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590 Iran Individuell: Umfassende Rundreise für Entdecker
Ausführliche Erkundung der kulturellen und landschaftlichen Höhepunkte Irans. Auf der Seidenstraße in Isfahan, Shiraz und Yazd. Wanderungen in der Wüste Dasht-e Kavir und im Zagros-Gebirge



1.-2. Tag Anreise nach Teheran
Flug von Frankfurt nach Teheran. Am nächsten Morgen besuchen Sie die interessantesten Museen der Hauptstadt. So stehen das Archäologische -, das Kronjuwelen- und das Glas- & Keramikmuseum auf dem Programm. Spät nachmittags verlassen Sie die hektische Metropole mit dem Ziel Qom, einer der wichtigsten schiitischen Pilgerstätte des Iran.


3.-7. Tag Von Qom in die Dasht-e Kavir
Der nächste Morgen dient einer ausführlichen Besichtigung dieses heiligen Ortes, bevor es in Richtung Süden weitergeht. Auf etwa halber Strecke kommen Sie an der Oasenstadt Kashan vorbei, deren prachtvoll angelegten Fin-Garten Sie sich ebenso wenig entgehen lassen wie den in traditioneller Lehmziegelarchitektur erbauten Wohnpalast Khaneh Borudjerdiha aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die letzte Etappe des Tages führt uns weiter zum Grossen Namak-See, einem Salzsee, in dessen Nähe wir bei Marandjab eine Nacht in einer zu einer Herberge umgebauten Karawanserei verbringen. Auch an den folgenden Tagen begleitet uns die Dasht-e Kavir, die den gesamten Nordosten Irans beherrscht.

In Abyaneh logieren Sie sich in einem Privathaus ein und haben so Zeit, die verwinkelten Gassen der an den Abhängen des Karkas-Gebirges gelegenen Stadt zu erkunden. Die farbenfrohe Moschee von Natanz steht am 5. Reisetag auf dem Programm. Außerdem statten Sie der Teppichstadt Nain einen Besuch ab, deren ehemals bedeutender Basar allerdings heute nur noch architektonisch in Erscheinung tritt und kaum noch Händler anzieht.

Dann verlassen Sie die schützenden Berge und fahren hinein in die Kavir. Ihr Ziel ist Chupanan, wo Sie einen Rundgang durch die an der Karawanenstraße nach Tabas gelegenen Oase machen und viele der für die hiesige Wüstenarchitektur typischen Windtürme sehen werden. Sie verbringen am südlichen Rand der Dasht-e Kavir eine Nacht in Ihrem Zelt. Am kommenden Morgen folgen Sie der Karawanenroute ein Stück weiter östlich bis Khur, wo Sie das traditionelle Wasserreservoir besichtigen. Die kleine Oase Bayazeh mit ihren Dattel- und Orangengärten und der Feuertempel der Zoroastrier in Chakchak liegen auf Ihrem weiteren Weg nach Yazd, wo Sie am Abend des 7. Tages eintreffen. Hier logieren Sie 2 Nächte in einem Hotel mit traditioneller Gartenanlage.

8.-9. Tag Yazd & Kerman
Trotz des trockenen Klimas am Rande der Wüste zeigt sich Yazd dank der bis zu 50 km langen Bewässerungskanäle erstaunlich grün. Im 5. Jahrhundert gegründet, erlebte die Stadt im 14. und 15. Jahrhundert aufgrund ihrer begehrten Teppiche und Seidenstoffe eine Blütezeit. Sie erkunden den Basar und die unter UNESCO-Schutz stehende Altstadt — noch fast vollständig von einer Lehmziegelmauer umgeben — mit ihren prächtigen Moscheen und Mausoleen als auch die gewaltigen Schweigetürme der Zoroastrier, wo früher deren Tote ausgesetzt wurden.

Am Nachmittag des 9. Tages brechen Sie gen Kerman auf. Kerman weist aufgrund seiner Lage in 1750 Metern Höhe selbst im Sommer ein angenehmes Klima auf. Hier werden Sie für den Rest des Tages die Stadt besichtigen – vielleicht einen Tee in einem umgebauten Hammam trinken und das ethnologische Museum besuchen, das gleichfalls in den Hallen eines ehemaligen Bades untergebracht ist.

10.-12. Tag Karawanenstädte am Rande der Dasht-e Lut
Zwei Tage verbringen Sie in den Randgebieten der Dasht-e Lut. Das Ziel des ersten Tages hier ist die Oase Deh Seyf – bewässert durch unterirdische Qanate (Wasserkanäle), die vom Gebirge bis in die Senke der Oase hinabführen. Gleich Maulwurfhügeln ziehen sich die Einstiegslöcher der in mühevoller Handarbeit geschaffenen und instand gehaltenen Kanäle kilometerlang über die Ebenen. Nördlich von Deh Seyf unternehmen Sie eine Wanderung im Irrgarten der vom Wind aus den Sedimenten gefrästen Yardangs – sie erinnern an überdimensionale Haifischflossen, die ein Meer durchpflügen. In dieser bizarren Landschaft verbringen Sie eine Nacht in Ihrem Zelt.

