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Länderkarte Libyen


Tripolitanien

Die Region im Nordwesten Libyens verdankt ihren Namen („Land der drei Städte“) den im Altertum dominierenden Städte Tripolis, Sabratha und Leptis Magna. Hier endeten die Karawanenrouten aus dem inneren Afrika und bescherten erst den Phönikern, später den Römern reiche Handelsgewinne.


Tripolis

Vom einstigen Charme einer kolonialzeitlichen Mittelmeermetropole ist in Tripolis nicht mehr viel übriggeblieben. Der zentrale Ort der Innenstadt ist der „Grüne Platz“, so genannt wegen seines fahlgrün gestrichenen Bodens. In den umliegenden Straßen befinden sich zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants. Im Gegensatz zu den meisten Souqs in Nordafrika wird man beim Bummel durch die teilweise überdachte Altstadt mit ihren Arkadengängen nirgends auf aufdringliche Händler stoßen. Das moderne Tripolis zeichnet sich durch viele breite Prachtstraßen aus, die von ebenso zahlreichen Triumphbögen überspannt werden. Daß diese in einer uralten Tradition stehen, zeigt der römerzeitliche  Triumphbogen des Marc Aurel, der zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt zählt.


Sabratha

In Sabratha spürt man die unmittelbare Nähe des Meeres, gewinnt beim Bummel durch die Ruinen immer wieder einen Blick auf das Blau und erlebt im eindrucksvollen Theater vielleicht einen der atemberaubenden Sonnenuntergänge mit.


Leptis Magna

In Leptis sind es weniger einzelne Monumente wie die Hadriansthermen, denn die Gesamtheit der Anlage, die die Ruinen so sehenswert machen. Es fällt nicht schwer, sich in Gedanken in die Zeit der alten Römer zurückzuversetzen.


Nalut

ist ein Zentrum der Berber, deren Siedlungsgebiet in Libyen grob den Djabal Nafusa umfaßt. Der alte Ksar, die Speicherburg, befindet sich inmitten des alten, heute fast verlassenen Wohnviertels. Mit etwas Glück findet man auch den alten Mann, der den Schlüssel zum Ksar verwahrt, und kann die tonnenüberwölbten Räume erkunden.


Ghadames

Der Ort, dessen Ursprünge aus vorrömischer Zeit stammen, ist seit Jahrhunderten ein Zentrum des Karawanenhandels. Der Legende nach entsprang die Quelle, die den Bewohnern ein Überleben bis vor wenigen Jahrzehnten sicherte, als die Stute eines Bedu mit ihrem Huf auf den Wüstenboden klopfte, weswegen die Quelle noch heute ain el-Fras (Stutenquelle) heißt. Die heute verlassene Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen zwischen fensterlosen Lehmziegelhäusern, mit schattigen Versammlungsplätzen und überall verstreuten Palmgärten steht als Weltkulturerbe unter UNESCO-Schutz.


Fezzan

Die Südprovinz Lybiens war einst Nahtstelle zwischen den Städten am Mittelmeer und den Stämmen Schwarzafrikas. Der Fezzan, früher Targa genannt, ist das Hauptsiedlungsgebiet der (libyschen) Tuareg, genauer der Kel Ajjer, die ihr Zentrum im algerischen Djanet haben. In Libyen selbst waren und sind Ghadames und Ghat die Handelsknotenpunkte. Verhandelt wurden früher neben Salz und Dud, einer an den Mandara-Seen hergestellten Krabbenpaste, vor allem dunkelhäutige Sklaven. Heute sind es wohl eher Waffen, die illegal über die Grenzen geschmuggelt werden.


Hamadat al-Hamrah

Östlich von Ghadames erstreckt sich dieses endlos scheinende Hochplateau, eine Kieselwüste, die dann im Süden unvermittelt abbricht. Dieser Abbruch kann nur an wenigen Stellen überhaupt passiert werden.


Idhan Awbari

Diese Sandwüste schließt direkt südlich an die Hamadat al-Hamrah an. Die meisten Routen in Richtung Süden führen an ihrer nördlichen Flanke entlang; nur wenige wagen die direkte Durchquerung. Im Nordwesten, in der Hamadat Tingarat, grasen Kamelherden, die oft mehr als hundert Tiere umfassen, in den mit dichtem Bewuchs überzogenen Dünentälern.


