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Länderkarte Äthiopien


Addis Abeba

Die „Neue Blume“, so die Übersetzung, verdankt ihre heutige Existenz dem schnellwachsenden Eukalyptusbaum, dessen Einführung aus Australien das Feuerholzproblem löste und den bereits geplanten Umzug ins westlich gelegene Addis Alem („Neue Welt“) überflüssig machte. Noch heute haftet dem ehemaligen Heerlager von Menelik II. etwas Provisorisches an, was es mit vielen anderen afrikanischen Metropolen verbindet: Um das Zentrum mit seinen Hochhäusern herum wuchern unkontrollierte Siedlungen.

 

Debre Zeyt/Zuqualla

Debre Zeyt liegt in einer vulkanisch sehr aktiven Region, in der sich das Rift Valley in einen nördlichen und einen östlichen Zweig aufspaltet. Davon zeugen sechs Kraterseen, die sich über die weitläufige Stadt verteilen, sowie der Zuqualla, ein 800 Meter über die Ebene aufragender Vulkan, dessen Kratersee heilig ist. Baden ist deswegen dort verboten.

 

Melka Kunture

Oberhalb der Stelle, wo der Oberlauf des Awash in einer engen Schlucht verschwindet, liegt die prähisto-rische Fundstelle von Melka Kunture. In bis zu 18 Meter dicken Sedimentschichten finden sich Werkzeuge vom rohen Faustkeil bis hin zu Äxten aus Obsidian, die die menschliche Entwicklung über eine Million Jahre dokumentieren. Die wichtigsten Funde sind im Nationalmuseum in Addis Abeba zu sehen.

 

Das Tal des Blauen Nils

Der Reichtum Ägyptens hatte seinen Ursprung in Äthiopien: 90% des alljährlichen Nilhochwassers fällt als Niederschlag im abesssinischen Hochland und trägt dabei den fruchtbaren Mutterboden ab, der als Nilschlamm die Felder an den Pyramiden düngte. Bedeutendster Abfluß ist der Abbay oder Blaue Nil, der eine gigantische Schlucht von 800 km Länge und bis zu 1300 m Tiefe in das Hochland gegraben hat. Bei Dejen quert eine Straße das Tal, schlängelt sich von dem kalten Plateau über zahllose Serpentinen und Viadukte in die heiße, feuchte Tiefe, um sich danach auf gleiche Weise wieder in die Höhe zu winden.

 

Tis Abbay

„Rauchender Abbay“ nennen die Einheimischen die Wasserfälle des Blauen Nils. Nach dem Austritt aus dem Tanasee windet sich der Fluß durch zumeist ebenes Gelände, bis er hier unter donnerndem Getöse über mehrere Kaskaden in die Tiefe stürzt. Anschließend verschwindet in einer schmalen Schlucht, die er erst an der Grenze zum Sudan wieder verläßt. Der Anmarsch zu diesem Naturschauspiel führt über die sog. „Portugiesenbrücke“ aus dem 17. Jahrhundert.

 

Tana-See

Der größte Binnensee Äthiopiens (3673 qkm) ist die Quelle des Blauen Nils, dessen Ausfluß nördlich von Bahir Dar liegt. Neben klapprigen Kleindampfern sind Papyrusboote das Hauptverkehrsmittel. Sie werden von den Waitos gebaut, einer Volksgruppe, die ihren Erzählungen nach von Ägypten nilaufwärts nach Äthiopien eingewandert ist. Nach der Restaurierung der Salomonischen Dynastie im 13. Jh. wurde die Region um den Tana-See politisches und christliches Zentrum des Landes. Zahlreiche Klöster wurden in jener Zeit auf den Inseln des Sees gegründet, die letzte Ruhestatt von mehreren Kaisern dieser Epoche sind.

 

Gondar

wurde 1636 von Kaiser Fasilidas gegründet und diente über zwei Jahrhunderte als äthiopische Hauptstadt. In den zahlreichen Schlössern und Burgen im Stadtzentrum und in der Umgebung hielten die Kaiser Hof. In alten Reiseberichten wird über prächtige Feste und Gelage berichtet. 1881 eroberten und verwüsteten Truppen des sudanesischen Mahdi die Stadt. Verschont wurde lediglich die Kirche Debre Birhane Selassie mit ihren bunten Wandmalereien: Die Angreifer wurden von einem Schwarm Bienen vertrieben.

