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Länderkarte Saudi-Arabien


BADIYAT ASH-SHAM

Der Norden Sa’udi-Arabiens gehört geographisch zur Syrischen Wüste, der Badiyat ash-Sham. In weiten Teilen von Steppen und Hammadah überzogen, bot die Badiyah nur umherziehenden Stämmen wie den Rwala und ‘Anaza eine karge Lebensgrundlage. Die konnten sie durch Überfälle auf und mit Zolleinnahmen von den Karawanen aufbessern, die jahrtausendelang zwischen Mittelmeer und Persischem Golf hier entlangzogen.


Wadi Sirhan & al-Djawf

Das „Wolfstal“ liegt bis zu 300 Meter tiefer als das umgebende Kalksteinplateau und war vor Urzeiten ein Binnenmeer. Es ist wasserreich und deswegen dicht bewachsen.

Südöstlich desselben wiegen sich die grünen Palmwipfel im tiefen Grund des Djawf („Niederung“) vor der Kulisse der Nafud.


Dumat al-Djandal (Adummatu, Dhuma)

Bereits in assyrischen Quellen wird Dumat als Sitz eines arabischen Königs erwähnt, und auch die Bibel kennt Dhuma als Hauptort der Region Midyan. An der wichtigen Handelsroute durchs Wadi Sirhan gelegen, mußte sich die Stadt vielen Herren beugen. Den einstigen Glanz erahnt, wer einen Rundgang durch das riesige Qasr Marid (erbaut auf nabatäischen Grundmauern) unternimmt. Und es scheint, als ob die Atmosphäre Dumats immer noch ein wenig von der Toleranz einer Handelsstadt geprägt ist — die Bewohner der Stadt sind unkompliziert und sehr gastfreundlich.


Sakakah

Anders als das Qasr in Dumat ist Qasr Za’bel Mitte der 90er Jahre stark renoviert worden — vielleicht, weil Sakaka ihrer Schwesterstadt derweil den Rang abgelaufen hat und Hauptstadt des Djawf wurde. Fast interessanter als das Qasr ist der nahegelegene, bereits in nabatäischer Zeit gegrabene Bi’r Sisra, in dessen breiten Schlund Treppen hinabführen.


Radjadjil (Madarah)

Die wie Nähnadeln kreuz und quer in ein Nadelkissen gerammten Steinpfeiler von Radjadjil sind über und über mit thamudäischen Graffiti bedeckt und gehörten wohl zu einem bronzezeitlichen Heiligtum.


an-Nafud al-Kabir

Gleich der Sahara, deren Name übersetzt Wüste bedeutet, heißt Nafud al-Kabir schlicht Große Wüste. Sie bedeckt mit ihren bis zu 90 Metern hohen Walfischrückendünen ein Gebiet von etwa 60.000 km2. Zwischen den durch Eisenoxide orangegelb bis rötlich schimmernden Dünen liegen breite Täler, in denen Winterregen eine dichte Gras- und Strauchvegetation hervorbringen. Dann kommen zahlreiche Badu mit ihren riesigen Kamelherden hierher.


Bi’r Shaqiq, ‘Ulaym adh-Dhama & Djubbah (‘Ayna)

Der heute kaum mehr benutzt Karawanenweg von Dumat nach Ha’il am Südrand der Nafud führte vom Bi’r Shaqiq über die Zwillingsberge ‘Ulaym adh-Dhama und den Ort Djubbah. Hier zog auch Julius Euting entlang — ein besonderer Anreiz für uns, die Nafud auf den Spuren des Deutschen zu queren und gleich ihm nach den zahlreichen thamudäischen Felsritzungen zu forschen.


HIDJAZ & BAHR AL-'AHMAR

Wer versucht, den Hidjaz vom Bahr al-’Ahmar, dem Roten Meer, in Richtung Osten zu überqueren, begreift rasch, warum die Arab ihn Hidjaz, also Sperre, nennen. Denn nur wenige passierbare Wadis führen in die steil bis auf 2000 Meter ansteigenden Berge. Ihr Sockel, der von Aqabah bis hinunter nach Makkah reicht, besteht aus kristallinen Gesteinen, über denen sich monumentale Sandsteinformationen auftürmen. Weil es an der heißen Küste des Bahr al-’Ahmar kaum Süßwasser gab, liefen die wichtigen Handelsstraßen an den Ostflanken des Hidjaz entlang: zuerst Darb al-Bakhur (Weihrauchstraße) und Darb al-Hadj — durch die Jahrhunderte einträgliche Einnahmequellen für die Badu — und schließlich der von den Türken erbaute Khatt al-Hidjaz.