Sebha

Die aus sieben einzelnen Oasen hervorgegangene Stadt ist die Metropole des Südens. Als Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum der Region Fezzan hat die Stadt heute besonders mit Problemen, die aus dem Zuzug von oft illegal eingereisten Bewohnern der Sahel-Staaten resultieren, zu kämpfen. Die Folgen sind eine für Libyen untypisch hohe Kriminalitätsrate und scharfe Sicherheitskontrollen.


Mandara-Seen

Die Mandara-Seen liegen inmitten des Dünengebietes von Ubari. Teils sind sie ganzjährig mit Wasser aus fossilen Süßwasservorkommen gefüllt, teils nur saisonal. Andere liegen heute an der Oberfläche trocken, so daß nur noch die Dattelpalmen vom Wasservorkommen zeugen. Sie sind jedoch alle durch Oberflächensalz versalzen. Die Seen waren schon den Garamanten bekannt; hier führten die wichtigen Karawanenrouten entlang, hier wurde Natron und Dud, die schon erwähnte Krabbenpaste, gegen alles Lebensnotwendige eingetauscht. An den Ufern der Seen lebten bis vor wenigen Jahren die Daouadas, eine wahrscheinlich eigenständige, nicht-schwarzafrikanische dunkelhäutige Ethnie. Ihre Hütten stehen heute leer, die Menschen sind ins Wadi Adjal umgesiedelt worden. Die umliegenden Dünen sind relativ hoch und stellen wegen ihren oft engen Kessel hohe Ansprüche an die Fahrer.


Ghat

ist ein alter Karawanenstützpunkt zwischen dem Djabal Akkakus auf der Ost- und dem Djabal Idinen auf der Westseite. Mit den Karawanen kamen auch die ersten Forschungsreisenden in dieses Gebiet, so zum Beispiel Heinrich Barth oder Erwin von Bary, der hier unter ungeklärten Umständen den Tod fand. Fast unnötig zu erwähnen, daß auch die Altstadt von Ghat heute verlassen ist. Trotzdem lohnt sich ein Bummel durch die verwinkelten Gassen, in denen aus Algerien herübergekommene Tuareg „originalen” Schmuck anbieten.


Djabal Akkakus

Das Tadrart-Massiv, zu dem der Akkakus zählt, gehört zweifellos zu den Höhepunkten einer Libyen-Reise. Auf der Westseite ein senkrecht aufsteigendes Massiv von dunkelroter Farbe, ist die Ostseite um so stärker von den nagenden Saharawinden zerfressen und zu phantastischen Formen erodiert. In kleinen Seitentälern finden sich die von Barth entdeckten Felsgravuren.


Msak Mustafit/Wadi Mathendous

In die schwarzen Basaltfelder des Msak Mustafit hat sich ein System von Wadis eingeschnitten, dessen bekanntestes das Wadi Mathendous ist. Die dort gefundenen, ebenfalls unter UNESCO-Schutz stehenden Felsbilder liegen an der Nordseite des relativ flachen Wadis und lassen sich am besten zu Fuß erkunden.


Wau an-Namus

heißt übersetzt Mückenloch. Und Mücken bekommt man, sollte man so unvorsichtig sein, sein Camp im Kraterinneren aufzuschlagen, zu spü-ren. Umgeben von einem weiten Schlackering, dem Kraterrand, liegt eine Senke, in deren Mitte sich wiederum der eigentliche Vulkanschlot erhebt. Der braunrote Basaltkegel ist umgeben von einer Reihe kleiner Seen unterschiedlicher Färbungen. Nikolaus B. Richter beschrieb dieses Naturschauspiel als „achtes Weltwunder”...


Wau al-Kebir

Das „Große Loch” ist eine palmenbestandene Senke, in der artesisches Wasser austritt. In der Nähe findet sich nicht nur ein großes Militärcamp, sondern auch eine Farm Gadhafis, auf der Gemüse angebaut wird.

Cyrenaika

Die dritte Provinz des Landes mit ihrer Hauptstadt Benghazi umfaßt den Nordosten Libyens. Am Nordrand des vergleichsweise fruchtbaren Djabal Akhdar („Grüner Berg”) siedelten sich schon im 5. Jh. v. Chr. Griechen an. Die damit beginnende kulturelle Teilung Libyens bestand im Prinzip bis ins Kolonialzeitalter.



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