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  jemen
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San’a (Sana’a)

wurde der Legende nach von Noahs Sohn Sem gegründet. Schon in antiker Zeit war San’a ein wichtiger Handelsstützpunkt. Die Haupstadt des Jemen hat ein wechselvolles Schicksal hinter sich und ist von einer Kleinstadt mit 35 000 Einwohnern in den sechziger Jahren zu einer Metropole mit mehr als 1,5 Millionen Menschen angewachsen. Um die Altstadt mit ihren phantasievoll mit weißen Stukkaturen verzierten Bürgerhäusern und dem lebendigen, ursprünglichen Suq al-Milh legt sich der Ring der modernen Stadt.

Wadi Dar

Auf einem steilen, isolierten Fels inmitten von Obst- und Qatgärten steht das sicher meistfotografierte Gebäude des Jemen: das Dar al-Hadjar. Die ehemalige Sommerresidenz der Imame kann von innen besichtigt werden und beeindruckt vor allem durch die genial durchdachte Konstruktion und die Innenstukkaturen.

Auf einer Klippe oberhalb des Wadis versammeln sich jeden Freitag Hochzeitsgesellschaften zu traditionellen Tänzen.

DIE PROVINZ MAHWIT UND THULA

Nur wenige Autostunden nordwestlich San’as erhebt sich der mächtige Djabal Kawkaban (3020 müNN), ein Sandsteinmassiv mit steil abfallenden Kanten. Wehrhafte Dörfer säumen die Abgründe — Verteidigung war im Jemen lange Zeit oberstes Gebot. Mühevoll angelegte Felder mit Erde, die aus den tief unten gelegenen Ebenen mit Eseln heraufgeschafft wurde, sicherten die Ernährung. Heute sind die meisten Orte auf dem Plateau fast verlassen, ihre Bewohner zu den fruchtbaren Feldern am Fuße des Kawkaban gezogen.

Thula

kauert im Schatten eines mächtigen Burgberges. Eine noch vollständig erhaltene Stadtmauer schützt die Häuser aus sorgfältig zugehauenen kleinen Steinquadern. Steinerne Ornamentbänder nehmen den trutzigen Bauten ein wenig von ihrer Strenge.

Kawkaban & Shibam

Die beiden geschichtsträchtigen Orte liegen in Sichtweite von Thula: Kawkaban, einst Hauptstadt der Dynastie der Yufiriden, uneinnehmbar am Rand des gleichnamigen Plateaus hockend, blickt auf das unterhalb an den Fels geschmiegte Shibam mit seiner altehrwürdigen Moschee herab.

at-Tawilah,

„die Langgestreckte“, macht ihrem Namen alle Ehre. Sie liegt am Fuße eines von weither zu erkennenden, fünfgipfligen Bergstocks. Der Suq lohnt vor allem mittwochs und sonntags, also an den Markttagen, einen Besuch.

Mahwit

Über dem Suq der Provinzhauptstadt, der einen viel ursprünglicheren und ruhigeren Eindruck macht als der von at-Tawilah, thront eine Zitadelle mit einem noch funktionsfähigen, eisenbeschlagenen Tor und engen, getreppten Gassen zwischen hohen Turmhäusern.

Wadi Sar’a

Die einzige direkte Verbindung und von Jemeniten in meist völlig überladenen, klapprigen, alten Toyotas intensiv befahrene Strecke zwischen der Provinz Mahwit und dem Haraz führt durch das subtropische Wadi Sar’a. Im oberen Teil noch recht trocken, verwandelt sich die Landschaft, je weiter man gen Süden fährt, in ein Vogel- und Pflanzenparadies.

DAS HARAZ-GEBIRGE

offenbart eine Szenerie von herber Schönheit. Stufe um Stufe steigen die in mühsamer Arbeit angelegten, oft Jahrhunderte alten Terrassenfelder bis in die Gipfelregionen empor. Auf spitzen Berggraten und schwindelerregenden Vorsprüngen erheben sich kleine Dörfer, die mit der Landschaft fast zu verschmelzen scheinen. Sie sind untereinander durch sorgfältig angelegte Pfade verbunden, auf denen man tagelang ungestört wandern kann.

Manakhah

ist der Hauptort der Region und breitet sich mit zahlreichen neuen Häusern auf einem Bergsattel aus. Die älteren Männer tragen ein für die Gegend typisches, in kräftigen Gelb- und Rottönen besticktes Kopftuch — zu erwerben in kleinen Läden am Suq.