Darb al-Hadj (Pilgerstraße) & Khatt al-Hidjaz (Hidjazbahn)

Möglicherweise versuchten bereits die Omayyaden, die Pilgerstraße durch den Bau von Karawansereien zu sichern, doch stammen die meisten Bauinschriften von den Osmanen — wie beispielsweise am Qal’at al-Mu’adham, in dessen Hof ganze Karawanen Platz fanden. Der technische Fortschritt zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachte die Türken auf die Idee, einen Schienenstrang von Damaskus bis hinunter nach Makkah zu verlegen. Mit deutscher Hilfe und gegen den entschiedenen Widerstand der Stämme wurde die Strecke immerhin bis Madinah fertiggestellt und 1908 eröffnet. Das Unternehmen war ein voller Erfolg. Schon 1914 vertrauten sich etwa 300.000 Pilger der Bahn an, und die Osmanen konnten ganz nebenbei ihre in den heiligen Städten stehenden Truppen versorgen. Ihren Kriegsgegnern — Briten und arabischen Freiheitskämpfern — mißfiel das sehr. So schickten die Briten Militärberater — darunter den weidlich bekannten T. E. Lawrence —, um den Khatt al-Hidjaz zu unterbrechen. Das gelang bereits vor Ende des 1. Weltkrieges. Die Bahnstrecke ist auf weiten Teilen gut erkennbar — selbst Brücken und Tunnel sind noch intakt —, und eine Fahrt auf dem sorgfältig fundamentierten Gleiskörper nötigt Respekt vor dieser Ingenieursleistung ab.


Djabal Lawz

Seit wir in diesem Gebiet waren, verstehen wir eigentlich nicht mehr so recht, warum Lawrence immer vom Wadi Rum schwärmte. Denn hier sind die Sandsteinmassive größer und stärker zerfurcht, die Dünen von Fahrspuren unberührt, die Einsamkeit vollkommen ...


Qurayah & Bad’a, Rawafah & Disah

... und in den Massiven verborgen liegen etliche Siedlungen, Wasserbauten, Grabfassaden und Tempelanlagen der Nabatäer, die eben nicht nur in Petra und Mada’in Salih, sondern auch hier Zeugnisse ihrer Kultur hinterließen.


Tabuk

Wenig ansehnliche Stadt, die einerseits vom Handel mit Jordanien und andererseits vom in großem Umfang stationierten Militär geprägt ist.


Tayma’

Wohl keine Oase des Hidjaz hat sich ihre Atmosphäre so wie Tayma’ erhalten. Die unter Palmen versteckten verlassenen Lehmhäuser am Bi’r Hadadj sind zwar in teils ruinösem Zustand, doch verraten sie noch viel vom Leben der damaligen Dattelbauern. Die leerstehende riesige Palastanlage des Qasr al-’Ablaq mit ihren hohen Hallen beheimatet einen Harim, der — strikt von den anderen Palastbereichen getennt — über eigene Innenhöfe, Hallen und Terrassen verfügt.


Mada’in Salih

erlebte unter den Nabatäern seine große Blütezeit. Anders als im Kesselrund von Petra boten ihnen die in der großzügigen Weite der Dünenfelder gelegenen Sandsteinmassive alle Möglichkeiten, ihre baumeisterlichen Fähigkeiten zur Geltung zu bringen. Dabei haben sie den Schnickschnack, der beispielsweise die Königsgräber in Petra so überladen wirken läßt, einfach weggelassen und so eine nach unserer Meinung schlicht einzigartige Kulturlandschaft geschaffen. Leider meinten die Sa’udis hier den Besuchern etwas Gutes tun zu müssen, indem sie die einzelnen Gräberwände in dem viele Quadratkilometer großen Gebiet durch nette Pfade aus Betonplatten miteinander verbanden und gleich auch kleine Rondelle schufen, an denen sich eine ganze Busladung voller Touristen bequem zum obligatorischen Foto versammeln kann. Trotzdem bleibt Mada’in Salih einer der absoluten Höhepunkte einer Reise ins Königreich.

In der nahegelegenen Bahnstation ist eine 1906 von der deutschen Firma Jung gebaute Lok zu bewundern.


al-’Ula (Dedan)

war der nördlichste Handelsstützpunkt der Minäer an der Weihrauchstraße. Am heutigen Stadtrand liegen außer einigen thamudäischen Gräbern die Ruinen der arabischen Altstadt. In den gut erhaltenen, oft zweistöckigen Häusern an den teils überdachten Gassen finden sich überraschend viele bunte Malereien.


