Oasenmarktes bewahrt. Auch der Baum in seiner Mitte ist den Omanis nicht ganz geheuer, denn er soll Heimstatt des örtlichen Djinn sein. Trotzdem wird er donnerstags von alten Männern, Ziegen und Schafen umlagert, denn dann findet hier ein kleiner, aber malerischer Tiermarkt statt. Die sehenswerten Töpfereien von Bahla’ ducken sich unter schattigen Palmen am Rande des Ortes. Ebenso sehenswert wäre die mächtige, unter UNESCO-Schutz stehende Festung, die aber momentan restauriert wird, weshalb eine Besichtigung nur von außen möglich ist.

Djabrin
Am Rande des kleinen Dorfes Djabrin steht eine mächtige fortähnliche Anlage, der Palast des Imams Bila’rub al-Ya’ruba aus dem 17. Jahrhundert. Für den Herrscher wurde seine Residenz zum Grab — sein Bruder belagerte ihn in der Auseinandersetzung um den Imamstitel so lange, bis er starb. Der Bau mit seinen verwinkelten Gängen glänzt durch seine prächtige Innenausstattung und den weiten Blick von der Dachterrasse.

Tanuf & Wadi Tanuf
Auf den ersten Blick wirkt der verfallene Ort Tanuf wie viele der verlassenen Lehmsiedlungen Omans. Doch Tanuf wurde in den 50er Jahren im Kampf zwischen Sultan und Imam zerstört. Die Ruinen sind als Mahnmal belassen. Direkt hinter dem alten Ort beginnt das Wadi Tanuf, an dessen Flanken sich die alten faladj-Kanäle, die zur Bewässerung dienen, entlangziehen. Die sehr empfehlenswerte Wanderung bis zum Ende des Wadis nimmt einen guten Vormittag in Anspruch.

al-Hamra’
ist einer der wenigen Orte, in dem die alten Lehmbauten noch bewohnt sind. Ein Streifzug durch den alten, heute verlassenen Suq läßt das einst lebhafte Treiben erahnen. Die Halwaköche am Rande des Suqs bereiten ihre süße Köstlichkeit nur noch vor Feiertagen zu.

Ba’t & al-’Ayn
In der Nähe der beiden Orte am Fuße des Djabal Misht, einem Berg mit einem kammförmig gezackten Grat, liegen ca. 5000 Jahre alte Gräber aus der Djabal-Hafit-Periode. Die UNESCO führt sie in ihrer Liste der Kulturgüter der Menschheit.

‘Ibri
Der Hauptort der Region al-Dhahirah im Nordwesten des Landes war 1999 Hauptort der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Wie aus diesem Anlaß üblich, wurde auch ‘Ibri mit einem neuen Hotel und einem etwas überdimensionierten Sportstadion herausgeputzt. Einen Besuch lohnen vor allem das Fort und der noch sehr altertümliche Suq im Zentrum sowie der alte Ortsteil al-Sulayf am Stadtrand.

ASH-SHARQIYAH
Das „Land im Osten“ umfaßt neben seinem zentralen Gebirge, dem Hadjar ash-Sharqi, die Region Dj’alan (die östliche Landspitze am Indischen Ozean) sowie die Sandwüste Ramlat al-Wahiba im Süden. Die Kontraste von Meer, Bergen, Wüste und Oasen machen die Region zu einer der interessantesten und abwechslungsreichsten des Landes.

Hadjar ash-Sharqi
Die Sharqiyah wird durch den Östlichen Hadjar in einen nordöstlichen und einen südwestlichen Teil getrennt, zwischen denen es außer bei Sur keine direkte Verbindung gibt, die mit einem Fahrzeug zu bewältigen wäre. Lediglich zu Fuß oder mit Eseln ist eine Überquerung möglich. Auf dem Gipfelplateau des Djabal Bani Djabr wurden vor einigen Jahren in fast 2000 Metern Höhe gut erhaltene Grabtürme entdeckt, die etwa 5000 Jahre alt sein mögen. Sie sind nur über eine abenteuerliche Piste zu erreichen.