Hadjarah

ist sicherlich eines der am häufigsten besuchten Dörfer des Jemen. Die Häuser liegen auch hier auf einem Berggrat; der einzige Zugang führt über eine lange Treppe. Autos gibt es zwar nicht, dafür drängt sich manche Touristengruppe durch die schmalen Gassen.

Hutayb

Wichtiges Heiligtum der Glaubensgemeinschaft der Ismailiten, die als religiöse Minderheit im Haraz-Gebirge Zuflucht fand. Der Großteil dieser schiitischen Sekte lebt in Indien. Jedes Jahr pilgern tausende Gläubige zu einem mehrtägigen Fest nach Hutayb, was der Landschaft leider nicht gut tut.

DER NORDEN MIT SA'DAH

beeindruckt vor allem durch eine dunkle, steinige Lavalandschaft und die steil abfallenden Gebirgsabbrüche hinunter zum Roten Meer.

‘Amran

liegt inmitten einer fruchtbaren Ebene und besteht wie die meisten Städte des Jemen aus einer schläfrigen Alt- und einer geschäftigen Neustadt. Innerhalb des noch vollständig erhaltenen Mauerrings der alten Madinah, abwechselnd aus hell- und dunkelfarbigen Steinen aufgemauert, finden sich eine Reihe schöner Stein- und Lehmhäuser, oft noch mit Fensterscheiben aus Alabaster.

Kuhlan & Hadjah

Die Landschaft um die von Chinesen ausgebaute Asphaltstraße zwischen ‘Amran und Hadjah ist sicher bemerkenswerter als die Orte selbst: Kuhlan und Hadjah können bloß mit je einem Imamspalast aufwarten, während sich die Straße in atemberaubenden Kehren vom Bergnest Kuhlan hinunter ins subtropische Wadi Sharis auf etwa 1000 müNN und dann wieder hinauf ins 2500 Meter hoch gelegene Hadjah schraubt.

Djabal Maswar

Ein mächtiger Berg südlich von Kuhlan. Von seinen steilen Abbruchkanten auf etwa 3250 müNN schweift der Blick an klaren Tagen zum fernen at-Tauwilah im Süden und bis zum Shaharah-Massiv im Norden.

Djabal Shaharah

Die ehemalige Fluchtburg der Imame hat durch eine kleine, graziös über eine Klamm geschwungene Brücke Berühmtheit erlangt. Das hilft den dort lebenden Bakhil, einer der wichtigen Stammesföderationen des Jemen, sich ihren Teil an Einkünften aus dem Tourismus zu sichern. Sie verlangen für die schwierige Auffahrt auf den Berg mit stammeseigenen Pickups ein horrendes Wegegeld — übrigens auch dann, wenn man die Strecke zu Fuß bewältigt.

Sa’dah, Wadi Abdin & Suq at-Talh

Seit jeher lag Sa’dah an der wichtigen Handelsroute in Richtung Norden. Einst von einer mächtigen Lehmmauer umgeben, birgt sie im Inneren eine große Feste und die für die Zaiditen so wichtige al-Hadi-Moschee, in der sich die Gräber der sieben ersten zaiditischen Imame finden.

Traditionelle Stampflehmhäuser, die sich in Sa’dah kaum mehr finden, schmücken die Ufer des Wadi Abdin. Hinter hohen Lehmmauern verborgen, rankt Wein, dessen Rosinen im Jemen berühmt sind.

Der angeblich umsatzstärkste Wochenmarkt der Arabischen Halbinsel liegt nur wenige Kilometer nördlich von Sa’dah. Jeden Samstag wird auf dem Suq at-Talh gehandelt - weniger landwirtschaftliche Güter denn Elektrogerät, Waffen und Devisen. Die Grenze nach Sa’udi-Arabien ist nicht weit entfernt, und so decken sich die Jemeniten hier mit billiger, zollfreier Ware ein.

AR-RAMLAT AS SAB'ATAYN

bedeutet übersetzt „Sande der beiden Sabas“, womit Ma’rib, Stadt der legendären Königin von Saba, und Shabwah gemeint sind. Weite, wellige Sanddünen, kleinere Geröllfelder, Quarzberge und nicht zuletzt die Ausläufer der Kalksteinmassive am Ostrand machen ihre Schönheit aus. Inzwischen führt eine Asphaltstraße durch diese Wüste, was immerhin den Vorteil hat, daß die empfindliche Vegetation weniger gestört wird.

Baraqish

Hauptstadt des antiken Reiches Ma’in. Umgeben von einem mächtigen steinernen Mauerring, ragt der Tell weit über die Wüstenebene hinaus. Die Badu der Gegend sind allerdings Touristen nicht allzu gewogen, weswegen wir die Entscheidung, ob Baraqish angefahren wird oder nicht, stets aufgrund der aktuellen Situation vor Ort treffen.