Früh am folgenden Morgen brechen Sie zum südlichsten Punkt unserer Reise auf – nach Rayan und Mahan. Unterwegs lassen Sie sich von den farbigen Bergen bei Golbaf beeindrucken. Gleich dem durch das jüngste Erdbeben zerstörte Arg-e Bam schützten sich die BürgerInnen Rayans durch eine gänzlich aus Lehm erbaute Stadtmauer, die – wenn auch nur vier Hektar groß – einem Palast und einem Wohnviertel mit allen Einrichtungen einer Stadt wie Moscheen, Basaren und Qanaten Platz bot. Der Nachmittag gehört Mahan. Am Rande hoher Berge liegen der kleine Ort und der Garten des Bagh-e Shazdeh, bei dessen Anlage die Architekten geschickt das aus den Bergen herabkommenden Bäche nutzten, um eine Wasserlandschaft zu erschaffen, die in der Tradition der altpersischen Paradiesgärten steht und zum Verweilen einlädt. Schließlich kehren Sie für eine zweite Nacht nach Kerman zurück. Denn auch hier gibt es noch etliche Monumente wie das Gonbad-e Moshtaqiyeh Mausoleum und die Masdjid-e Imam zu erkunden.

Am Nachmittag des 12. Tages wenden Sie der Wüste den Rücken zu und erklimmen das karge Bergland des Kuh-e Masahim. Die Gebäude des kleinen Bergdorfes Meymand sind sämtlich in die Felsen hineingebaut. Sie bummeln durch das Dorf, genießen die Atmosphäre und übernachten ganz bequem in einer Höhlenwohnung.

13.-14. Tag Firuzabad & Konah Siar
Sie fahren durch das weite südiranische Steppenhochland, wieder durchzogen von zahlreichen Qanaten, weiter gen Westen. Über Sirjan und die alte Handelsstadt Neyriz gelangen Sie in den Süden der geschichtsträchtigen Provinz Fars: In Firuzabad schauen Sie sich die Überreste einer ehemals mächtigen sassanidischen Palastanlage und ein Sieges-Relief Ardeshirs I. an. Etwas weiter südlich im Gebiet der Qashqai-Nomaden liegt ein sassanidischer Feuertempel imposant und einsam in der Landschaft bei Konar Siah. Hier schlagen Sie Ihre Zelte auf und verbringen die Nacht in der freien Natur.

Am nächsten Vormittag statten Sie – je nach Jahreszeit – den Qashqai-Nomaden einen Besuch ab, bevor Sie sich nordwärts auf den Weg nach Shiraz machen.


15.-16. Tag Shiraz & Persepolis
Shiraz ist die Stadt der Rosen und Nachtigallen. Doch stammen nicht nur berühmte Dichter wie Saadi und Hafiz aus Shiraz, dem künstlerischen Zentrum Irans, sondern auch zahlreiche Architekten, was sich in den Prachtbauten und Gartenanlagen der Stadt widerspiegelt, von denen Sie sich einige anschauen können.

Vor den Toren von Shiraz liegt Persepolis, die vielleicht bekannteste und wichtigste archäologische Stätte des Landes. Besonders die Reliefs aus dem 5. und 4. Jh.v.Chr. veranschaulichen die einstige Pracht der achämenidischen Palastanlage. Nur wenige Kilometer nördlich von Persepolis besuchen Sie die in den Fels gemeißelten Gräber von Naqsh-e Rostam aus der Zeit der Sassaniden sowie die Reliefs bei Naqsh-e Radjab. Wenn es Zeit und Straßenverhältnisse erlauben, dann unternehmen Sie zudem einen Abstecher zur Achämenidenresidenz Pasargadae, die nach muslimischer Legende als Grab der Mutter Salomos verehrt wurde. Am Abend treffen Sie wieder in Shiraz ein.

17. Tag Zagros-Gebirge
In den Bergen des Zagros erleben Sie nach den Städten erneut die landschaftliche Schönheit Irans. In Bishapur besuchen Sie die alten sassanidischen Stadt- und Palastanlagen, spazieren durch die Schlucht Tang-e Chowgan und besichtigen die Felsreliefs der damaligen Herrscher.

Durch die grandiosen Berglandschaften des Zagros-Gebirges gelangen Sie in die Region Pataveh und zu den Wasserfällen von Abshar-e Margon. Hier verbringen Sie eine weitere Nacht in Ihrem Zelt und genießen die frische Gebirgsluft. Abhängig von Jahreszeiten und Klimata treffen Sie Bakhtiari-Nomaden, die den größten Bevölkerungsanteil dieser Region stellen.

18.-20. Tag Isfahan: Die Hälfte der Welt
Im Laufe des Vormittags erreichen Sie Isfahan. Zwei volle Tage verbringen Sie mit der Besichtigung der alten Hauptstadt Persiens, deren stolzer Name übersetzt "Hälfte der Welt" bedeutet. Trotzdem können Sie nur die herausragendsten ihrer Moscheen und Paläste besichtigen — wie beispielsweise die Freitagsmoschee, die Masdjid-e Imam und den ‘Ali Qapu-Palast am Meidan-e Imam, dem zentralen Platz —, denn auch für den Basar und die sehenswerten Brücken über den Fluss Zayand-e Rud soll Zeit bleiben.

Am Nachmittag des 20. Tages bleibt noch genug Zeit, Isfahan auf eigene Faust zu erleben. Zum Beispiel mit einem ausgedehnten Bummel durch die schier unendliche Anzahl kleiner Geschäfte des Meidan-e Imam oder einem Aufenthalt in einer Teestube hoch über dem zentralen Platz.

21.-22. Tag Teheran und das Ende der Reise
Am 21. Tag fahren Sie zurück nach Teheran. Unterwegs machen Sie einen Abstecher in die traditionellen Dörfer an den Abhängen des Kuh-e Karkas. In Teheran erwartet Sie abends eine Lichterfahrt durch die märchenhaft erleuchtete Hauptstadt und ein Abschiedsessen, bevor Sie am Morgen des 22. Reisetages zurück nach Deutschland fliegen.

 

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