Khaybar

Siedlung und Husn Mahrab sind aus dem schwarzen Lavagestein der Umgegend errichtet und vermitteln einen eher düsteren Eindruck. Der gewinnt erst bei einem Spaziergang in den Palmengärten entlang der Wasserkanäle an Farbigkeit.

Darb al-Hidjaz & Qasr Muwayah al-Qadim

Nicht nur die Handelsroute aus dem Norden, sondern auch der Weg aus dem Osten nach Makka — der Darb al-Hidjaz — mußte von den Osmanen befestigt werden. So erbauten sie Qasr Muwayah nahe ergiebiger Brunnen am Rande einer Harrah. König ‘Abd al-‘Aziz fügte eine Landebahn hinzu und nutzte das Qasr als Jagdsitz.


Fawhat al-Wahbah

Ein riesengroßes weißes Auge in fast 300 Metern Tiefe, umrandet von den dunklen Wimpern schroffen Gesteins — so tut sich der Wahbah-Krater vor des Besuchers Füßen auf. Ob durch einen Meteoriteneinschlag entstanden oder Ergebnis eines vulkanischen Ausbruchs — für die Entstehung des größten Kraters Westarabiens gibt es bislang keine schlüssige Erklärung.


Makkah al-Mukaramah & Madinat an-Nabi (al-Munawarah; Yathrib)

Die heiligsten Städte des Islam sind für Nichtmuslime haram — verboten. Madinat an-Nabi bedeutet „Stadt des Propheten“, denn das alte Yathrib war die Gemeinde, die Muhamad nach seiner Flucht aus seiner Geburtsstadt Makkah aufnahm und als erste seiner Lehre folgte.


Ta’if

Die Sommerresidenz der Familie al-Sa’ud und der makkanischen Händlerclans, deren Häuser neben dem Schneidersuq den Reiz der Stadt ausmachen, liegt wie Qasr al-Muwayah am Darb al-Hidjaz und und bewacht den östlichen Zugang nach Makkah.


Djiddah

wurde von den Omayyaden zur offiziellen Hafenstadt der Pilgerzüge nach Makkah erklärt. Damit begann der Aufstieg dieser weltoffensten Stadt des Königreiches. Die Stadtmauer wurde abgerissen, aber immerhin der Stadtkern al-Bilad unter Schutz gestellt. Bei einem Bummel durch die Altstadt lassen sich allerorten noch die schönen, für die Tihamah (Küstenebene) typischen Wohnhäuser aus Korallenstein entdecken.


'ASIR

Das ‘Asir ist die südliche Verlängerung des Hidjaz, von diesem bloß durch eine Senke auf der Höhe von Djiddah getrennt. Der Name ‘Asir bedeutet schwierig: Die steilen Abhänge des ‘Asir steigen rasch auf bis zu 3000 Meter empor.

Kulturell ist das ‘Asir bereits Teil des jemenitischen Hochlandes. Nicht verwunderlich, denn erst 1934 verlor der Jemen den Süden des ‘Asir an die Sa’udis.


Dhi ‘Ayn

Im Schatten der höchsten Bergkette des ‘Asir liegt das heute verlassene Dorf Dhi ‘Ayn. Die sorgfältig aus grauschiefrigem Gestein geschichteten Mauern seiner hochragenden Häuser blicken auf einen Palmen- und Bananenhain zu ihren Füßen.


‘Abha & Habalah

In der Provinzhauptstadt des ‘Asir herrscht Hochbetrieb, wenn die Sa’udis der Sommerhitze entfliehen und ihren Urlaub auf über 2000 Meter Höhe verbringen.

‘Abha ist idealer Ausgangspunkt für Touren in die Bergwelt des ‘Asir wie zum Beipiel nach Habalah. Die inmitten kleiner Terrassenfelder an einem Steilhang stehenden Häuser sind derweil per Seilbahn zu erreichen.


Nadjran

Schon seit etwa 4000 Jahren besiedelt, war Nadjran lange Zeit ein wichtiger Karawanenstützpunkt. Hier teilte sich die Weihrauchstraße in eine Strecke zum Mittelmeer und eine zum Persisch-Arabischen Golf.

Auch Nadjran gehört, kulturell gesehen, zum Jemen. Das zeigt sich nicht zuletzt an den aus übereinandergelegten Lehmwülsten errichteten Häusern.