Ma’rib

Der wilde Osten des Jemen beginnt spätestens in Marib: eine aufregende Mischung aus Moderne (Tanklaster, Skelettbauten, die riesigen Caterpillar der Ölgesellschaften) und der Zeitlosigkeit der Wüste. Zu besichtigen sind der antike Staudamm (ein Weltwunder der Antike), zwei Tempelanlagen und schließlich die zerfallenden Ruinen Alt-Ma’ribs.

Timna’ im Wadi Bayhan

war einst Haupstadt des Reiches Qataban. Aus dem weitläufigen Ruinenfeld am Südrand der Ramlat ragen die Reste eines Tempels und der Stadtmauer hervor.

Shabwah

Gegenstand eines „Wettrennens“ zwischen Freya Stark und Hans Helfritz um die Frage, wer die ehemalige Hauptstadt des antiken Reiches Hadramawt als erster zu Gesicht bekäme. Die Franzosen haben Teile der Stadt ausgegraben, insbesondere den Königspalast und den Mondtempel.

WADI HADRAMAWT

Als „das älteste Land der Welt“ und „ein Wunder von Reiz und Farbigkeit“ beschrieben frühe europäische Reisende das Tal, eingegraben in das Kalksteinmassiv des Djawl (Djol), dessen Wände „nichts anderes vermitteln als das Gefühl vom langsamen Nagen der Zeit“. Nach Osten hin bekommt das Wadi dann den Namen Masilah („fließendes Wasser“). Hadramawt heißt im übrigen die gesamte Provinz, deren Hauptstadt Mukalla ist.

Shibam

ist die einzige Stadt, die mitten im Wadi liegt. Umgeben von einer Lehmmauer, blicken die trutzigen, „oben wie mit einem Riesenpinsel weiß getünchten“ Häuser weit über die flache Talsohle. In den schluchtartigen Gassen drängen sich Ziegen, Schafe und Touristen.

Say’un

In den Gassen und auf den Plätzen des Zentrums von Say’un wird — überragt von einem mächtigen Palast, in dem heute ein Museum untergebracht ist — ein täglicher Markt abgehalten. Hier decken sich auch die Badu der Umgegend mit dem Lebensnotwendigen ein.

Tarim

ist das religiöse Zentrum des Hadramawt, und so besitzt die al-Midhar-Moschee auch das höchste Minarett des Tales. Von einst unermeßlichem Reichtum zeugen die Paläste der Kaufmannsfamilie al-Qaf. Ihr kolonialzeitlicher Stil wurzelt in den jahrhundertealten engen Geschäftskontakten und Familienbindungen nach Indonesien und steht in starkem Kontrast zur althergebrachten Architektur des Wadis.

Wadi Daw’an mit Hadjarayn & Khuraybah

Nahe der Mündung ins Wadi Hadramawt kahl und trocken, wird dieses Tal weiter südlich grün und fruchtbar. Ausgedehnte Dattelpalmenhaine und zahllose Dörfer an den Talflanken machen es zu einem der schönsten Wadis des Jemen.

Der Felssporn, auf dem sich die Häuser von Hadjarayn drängen, schiebt sich weit ins Wadi Daw’an hinein. Um in die Stadt zu gelangen, muß man steile Treppen erklimmen — ein oft schweißtreibendes Unterfangen. Besonders sehenswert sind die schön geschnitzten und bemalten Haustüren.

Mitten durchs Kieselflußbett, vorbei an bonbonfarbenen Häusern, die wie Farbklekse an die staubbraunen Hänge getupft sind, führt die Piste nach Khuraybah. Auf dem Dorfplatz wird ein ganz ausgezeichneter Minztee ausgeschenkt.

AL-MAHRAH

In der östlichsten Provinz des Jemen leben bis heute hauptsächlich Badu. Eine Fahrt durch diese Wüste erfordert mindestens zwei Wagen und einen Führer von einem der dortigen Stämme. Sie endet in Ghaydah, einem gesichtslosen Verwaltungszentrum am Meer.

DIE KÜSTE DES INDISCHEN OZEANS

begrenzt die Provinzen Mahrah, Hadramawt und Shabwah im Süden. Der schönste Abschnitt liegt zwischen Ghaydah und Sayhut: steil ins Meer abfallende Vorgebirge wie Ra’s Fartak, weite Buchten, in denen hohe Sanddünenfelder bis ans Meer reichen, Lagunen mit einer Unzahl an Vögeln. Dazwischen kleine Orte wie Qishn mit weit auseinanderstehenden, weiß gekalkten, niedrigen Häusern, über deren breiten Fronttreppen farbig gestrichene Türen und Fenster leuchten.

