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ASH-SHAMIYAH

Eigentlich die arabische Bezeichnung für die gesamte Region östlich des Mittelmeeres, vom Furat (Euphrat) im Nordosten bis zum Sinai im Südwesten. Infolge der Nahostpolitik vor allem Großbritanniens und Frankreichs in viele verschiedene Staaten aufgeteilt, wird unter ash-Shamiyah heute meist nur noch die Arabische Republik Syrien mit Ausnahme der Djazirah verstanden.

ash-Sham (Dimashq, Damaskus)

Hauptstadt und Metropole Syriens. Unter den Omayyaden Residenz des islamischen Reiches. Um den Altstadtkern mit den großartigen Bauten aus dieser Zeit hat sich die wenig ansehnliche Neustadt gelegt. Doch auch im Zentrum sind allerorten die Segnungen der seit 1963 regierenden Bath-Partei zu sehen und (in Form von Abgasen) zu riechen. Doch die Freundlichkeit der Shawam (wie sich die Damaszener selbst nennen) macht die Stadt spätestens auf den zweiten Blick liebenswert.

Ma’lula & Dayr Mar Sarkis

Das weltliche Geschick der im Kloster Mar Sarkis lebenden Mönche hat die den Märtyrern Sergius und Bacchus geweihte Kirche sowie den unterhalb liegenden Ort Ma’lula zu einer der Hauptattraktionen Syriens werden lassen.

Dayr Mar Musa al-Habashi

Nur zu Fuß erreichbar ist das kleine, am Ostabhang des Djabal Sharqiyat an-Nabk gelegene Kloster. Noch vor wenigen Jahren dem Verfall preisgegeben, hat sich hier inzwischen eine kleine Glaubensgemeinschaft gebildet, die das Kloster mitsamt den Fresken aus dem 7. Jh. vorsichtig restauriert.

HAWRAN

Die fruchtbaren schwarzen Basalthöhen des Hawran entstanden durch die Vulkantätigkeit des Djabal ad-Duruz und Djabal as-Safa, sind also geologisch gesehen die nördlichsten Zeugen der regen Erdbewegungen entlang des Afrikanischen Grabenbruches. Der Hawran entwickelte sich in römischer Zeit zu einer der Kornkammern des Reiches. Doch in den Wirren nach den Mongoleneinfällen des 13. Jahrhunderts entvölkerte sich der Landstrich fast vollständig; nur die Badu nutzten das Land als Weide. Mit der Einwanderung der Drusen aus dem Libanon vor etwa zwei Jahrhunderten begann die Rekultivierung der Region, die heute zu einer der fruchtbarsten Landschaften Syriens zählt.

Busra

Busra, die einstige Hauptstadt der römischen Provinz Arabia Petraea, war stets bewohnt . Inzwischen hat die syrische Regierung die hier lebenden Drusen umgesiedelt, und so kann man recht ungestört durch die weitläufigen Ruinen spazieren oder das wirklich sehenswerte Theater inspizieren.

Djabal as-Safa & Djabal Says

Zwei erloschene Vulkane in der teils düster wirkenden Wüste nordöstlich des Hawran. Wie eben erst erstarrt liegen mächtige schwarze Lavazungen auf dem hellen Sand und zwingen die seltenen Besucher dieses Landstriches zu weiten Umwegen.

BADIYAT ASH-SHAM

bedeutet übersetzt „Land der Nomaden von ash-Sham“. Die syrische Wüste umfaßt den gesamten Südosten Syriens vom Hawran im Süden bis zum Euphrat im Nordosten mit der einst prächtigen Handelsstation Palmyra als Zentrum, reicht aber noch weit in den Iraq und Sa’udi-Arabien hinein. Im Südosten teils bretteben, geht sie nordwestlich der wichtigen Asphaltstraße von Damaskus nach Dayr az-Zawr in welliges Hügelland über. Hier lebte der mächtige Stamm der Rwalla. Doch sind die Badu heute fast alle seßhaft geworden, und die Wüste ist recht menschenleer.

Tadmur (Palmyra)

Palmyra verdankt seine Bedeutung vor allem der schwefelhaltigen Quelle, die eine ständige Besiedlung erlaubte und den Ort spätestens mit dem Einmarsch römischer Truppen im 1. Jh.v.Chr. zur wichtigsten Station auf der direkten Karawanenroute von Tripolis hinüber zum Euphrat machte. Im 3. Jh.n.Chr. machten sich die stets auf ihre Selbständigkeit bedachten Palmyrener selbständig. Doch schon 271 n.Chr. wurde die Regentin Zenobia von den Römern gefangengenommen und der Legende nach in einem Triumphzug dem römischen Pöbel vorgeführt. Damit endete die Glanzzeit der Stadt: Ihre Geschichte geriet derart in Vergessenheit, daß die wenigen Einwohner späterer Jahrhunderte sogar behaupteten, die monumentalen Bauwerke ihrer Stadt seien einstmals von Dämonen für König Salomon errichtet worden.