 

Semien

Der Semien zählt zu den beeinduckendsten Landschaften Afrikas und wird von der UNESCO zum Erbe der Menscheit gezählt. Das von Süden her langsam ansteigende Plateau mit mehreren Gipfeln über 4000 Meter fällt nach Norden hin schroff ab. Die schwindelerregenden Felswände sind Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Walia-Steinbocks. Das Plateau selbst bedecken Grasmatten, die mit Riesenlobelien bestanden sind. Hier kann man Gelada-Paviane beobachten, die in Gruppen bis zu hundert Tieren zusammenleben. Östlich des Semien, nur getrennt durch das Meshasha-Tal, erhebt sich das Plateau des Ras Dashen, dem vierthöchsten Berg Afrikas (4620 Meter).

 

Axum

Axum ist die historische Schatzkammer Äthiopiens, Haupstadt des gleichnamigen Reiches, welches vom 1.-7. Jahrhundert n.Chr. die Küsten des Roten Meeres beherrschte. Hochaufragende monolithische Stelen, Zyklopenwände und riesige Palastruinen werfen heute noch Fragen bezüglich ihrer Entstehung auf. Das größte Geheimnis jedoch birgt die Kirche St. Maria Zion: Hier soll die Bundeslade ruhen, die Menelik, Sohn der Königin von Saba und Begründer des äthiopischen Reiches aus Jerusalem mitgebracht haben soll.

 

Yeha

Der 2500 Jahre alte Tempel von Yeha ist das bedeutendste Zeugnis südarabischer Kultur in Äthiopien, geweiht dem Mondgott Almaqah. Der würfelförmige Bau besteht aus sorgsam behauenen Steinen, die ohne Mörtel nahtlos aufeinandergeschichtet wurden. In der benachbarten Kirche werden einige sabäische Inschriften aus dem Tempel aufbewahrt.

 

Debre Damo

Das älteste Kloster Äthiopiens liegt einer Festung gleich auf einer Amba, einem unzugänglichen Tafelberg, mit rundum lotrecht abfallenden Felswänden. Mit Hilfe einer Schlange soll sich der Gründer Abuna Aregawi nach oben geschwungen haben, und noch heute gelangt man nur über eine Kletterpartie am Seil auf das Plateau. Die Kirche ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele axumitischer Holz-/Stein-Architektur. Frauen ist der Zutritt verwehrt.

 

Gheralta

Die im Herzen der Provinz Tigray gelegenen Berge von Gheralta sind das Versteck zahlreicher mittelalterlicher Felsenkirchen, die alle noch in Gebrauch sind. Viele sind der Außenwelt erst seit wenigen Jahren bekannt, und sie drohen zu verfallen, bevor wir ihrer richtig gewahr werden.

 

Mekele

liegt auf einer windigen Hochebene, beherrscht von einem Denkmal in sozialistischer Monumentalarchitektur, das an die Opfer des Befreiungskampfes gegen Mengistu erinnern soll. Früher war die Stadt ein bedeutender Markt für das in der Danakil abgebaute Salz, welches in „Amole“ genannten Barren bis in dieses Jahrhundert in Äthiopien als Währung fungierte. In geringerem Umfang ziehen auch heute noch kleine Karawanen in den Glutofen der Wüste, um dort das ob seines Mineralgehaltes geschätzte Salz zu gewinnen.

 

Raya

Ende der 30er Jahre bauten die Italiener die Fernverbindung von Asmara nach Addis Abeba, die uns durch ihre kühne Straßenführung immer wieder in Erstaunen versetzt. In engen Serpentinen und ständigem Auf und Ab überwindet sie die schroffen Berge, gewährt immer wieder große Aussichten in das östlich gelegene Rift Valley, führt vorbei am See Ashenge und der kleinen Stadt Korem — Ort des berüchtigsten Lager der letzten Hungerkrise — um bei Alamata wieder in die Tieflandebene zu gelangen.

 

Lasta

Zu Füßen des 4190 Meter hohen Abune Yosef erstreckt sich das unzugängliche Stammland der Zagwe-Dynastie. Scheinbar aus dem Nichts kommend, führten sie Äthiopien nach dem Untergang von Axum im 12. Jahrhundert in eine neue Glanzzeit. Zwei Jahrhunderte später dankten sie zugunsten der Salomonischen Dynastie ab und verschwanden wieder im Dunkel der Geschichte. Zurück ließen sie die Monumente von Lalibela und das Rätsel um ihre Entstehung.