RUB' AL-KAHLI oder AR-RIMAL

Nur drei Europäer — Bertram, Philby und Thesiger — haben diese Wüste bis in die 50er Jahre durchquert. Die größte zusammenhängende und am wenigsten erforschte Sandwüste der Erde ist 650.000 km2 groß und nahezu wasserlos. Komplexe Dünensysteme erreichen Höhen von etwa 300 Metern. Nur wenige Stämme — die Rashid, die ‘Awamir und die Murra — haben sich den extremen Lebensbedingungen anpassen können. Für sie ist die Wüste nicht „das leere Viertel“, sondern heißt schlicht ar-Rimal: die Sande.


an-Nadjd („Hochland“)

erstreckt sich von Hidjaz und ‘Asir im Westen bis zum isoliert liegenden Dünenzug ad-Dahna’ im Osten. Im Norden und Süden wird es von den beiden großen Wüsten Nafud und Rub’ al-Khali begrenzt. Dieses öde, steinige und kaum besiedelte Plateau bedeckt immerhin ein Viertel des Staatsgebietes und gilt als konservatives Herz Sa’udi-Arabiens.


Djabal Tuwayq & ad-Dahna’

Der Tuwayq ist der einzige nennenswerte Gebirgszug im Nadjd, im Osten gefolgt vom schmalen Dünengürtel der Dahna’. In seinen Randzonen liegen die großen Oasen Buraydah, ‘Unayzah, Riyad und Khardj.


Riyad

Beim Anflug auf die immerhin 2,5 Mio. Einwohner zählende Stadt wird man sich bereits ihrer immensen Ausdehnung bewußt: Sie erstreckt sich über mehr als 2000 km2. Das Gewirr der schnurgeraden, oft vierspurigen Schnellstraßen mutet von oben wie ein riesiges Spinnenetz an. Erst in den 80er Jahren wurden Ministerien und Botschaften von Djiddah hierher beordert; die touristischen Sehenswürdigkeiten sind an einer Hand abzuzählen. Zu ihnen gehören das Qasr al-Masmak (das 1865 von den al-Sa’ud errichtete Fort), der nahegelegene Suq von Dirah — ordentlich renoviert und begradigt — und das Qasr al-Murabbah, einst Wohnsitz der königlichen Familie und heute Teil des King ‘Abd al- ‘Aziz Historical Center.


ad-Dir’iyah

Nördlich außerhalb Riyads gelegener Stammsitz der Sa’ud. Nachdem die Türken die Feste 1818 hatten schleifen lassen, zog die Familie nach Riyad und überließ die aus luftgetrockneten Ziegeln errichteten Lehmbauten sich selbst. Das änderte sich Anfang der 80er Jahre: Seither wird prächtig renoviert.


Buraydah

Die Hauptstadt der Provinz Qassim steht im Ruf, die konservativste Stadt im ganzen Königreich zu sein. Hier befindet sich das Ausbildungszentrum der allerorts gefürchteten Religionspolizisten, der Mataw’ah.


Djabal Shammar

Aus dieser weiten, nach den seltenen Regenfällen mit Gras bedeckten Hügellandschaft ragen vereinzelt in allen Grautönen changierende Granitformationen auf. Dazwischen liegen verstreut die kleine Siedlungen der derweil meist seßhaft gewordenen Shammar. Über Jahrhunderte hinweg bestimmten sie die Geschicke des Nadjd und galten unter der Führung der Rashid-Familie als die ärgsten Widersacher der Sa’ud.


Ha’il

Die heutige Stadt zu Füßen des Djabal ‘Adja hat längst die Grenzen der alten Mauer gesprengt. Im Zentrum gibt es indes einiges zu besichtigen: das Qasr al-Qashalah, in dem der Staatsgründer ‘Abd al-’Aziz al-Sa’ud seine Garnison stationierte, und das malerisch auf einer Felsnadel gelegene Qasr al-’Ayrif, das den Rashid als Palast und Burg diente. Wohl in Erwartung der erhofften Touristenströme sind beide Qusur renoviert worden.

Djabal ‘Adjah

Ob aus der Nafud oder aus den Ebenen des Nadjd kommend — der ‘Adjah durchbricht mit seinen steilen, tiefgrauen Abhängen wohltuend die weite Ödnis. Das Granitmassiv wird von schmalen und tiefen Schluchten durchzogen, in denen die Kleinviehherden der Shammar reichlich Nahrung finden.


AL-'AHSA (AL-HASA)

Östlich der Dahna’ erstreckt sich eine weite Ödnis bis zum Persisch-Arabischen Golf. An der Küste und in den Oasen lebten allein shi’itische Perlenfischer und Bauern. Das änderte sich mit der Entdeckung der Ölvorkommen schlagartig. Inzwischen sind aus den einstigen Dörfern riesige Industriekomplexe und Häfen geworden.



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