Qasr al-Hayr ash-Sharqi

heißt aus dem Arabischen übersetzt das „Schloß des Wildgeheges im Osten“ und liegt inmitten einer leicht hügeligen, nach den seltenen Regenfällen von einem Schimmer grünen Grases überzogenen Landschaft. Hierhin zogen sich regierungsmüde und wüstenhungrige Omayyaden-Khalifen zurück und frönten einem ihrer Lieblingszeitvertreibe: der Jagd.

ar-Rusafah (Resafa; Sergiupolis)

Inmitten einer brettebenen Landschaft von geradezu atemberaubender Öde erhebt sich die unter dem römischen Kaiser Diokletian aus dem Boden gestampfte Stadt. Wahrscheinlich wäre Resafa unbedeutend geblieben, wenn nicht ein römischer Offizier hier sogleich den christlichen Märtyrertod gestorben wäre, worauf eine eifrige Verehrung einsetzte, die wiederum den Handel belebte. Man benannte den Ort werbeträchtig in Sergiupolis um (Stadt des Sergius). In der Abenddämmerung glitzert das kristalline Gestein der Ruinen verführerisch auf, und die Sonne taucht die ganze Stadt in einen warmen Orangeton.

NAHR AL-FURAT (EUPHRAT)

Das „Wasser der Süße“ oder „Wasser der Frische“ entspringt im anatolischen Hochland und ist schon etliche Kilometer alt, bevor es die türkisch-syrische Grenze bei Djarabulus passiert. Dann fließt der Euphrat durch den Nordosten Syriens und trennt das Land so in zwei Teile: ash-Shamiyah und al-Djazirah. Seine Gesamtlänge beträgt stolze 2430 Kilometer.

Buhayrat al-’Asad (‘Asad-Stausee)

Das monumentale Stauwerk at-Tabqah nahe der Retortensiedlung ath-Thawrah („Revolution“) hat einen See von 80 Kilometern Länge und etwa 8 Kilometern Breite geschaffen. Von hier aus werden seit Beginn der 70er Jahre weite Teile der Djazirah und des südlichen Furatufers mit Wasser versorgt.

Qal’at Djabr

Die einzige aus gebrannten Ziegeln erbaute Feste Syriens wurde im 10. Jh. von den ‘Arab als Bollwerk gegen die vordringenden Kreuzritter auf einer Felsklippe über dem Fluß errichtet. Die Aufstauung des Flusses hat jedoch das Landschaftsbild total verändert, so daß man von der heute wasserumspülten Burg aus einen weiten Blick über den See genießt.

Dayr az-Zawr

Noch relativ jung, hat sich Dayr az-Zawr (das „Kloster im Hain“) seit dem Beginn der ehrgeizigen Agrarprojekte im Zusammenhang mit dem Bau des Euphratstaudammes und besonders seit der Ausbeutung der Erdöl- und Gasvorkommen auf der Djazirah zu einer lebendigen Stadt entwickelt. Neben einem lebhaften allmorgendlichen Markt bietet die Stadt zahlreiche Cafés, in denen man Kräutertee und Wasserpfeifen „trinken“ kann.

Salihiyah (Dura Europos)

wurde zu Beginn des 3.Jh.v.Chr. fast gleichzeitig mit Apameia im Orontestal gegründet und läßt wie dieses das ursprüngliche, regelmäßige Raster einer hellenistischen Stadtanlage erkennen. Doch für die meisten ist der schöne Blick vom hier steil abfallenden Ufer über den Euphrat die eigentliche Attraktion des Ortes.

Tall Hariri (Mari)

Die wegen ihres bedeutenden Tontafelarchives wichtige Fundstätte — Historiker verdanken den eifrigen Schreibern des letzten Königs Zimri-Lim wichtige Informationen über Handel und Wandel im 3. und 2. Jahrtausend v.Chr. — enttäuscht die meisten, derweil römische Prachtbauten gewohnte Besucher.