Wadi Shab
Stellvertretend für die zahlreichen Wadis, die vom Hadjar ash-Sharqi hinab in die Küstenebene am Indischen Ozean fließen, sei hier das schmale Wadi Shab genannt. Stets wasserführend, zeigt es üppigen Bewuchs und läßt sich zu Fuß (und im letzten Teilstück schwimmend) gut erkunden. Nach Regenfällen allerdings können dieses und die vielen anderen Wadis so stark anschwellen, daß die Küstenpiste von Masqat nach Sur für Tage unpassierbar wird.

Sur
Das Zentrum der Sharqiyah war über Jahrhunderte der wichtigste Hafen für Schiffe von und nach Ostafrika. Auch heute noch werden in den hiesigen Werften traditionelle Dhaus gezimmert, selbst wenn es sich dabei nur noch um Fischerboote handelt. Sie sind deutlich kleiner als beispielsweise die als Museumsstück aufgebarrte „Fatah al-Khayr“, die einst über die Ozeane segelte. Ein Bummel über die lange Strandpromenade der Stadt lohnt entweder früh morgens, wenn die Fischer ihren Fang einholen, oder bei Sonnenuntergang. An ihrem östlichen Ende legt die kleine Fähre ab, die über die schmale Lagune zum Ortsteil al-Aydjah mit seinen schönen alten Holztüren fährt.

Ra’s al-Djunayz
An der Ostspitze Omans liegt ein von der Regierung streng unter Schutz gestellter Strandabschnitt — eingerahmt von steilen Klippen —, zu dem Meeresschildkröten zur Eiablage kommen. Deswegen ist das Betreten des Strandes von Ra’s al-Djunayz nachts nur mit Genehmigung gestattet.

Bani Bu Hassan & Bani Bu ‘Ali
Zwischen den beiden nur sieben Kilometer voneinander entfernten Zwillingsstädten am Nordrand der Ramlat al-Wahiba herrschte selten Friede, da viele der Bewohner Bani Bu ‘Alis sich Anfang des 19. Jahrhunderts zur puritanischen Glaubensrichtung der Wahhabiten bekannten. Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den eher liberalen Ibaditen waren die Folge.
Bani Bu ‘Ali beherbergt eine alte Moschee mit zahlreichen Kuppeln. In Bani Bu Hassan findet freitags ein Wochenmarkt statt — ein wichtiger Treffpunkt für die Badu der Umgebung. Am Rand des Ortes befindet sich die mächtige Festungsanlage, die Anfang der 90er Jahre renoviert wurde.

Wadi Bani Khalid
Bei Muqal, dem nördlichsten Dorf im ganzjährig grünen Wadi, liegen große Pools mit klarem warmen Wasser. Ein Bad in ihnen ist eine willkommene Erfrischung nach der Fahrt über die holprige Piste durch die Berge. Den südlichen Teil des Wadis können Abenteuerlustige durchwandern bzw. durchschwimmen.

Ramlat al-Wahiba
Die kleine, aber feine Sandwüste, die Ende der 80er Jahre wissenschaftlich ausgiebig untersucht wurde, durchziehen bis über 100 Meter hohe und teils bewachsene Dünenzüge in Nord-Süd-Richtung. In der Wahiba leben heute noch zahlreiche Badu, die fast ausschließlich dem Stamm der al-Wahibi angehören und für ihre Kamelzucht gerühmt werden.

Mintirib
Oasenort mit schattigen Palmengärten am Nordrand der Ramlat al-Wahiba und idealer Ausgangspunkt für Touren in die Sandwüste. Mittwochs findet ein kleiner, aber lebhafter Wochenmarkt statt.

Mudayrib
Von zahlreichen Wehrtürmen aus Lehm und Naturstein überragt, trägt Mudayrib den Namen „Stadt der Türme“. Viele der alten Bauten — insbesondere die „Sablas“, mehrstöckige Versammlungshäuser für die nachmittäglichen Männerrunden — zieren schöne Holztüren.