Shihr

Einst eine berühmte Hafenstadt, die von Marco Polo auf seinem Weg nach China angelaufen wurde, hat Shihr viel von seinem Glanz verloren. Hier werden in kleinen Manufakturen traditionelle Futah (Wickelröcke) in leuchtend bunten Farben produziert.

Mukalla

besitzt neben ‘Adan den einzigen Tiefseehafen des Jemen am Indischen Ozean. Dementsprechend rosig wird die wirtschaftliche Zukunft der Stadt eingeschätzt, was sich in endlosen Neubaugebieten manifestiert. Mehr als anderswo im Jemen fallen die Müllprobleme hier besonders ins Auge, denn mitten durch Mukalla „fließt“ das zur Kloake verkommene Wadi al-Aykah, in dem trotz allem Flamingos unverzagt nach Beute suchen. Doch die Altstadt, die sich an den umgebenden steilen Bergflanken emporzieht, gehört zu den schönsten und auch saubersten des Jemen.

Bi’r ‘Ali/Qana’

ist ein kleines Dorf westlich von Mukalla, das sicherlich nie in einem Reiseführer erwähnt würde, wenn nicht in der Nähe der antike Weihrauchhafen Qana’ gelegen hätte. Der lange, feinkörnige, weiße Strand unterhalb der Ruinen von Qana’ wäre ein Traumstrand dieser Welt, wenn es denn Süßwasser und ein wenig Schatten gäbe.

DIE PROVINZ SHABWAH

Benannt nach dem gleichnamigen Ruinenort, reicht die Provinz Shabwah von der Wüste im Norden bis an den Indischen Ozean. In das landschaftsbestimmende Kalksteinplateau haben sich im Laufe der Jahrmillionen zahlreiche canyonartig schmale bis kilometerbreite Wadis eingegraben, durch die wichtige Handelsverbindungen — die „Weihrauchstraße“ — vom Meer in Richtung Norden liefen. Im Osten an Hadramawt anschließend, wird die Provinz im Westen vom Khawr Awadhil begrenzt. Der Höhenunterschied an der Abbruchkante der bergjemenitischen Massive beträgt etwa 1300 Meter und läßt sich heute auf einer atemberaubenden, serpentinenreichen Asphaltstraße überwinden.

Habban

war bis vor einigen Jahrzehnten ein wichtiges Handelszentrum. Die Skyline des Ortes unterhalb eines steilen Kalksteinmassivs ist (im Gegensatz zu den müllübersäten Straßen im Inneren) beeindruckend. Habban ist inzwischen eine Stadt der alten Männer geworden und besitzt einen eher morbiden Charme.

Wadi Yishbum

Einst Hauptverkehrsweg, lassen die modernen Autokarawanen das Tal heute links liegen und nehmen lieber die neue Asphaltstraße. Das ständig fließende Wasser macht dieses schmale Wadi zu einem einzigartigen Lebensraum.

DER GRÜNE BERGJEMEN

umfaßt, grob gesagt, die Provinzen ‘Ibb und Ta’iz. Die schönste Jahreszeit für einen Besuch ist der Spätsommer vor der Erntezeit Ende September. Die für den Jemen so typischen Terrassenfelder, lichte Laubwälder und die Vielzahl kleiner Steindörfer an den Bergflanken prägen diese einzigartige Kulturlandschaft.

‘Ibb

ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und erstreckt sich inzwischen über beide Seiten eines Bergsattels. Fast versteckt auf der Anhöhe liegt die Altstadt, heute umgeben von einer lärmigen und geschäftigen Neustadt und einem Netz von Umgehungsstraßen.

Djiblah

war Residenz der einzigen historisch bezeugten Königin des Jemen, ‘Arwa bint ‘Ahmad. Die malerisch auf einem Felssporn erbaute Stadt gehört ins absolute Standardprogramm aller Jemenreisenden.

Djanad

streitet mit San’a um die Ehre, die älteste Moschee des Jemen zu besitzen. Der Innenhof der schlichten Anlage kann in der Regel betreten werden.