AL-DJAZIRAH

„Die Insel“ der ‘Arab ist der nördliche Teil des von den Hellenen als Mesopotamien, als „Land zwischen den Flüssen“ bezeichneten Gebietes zwischen Furat und Tigris. Hier lebten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Badu vom Stamm der Shammar, die nicht nur ihre Herden im Grasland weiden ließen, sondern sich dann und wann auch durch Überfälle auf Siedlungen lebensnotwendige Waren beschafften. Erst die Franzosen, die Syrien bis 1946 als Mandatsgebiet verwalteten, „befriedeten“ die unbotmäßigen Badu, und schließlich begann im großen Stile die Anlage von Baumwollplantagen. Doch die schnelle Versalzung der Böden brachte nur magere Erträge. Inzwischen hat das Erdöl, das seit den späten 60er Jahren hier gefördert wird, der Baumwolle den Rang abgelaufen.

Halab (Beroia; Aleppo)

gehört sicherlich mit zu den ältesten ununterbrochen besiedelten Städten des Erdballes. Ihre Bedeutung verdankt Halab einer fast uneinnehmbaren Feste und ihrer günstigen Lage zwischen Euphratknie und Mittelmeerküste. Seit Anbeginn Handelsknotenpunkt (heute sind es besonders Händler aus den GUS-Staaten, die hier mit Textilien ein lukratives Geschäft machen), nennt Aleppo den größten Suq der arabischen Welt sein eigen. Viel könnte man über Halab berichten. Aber „Aleppo ist eine der Städte der Welt, die nicht ihresgleichen haben und die zu beschreiben lange dauern würde“, seufzte schon der arabische Reiseschriftsteller Ibn Djubayr, der im 12. Jh. hier weilte.

NORDSYRISCHES KALKSTEINMASSIV (BELUS)

Im äußersten Nordwesten Syriens gelegene Bergregion. In spätrömischer und byzantinischer Zeit von reichen Großgrundbesitzern aus den umliegenden Großstädten systematisch kultiviert, entstanden über das Massiv verstreut zahllose kleine Siedlungen. Die hohe Besteuerung der hier produzierten Luxusgüter Olivenöl und Wein durch Byzanz in Kombination mit der starken Bodenerosion und den politischen Umwälzungen des 7. Jhs. führten schließlich zur Abwanderung der Bauern. So wurde dieses Kalksteinmassiv zum vergessenen Land, zum Land der „Toten Städte“.

Qal’at Sam’an & Dayr Sam’an (Simeonskloster)

Zu jener Zeit, als Märtyrer wie Sergius (s. Rusafah) angesichts der Legalisierung des Christentums langsam knapp wurden, verlegte sich das durch eifrige Missionare bekehrte Volk auf die Verehrung asketisch lebender Männer wie jenes Simeon, der seit frühester Jugend durch schwerste Selbstkasteiungen auf sich aufmerksam gemacht hatte und schließlich sein Leben als Eremit auf einer Säule fristete. Diese mußte ob des starken Pilgeransturms (Simeon hielt Predigten, missionierte und heilte Kranke von seinem luftigen Standort aus) mehrfach bis auf zuletzt über 10 Meter erhöht werden. Schon kurz nach seinem Tode entstanden am nahegelegenen Kloster zahlreiche Pilgerunterkünfte. Nach langen Jahrhunderten erleben die ehrwürdigen Ruinen einen erneuten Ansturm von Pilgern — in klimatisierten Bussen und mit einer Bekleidung, die dem alten Simeon wahrscheinlich die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte.

NAHR AL-’ASI (ORONTESTAL)

Im Libanongebirge entspringend, hat sich der Orontes ein Bett parallel zu den Küstengebirgen Syriens gegraben und erreicht erst nahe des heute türkischen Antakya das Mittelmeer.

Tall Mardikh (Ebla)

Auf dem eher unscheinbaren Tall entdeckte ein italienischer Archäologe 1973 das Tontafelarchiv der ins 3. Jahrtausend v.Chr. zu datierenden Stadt Ebla. Gleichwie Mari mögen die mageren Überreste des Palastes, in dem jene Tontafeln gefunden wurden, enttäuschen, doch lassen die Texte eine bislang wenig erforschte Epoche in neuem Licht erscheinen.

Qal’at al-Mudiq (Afamia, Apameia)

Bereits in hellenistischer Zeit an Stelle einer Militärstation gegründet, erlebte Apameia seine Blütezeit nach einem verheerenden Erdbeben: Kaiser Trajan verordnete einen Wiederaufbau mit allen Finessen der damaligen Zeit, darunter eine imposante Säulenstraße von etwa zwei Kilometern Länge. Ein Großteil der Ruinen liegt heute unter einem dichten Teppich aus Gräsern und Disteln verborgen. Besonders im Abendlicht, wenn sich die hochaufragenden Säulen dunkel vor den fast lila gefärbten Bergen des Djabal an-Nusayriyah abzeichnen, geht von den Ruinen eine zauberische Stimmung aus.