‘Ibra
Im zentralen Ort der südlichen Sharqiyah pulsiert mittwochs ein farbenprächtiger, in Teilen ausschließlich von Frauen veranstalteter und besuchter Markt. Doch auch Männer kommen auf ihre Kosten, können sie es doch den Omanis gleichtun und sich auf dem benachbarten Tiermarkt tummeln.

al-Minzafah
Die halbverfallene Lehmsiedlung und der Palmenhain des fast verlassenen Ortsteils al-Minzafah laden zu einem in der Regel völlig ungestörten Spaziergang ein.

AL-DJIDDAT AL-HARASIS & OSTKÜSTE
Die etwa 700 km lange und 200 km breite monotone, mit Schotter und Felsbrocken übersäte Wüstenebene zwischen ad-Dakhiliyah und der Region Dhufar wird nach dem hier lebenden Badustamm Djiddat al-Harasis genannt. Nur selten bekommt man hier überhaupt ein Lebewesen zu Gesicht — schon gar nicht die berühmten Oryx, die einst die Djiddat bevölkerten, dann fast ausgerottet wurden und nun wieder von der Regierung ausgewildert und geschützt werden. Zur Tierbeobachtung eignet sich dagegen die ebenfalls fast unbesiedelte Ostküste mit ihren langen Stränden und Lagunen, an denen (je nach Jahreszeit) große Vogelkolonien leben.

DHUFAR
Die Südprovinz Omans unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Rest des Landes. Wie im benachbarten jemenitischen Wadi Hadramawt findet der Weihrauchbaum auch hier ideale Lebensbedingungen. Das begehrte Harz brachte den Dhufaris Reichtum und Wohlstand ein. Zudem wird das Klima des Dhufar von den im Spätsommer bis hierhin reichenden Ausläufern des ostafrikanischen Monsuns geprägt. Reichliche Nieselregen verwandeln von Mitte Juni bis September die kahl wirkenden braunen Berghänge an der Küste im Nu in ein saftig-grünes Paradies, das großen Kamel- und Rinderherden Nahrung bietet.

Salalah
liegt in einer fruchtbaren Ebene mit intensiver Landwirtschaft. Große Kokosnuß-, Papaya- und Bananenplantagen beherrschen das Bild der Stadt. Am Straßenrand stehen Obsthändler, die frische Kokosmilch verkaufen. Anschließend verleitet der Gold- und Weihrauchsuq zu einem Bummel oder der lange Sandstrand zum Relaxen. Und nicht zuletzt gibt es noch das Museum, das weniger durch ärchäologische Fundstücke beeindruckt als durch die großformatigen Fotos des britischen Forschers Wilfred Thesiger, der von Salalah aus zur Durchquerung der Rub’ al-Khali aufbrach.

Djabal Qara’
Der Djabal Qara’ umschließt die Bucht von Salalah im Norden und profitiert am stärksten von den Monsunregenfällen, die allerdings nur die der Küste zugewandte Seite erreichen. An seinen Hängen liegt das Grab des Nabi Ayub, des Propheten Hiob.

Taqah & Khawr Ruri (Samhuram)
Im Städtchen Taqah, am Ostrand der Bucht von Salalah gelegen, steht ein kleines Fort, das — liebevoll mit historischen Gegenständen eingerichtet — einen guten Einblick in die vergangenen Zeiten gewährt. Ganz in der Nähe, an der Mündung des Wadi Darbat, lag der wichtige Hafen Samhuram, von dem aus der Weihrauch in Richtung Jemen verschifft wurde. Um die christliche Zeitenwende durch das Reich Hadramawt gegründet, kontrollierte der Hafen den Handel mit dem begehrten Harz aus den umliegenden Bergen des Dhufar. Heute liegen die befestigten Hafenanlagen in Trümmern. Die Lagune bietet zahllosen Vogel- und Fischarten einen idealen Lebensraum.

Djabal Samhan, Tawi Atayr & Wadi Hina
Noch weiter östlich schließt sich das Massiv des Djabal Samhan an, der anders als sein Bruder im Westen kaum von den Monsunregenfällen profitiert, aber dafür mit einem Steilabfall zum Meer imponiert.
Auf dem Gipfelplateau des Djabal Samhan befindet sich bei Tawi Atayr ein großes, 200 Meter tiefes Einbruchsloch im Kalksteinfelsen, eine sogenannte Doline. Sie bietet unzähligen Vögeln Unterschlupf und wurde früher als Wasserreservoir genutzt.
Durch das schmale, teils mit den sonst in Ostafrika heimischen Baobabs bewachsene Wadi Hinah führt ein Wanderpfad hinunter zur Küste.