 

Lalibela

„Ich habe es satt, mehr über diese Bauten zu schreiben, denn mir will scheinen, daß man mir ohnehin nicht glauben wird“, schrieb der Jesuit Pedro Alvarez im 16. Jahrhundert. Erst auf den zweiten Blick gibt das Dorf Lalibela sein Geheimnis preis: 13 Felsenkirchen, in den verschiedendsten Formen kunstvoll aus dem Fels gemeißelt, Gruftkirchen, Grottenkirchen und vollständig vom umgebenden Fels gelöste monolithische Kirchen, verschachtelt angelegt, verbunden mit teilweise unterirdischen Gängen. Das „Neue Jerusalem“ ist noch heute ein lebendiges Zentrum der äthiopischen Christen und Ziel vieler Pilger. Unvergleichlich ist die Atmosphäre, wenn in manchen Festnächten die von dumpfen Trommelschlägen begleiteten liturgischen Gesänge durch das Labyrinth hallen.

 

Dese/Kombolcha

Nur zwanzig Minuten Fahrzeit trennen die beiden Städte, aber auch Klimazonen. Liegt Kombolcha im warmen Tiefland, so wird das höhergelegene Dese regelmäßig von Frost heimgesucht.

 

Kulubi

Ras Makonnen, Vater des späteren Kaiser Haile Selassie, stiftete nach dem Sieg von Adwa über die Italiener 1896 die Gabrielskirche von Kulubi. Seither pilgern zweimal jährlich bis zu hunderttausend Äthiopier an diesen Ort, zelebrieren die Wahrung ihrer Unabhängigkeit und erhoffen sich Heilung von ihren Gebrechen.

 

Harer

Die heilige Stadt des Islam war lange ein Mysterium. Sie riegelte sich derart gegen die Außenwelt ab, daß sich innerhalb ihrer Mauern eine eigene Sprache, das „Harari“ entwickelte. Als erster Europäer gelangte 1854 Richard Burton dorthin; der Dichter Rimbaud verbrachte hier seine letzten Lebensjahre.

 

Dire Dawa

Entstanden als Posten an der Eisenbahnlinie von Dji-bouti, entwickelte sich an der Nahtstelle zwischen Hoch- und Tiefland eine Vielvölker-Stadt, deren Bevölkerung mit Vorliebe in Caféhausgärten sitzt und Bingo spielt.

 

Rift Valley

Der Große Afrikanische Graben erstreckt sich von Mozambique quer durch Ostafrika, durchschneidet das äthiopische Hochland und gabelt sich in einen nördlichen Ausläufer (Rotes Meer) und einen östlichen (Golf von Aden). Im Süden Athiopiens sind durch den Grabenbruch zahlreiche Seen entstanden, im Norden schuf er die Depression der Danakil, eine der heißesten Wüsten der Welt.

 

Bale

Das Hochplateau im Südosten Äthiopiens mit Gipfeln von über 4000 Meter Höhe, kleinen Seen und steilen Abbruchkanten ist ein ideales Trekking-Gebiet. In der auch als „Pferdeland“ bezeichneten Region aus Vulkangestein fällt viel Regen, weshalb sie bis in 3300 Meter Höhe dicht bewaldet ist. Darüber wird der Bewuchs dünner, die Landschaft zu einem Heidemoor.

 

Sof Omar

Die nach einem muslimischen Heiligen benannten Höhlen liegen östlich der Berge von Bale, dort, wo der Fluß Weyib sein ursprüngliches Bett verlassen und durch Kalkgestein einen 16 km langen, unterirdischen Weg gewaschen hat. Ein schmaler Pfad führt in die malerische Schlucht, in der zutrauliche Affen herumtollen. Dann taucht man ein in die schwülwarme Unterwelt, die das Reich von unzähligen Fledermäusen ist.

 

Sheikh Hussein

Zweimal im Jahr machen sich Tausende Muslime zu Fuß auf die Pilgerfahrt nach Sheikh Hussein. Auf der Schulter tragen sie die „qeule“, einen hölzernen Gabelsstock, der überall freie Kost und Logis garantieren soll. Ziel ist die Grabstätte des gleichnamigen Heiligen, der das Wort des Propheten Mohammed im Süden Äthiopiens verbreitete. Im Vertrauen auf die wunderheilende Wirkung bedecken die Pilger ihr Gesicht mit dem Staub aus dem Inneren des Schreins.

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