Hims (Emesa; Homs)

Am Knotenpunkt der Handelsstraßen von Aleppo nach Damaskus und von Palmyra zur Küste gelegen, brachte es Hims bis zur Hauptstadt der römischen Provinz Syria. Oft wurde die schutzlos in der Ebene gelegene Stadt zerstört, gewann jedoch als günstiger Warenumschlagplatz stets von neuem an Bedeutung.

DJABAL AL-NUSAYRIYAH & MITTELMEERKÜSTE

Der fruchtbare Küstenstreifen Syriens und das parallel dazu verlaufende Gebirge des Djabal an-Nusayriyah wenden ihr Gesicht dem Mittelmeer zu. Von den großen Hafenstädten stachen schon die Phönizier mit ihren Schiffen gen Europa und Afrika in See. Später errichteten die Kreuzfahrer dort die Kette ihrer zahllosen, in Sichtweite zueinander gelegenen Festen. Heute leben hier mehrheitlich westlich orientierte Christen und Alawiten (auch Nusayri genannt, woher das Gebirge seinen Namen hat).

Qal’at Salah ad-Din (Qal’at Sahyun)

„... was I think the most sensational thing in castle-building I have seen“, schreibt T.E. Lawrence in einem Brief über die Saladinsburg. An einer der wenigen Verbindungsstraßen vom Landesinneren zur Küste strategisch günstig gelegen, wurde die Burg nach einem etwa hundertjährigen christlichen Intermezzo von Salah ad-Din im Jahr 1188 zurückerobert.

al-Ladiqiyah (Laodicea; Lattakia)

Die größte Hafenstadt Syriens hat ihren Glanz aus hellenistischer und römischer Zeit fast gänzlich eingebüßt. Heute prägt neben modernen Bauten vor allem der Containerhafen das Stadtbild. Gelegentlich wird der Stadt aber wegen der Cafés an der Corniche ein gewisses mediterranes Flair bescheinigt.

Ra’s Shamrah (Ugarit)

In dieser Küstenstadt wurde jenes berühmte Täfelchen, gefunden, auf dem das lange als ältestes der Welt postulierte Alphabet eingeritzt ist. Ugarit erlebte seine Blütezeit zwischen dem 18. und 13. Jh.v.Chr. als den Ägyptern tributpflichtiger Stadtstaat. Aus dieser Zeit sind immerhin noch die Fundamente eines Palastbezirks und einer Tempelanlage erhalten.

Tartus (Antarados, Tortosa)

Auch in Tartus haben sich nicht allzuviele Relikte aus vergangenen Zeiten erhalten. Doch gilt die Kathedrale Notre-Dame de Tortosa als der bedeutendste und schönste Kirchenbau der Kreuzfahrerzeit in Syrien.

Gleichwie Ladiqiyah hat sich Tartus zu einem Zentrum syrischen Tourismus entwickelt, so daß die Stadt übers islamische Wochenende voller Menschen ist.

Husn Sulayman (Baitokaike)

Das zunächst Baal, dann Zeus und schließlich Jupiter geweihte Quellheiligtum im Hinterland von Tartus ist vermutlich phönizischen Ursprungs. Seine Lage in einem kleinen Hochtal, umschlossen von terrassierten Berghängen, lohnt den Umweg zur „Feste Salomons“.

Qal’at al-Husn (Krak des Chevaliers)

Aus strategisch hervorragender Position kontrollierte dieser „Inbegriff einer Kreuzfahrerburg“ die weite Ebene von Hims. Hier kreuzt sich die wichtigste Nord-Süd-Verbindung Syriens mit dem über Hunderte von Kilometern einzigen flachen Zugang vom Landesinneren zur Küste. Heute präsentiert sich die Festung in bemerkenswert gutem Zustand und gibt mit seinen Stallanlagen über zwei Etagen, einer Kapelle und einem Rittersaal einen guten Eindruck vom Leben der Kreuzfahrer.

Safita

In Sichtweite des Krak des Chevaliers befindet sich der kleine Ort Safita, überragt vom Bergfried des Castel Blanc. Im unteren Teil des Bergfrieds befindet sich eine 18 Meter hohe Kapelle, und vom Dach mit seinen Zinnen eröffnet sich ein herrlicher Blick über das sattgrüne Küstengebirge.

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