Mirbat
Am Fuße des Djabal Samhan finden sich in der einstmals bedeutenden Hafenstadt einige schöne Beispiele der früher typischen Dhufar-Architektur mit den geschnitzten hölzernen Fenstern. Heute ist Mirbat allerdings ein verschlafenes Fischernest.

Mughsayl
Das kleine Fischerdorf westlich von Salalah liegt an einem langen, feinkörnigen Sandstrand in der Nähe der berühmten „blowholes“. Aus diesen Löchern in einem von Wasser unterspülten Felsplateau sprühen bei starkem Seegang meterhohe Fontänen.

Djabal al-Qamar
Das Gebirgsmassiv zwischen Salalah und der jemenitischen Grenze wird von einem flachen Gipfelplateau bekrönt, auf das sich die Straße in spektakulären Serpentinen hinaufwindet. Tiefe Wadis schneiden sich in das Plateau ein. Die kleinen Fischerdörfer in den Buchten sind voneinander und von Salalah durch Ausläufer des Massivs getrennt — allein schmale Pisten durch die Berge verbinden die Orte mit der Außenwelt.

Shisr (Ubar?)
Zu den Zeiten des Weihrauchhandels war die Oase am Rande der Rub’ al-Khali wegen ihrer Wasservorkommen eine wichtige Karawanenstation. Reste davon traten vor kurzem bei Ausgrabungen zutage, und einige Archäologen vermuten, daß es sich dabei um das legendäre Ubar, das „Atlantis der Wüste“, handeln könnte. Schon im Qur’an wird sein Reichtum, aber auch sein Untergang erwähnt. Gott habe die Stadt im Erdboden verschwinden lassen, da seine Bewohner ein gar lasterhaftes Leben führten. Von diesem Reichtum ist allerdings bei den eher bescheidenen Resten nicht viel zu spüren.

Fasad & Rub’ al-Khali
Die kleine Oase Fasad liegt unmittelbar am Rand der Rub’ al-Khali, des „Leeren Viertels“. Nur ein kleines Eckchen dieser gigantischen Wüste reicht bis nach Oman hinein — der größte Teil liegt auf sa’udischem Gebiet.

MUSANDAM
Die Exklave Musandam ist vom Rest Omans durch einen Landstreifen, der zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, abgetrennt. Wegen seiner fjordartigen Buchten und steilen Berge wird Musandam werbeträchtig als „Norwegen Arabiens“ vermarktet. Seit die Visabestimmungen geändert wurden, ist Musandam auch auf dem Landwege zu erreichen.

Khasab
Die beschauliche Hauptstadt Musandams ist Ausgangspunkt für alle Ausflüge auf der Halbinsel. Wegen der Modernisierungswut, die auch vor Khasab nicht halt machte, läßt sich im Ort kaum mehr Altes entdecken. Doch am Hafen löschen Fischer nach wie vor ihren Fang, und hier legen auch die aus Iran kommenden Schmugglerboote an.

Djabal Harim
Auf den Gipfel des höchsten Berges Musandams führt die „Omani Mountain Road“ — spätestens bei der Fahrt dort hinauf leuchtet ein, warum die Halbinsel auch Ru’us al-Djibal, also „Köpfe der Berge“ genannt wird. Das schluchtartige Wadi Khab Shamsi auf der Südseite des Djabal Harim liegt zwar noch auf omanischem Territorium, aber schon jenseits der Grenzkontrollposten. Somit läßt es sich am einfachsten mit einem Geländewagen von emiratischer Seite aus erkunden.

Khawr Shim
Der größte der „Fjorde“ Musandams zieht sich weit ins Innere der Halbinsel hinein und wird von steil ins Wasser abfallenden Felswänden gerahmt. Das klare Wasser läd zum Baden, Schnorcheln und zu Bootsfahrten ein. Oft tummeln sich Delphine im Khawr.

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