Ta’iz

ist die lebensfroheste und mit ‘Adan die weltoffenste Stadt des Jemen. Überragt vom Djabal Sabr und der Feste Qahira, findet in den Gassen der Altstadt täglich ein bunter Handel statt. Die Hauptakteurinnen sind selbstbewußte Bäuerinnen, die allmorgendlich mühsam vom Djabal Sabr herabsteigen, um ihre Waren zu verkaufen. Weitere Highlights sind die aus der Rassulidenzeit stammenden Moscheen wie die al-Ashrafiyah. Absolut sehenswert in seiner Skurrilität ist das hiesige Nationalmuseum, untergebracht im ehemaligen Palast von Imam ‘Ahmad. Ein museumsdidaktisches Desaster, hortet es gerade deswegen ungeahnte Schätze aus dem Leben dieses morphiumsüchtigen Herrschers.

Wadi Dabab & Yafrus

Nur wenige Kilometer südöstlich von Taiz findet im Wadi Dabab sonntags ein kleiner bunter Wochenmarkt statt, der wie der Markt in Ta’iz in der Hauptsache von Frauen betrieben wird. Weiter südlich liegt der wichtigste Sufi-Wallfahrtsort des Jemen. Am Grab des ‘Ahmad ibn ‘Alwan in der blendend weiß gekalkten Moschee am Fuße des Djabal Habashi suchen das ganze Jahr über Kranke Hoffnung und Heilung.

‘Adan (Aden)

Die Meinungen über die ehemalige Hauptstadt des Südjemen, die stark unter den Folgen des Bürgerkrieges von 1994 litt, waren schon immer geteilt: Rimbaud bezeichnet sie als den „widerwärtigsten Ort der Welt“. Trotzdem wurde die Stadt aufgrund ihrer geopolitischen Lage nach der Eröffnung des Suezkanals zu einem der wichtigsten Welthäfen.

Die Tihamah

Tihamah bedeutet „Heiße Ebene“. Der Küstenstreifen am Roten Meer ist indes nicht nur heiß, sondern feuchtheiß und damit klimatisch die unangenehmste Landschaft des Jemen. Im Winter aber, wenn die Temperaturen erträglich sind, empfiehlt sich unbedingt ein Abstecher dorthin.

Mukha

war einstmals ein wichtiger Kaffeeausfuhrhafen des Jemen und gab unserem Mokka den Namen. Die einstige Bedeutung dieses Hafens läßt sich heute an nichts mehr ablesen.

Khawkhah (Khokhah)

empfängt den Besucher mit dichten Palmenhainen direkt am langen Sandstrand. Zwei Wermutstropfen hat die Sache jedoch: Die Unterbringung in luftigen Palmwedelhütten ist zwar romantisch, aber ausgesprochen einfach und bietet keinen Schutz vor Moskitos, und das Meer ist in Strandnähe sehr flach. Trotzdem kann man hier wunderbar unter den schattigen Bäumen relaxen und vielleicht auch ein Fischerboot mieten, um an den vorgelagerten Korallenriffs zu schnorcheln.

Zabid

war über Jahrhunderte das religiöse Zentrum des Jemen. Die Stadt besaß eine Universität, die bis Ende des ersten Jahrtausends als eine der führenden Lehrstätten des Islam galt. Wer die Straßen der Stadt durchstreift, kann hier schöne Beispiele für die typische Tihamah-Korallensteinarchitektur finden, geschmückt mit komplizierten und dennoch schlicht wirkenden Ornamentbändern.

Bayt al-Faqih

ist untrennbar mit Markt verbunden. Jeden Freitag versammelt sich hier die halbe Einwohnerschaft der Tihamah, um auf dem riesigen Suqgelände, streng nach Warenklassen getrennt, Handel zu treiben.

Hudaydah

war bis zur Vereinigung der wichtigste Hafen des Nordjemen und präsentiert sich als moderne Stadt. Der morgendliche Fischmarkt bietet einen guten Überblick über das reichhaltige Meeresfrüchteangebot des Roten Meeres.

Djabal Bura’

Der Bura’ steigt fast unvermittelt von der Küstenebene auf etwa 2000 müNN an. Bis Djudaydah, einem kleinen Dorf auf etwa 1500 Metern, führt eine Autopiste. Danach geht es nur mit Packeseln weiter. Nirgens sonst haben wir derart gut gepflegte Kaffeesträucher auf derart schmalen Terrassenfeldern gesehen wie hier. In Ermangelung jedweder unbebauter ebener Flächen nächtigen wir meist auf den Dächern der Steinhäuser.

Suqutra

Weit draußen im Indischen Ozean gelegen und den oft heftigen Monsunwinden schutzlos ausgeliefert, ist die Insel nur wenige Monate im Jahr per Flugzeug zu erreichen. Etwa 3000 qkm groß und bis zu 1503 Meter „hoch“, ist sie ein Paradies für Biologen: Unzählige endemische Tier- und Pflanzenarten bevölkern die Insel.

 

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