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525 Iran Wüsten Reise - Dasht-e Lut intensiv
Geländewagen-Expedition in die Dasht-e Lut, zu Mondbergen und gigantischen Sanddünen



1.-2. Tag: Anreise über Teheran nach Birjand
Flug von Frankfurt bzw. (bei einigen Terminen von Wien) nach Teheran (Tehran) und Ankunft dort am Abend. Bereits am nächsten Morgen fliegen wir weiter nach Birjand, wo wir am Mittag des 2. Tages von unserem Wüstenteam erwartet werden. In Birjand versorgen uns mit frischen Lebensmitteln und Treibstoff und übernachten einmal in einem kleinen Hotel.

3.-9. Tag: Querung der Wüste Dasht-e Lut
Bereits am Mittag des 3. Tages erreichen wir die Einfahrt in die Wüste. Zunächst schlängeln wir uns durch schmale Durchlässe in einem kleinen buntfarbigen Gebirgsstock und gelangen über eine weite, von Salzseen geprägte Ebene in die Region um den Berg Kuh-i Malik Mohamad, der schon dem österreichischen Reisenden und Forscher Alfons Gabriel zur Orientierung diente. Er war es auch, der diesem Berg überhaupt einen Namen gab.
Wir genießen die ersten Stunden in den Dünen, die hier noch relativ dicht bewachsen sind. Wenig südlich branden diese Dünen an einen kleinen Bergstock, der aus äußerst scharfkantigem Gestein besteht. Nach seiner Querung erwartet uns eine erste Nacht am Nordrand der Dünen der zentralen Lut.

In den nun folgenden Tagen erkunden wir diese Dünen ausführlich. Ihre höchsten Grate verlaufen überwiegend in Südwestrichtung, doch je weiter wir nach Süden vordringen, desto verwirrender wird das Muster der Dünenzüge. Tief greifen hier die Finger der riesigen Sterndünen ineinander. Eines unserer Ziele ist das "Tal der Meteoriten", eine Gegend der Wüste, in der Reste eines außerirdischen Himmelskörpers verstreut liegen. Diese Gesteine zeichnen sich in erster Linie durch ihren hohen Eisengehalt aus und sind daher besonders schwer.

Bewuchs treffen wir in dieser Sandwüste nur selten an, doch manchmal steht eine einsame Akazie in einem Dünental und spendet willkommenen Schatten für ein Mittags-Picknick. Mehrere Tage sind wir zwischen den turmhoch aufragenden Dünenriesen unterwegs und müssen dabei immer wieder steile Sandhänge überwinden.

Dann wenden wir uns gen Westen und queren die flacheren Ebenen der zentralen Lut. Hier überdecken mächtige, einzeln stehende Sterndünen einen flachen Wüstenboden, aus dem nur dann und wann schon bizarr geformte Überbleibsel eines ehemaligen Meeresbodens aufragen. Ein wenig erinnern diese Kalksteinmonolithe an die Formationen der ägyptischen Weißen Wüste.

Je weiter wir nach Westen gelangen, desto höher erheben sich vor uns die Kaluts, von Wind und Sand stromlinienförmig erodierte Kalksteinfelsen. Sie sind scharfgratig und stehen in langen, parallelen Reihen hintereinander. Zwischen den oft bis zu hundert Meter hohen Riegeln erstrecken sich weite, ringförmige Arenen, in deren Zentren abflusslose Senken liegen. Gleich Trichtern sind ihre Ränder durch übereinander liegende weiße Kalksteinbänder gegliedert. Entlang der Kaluts bewegen wir uns nun weiter nach Süden und erreichen schließlich am 8. Reisetag die Wüste Zang-i Ahmad, die die Lut nach Süden hin begrenzt.

Nach einer letzten Nacht in der Wüste gelangen wir am 9. Tag in einstmals bewohnte Regionen. Aufgelassene Oasen mit teils stark verwitterten Lehmbauten und vereinzelte Signaltürme bieten uns Orientierung. Schließlich erreichen wir die Asphaltstraße und bald darauf die alte Karawanenstadt Bam. Hier übernachten wir erstmals wieder in einem Hotel und erkunden in den Nachmittagsstunden den größten Lehmbau weltweit – die Zitadelle Arg-e Bam, die nach dem schweren Erdbeben im Jahr 2003 zum Weltkulturerbe erklärt wurde und derweil wiederaufgebaut wird.

10.-11. Tag: Qal'eh Hasan Ali und Yazd – Vulkane und Oasen am Westrand der Lut
Am Morgen des 10. Tages befahren wir Neuland: Nordwestlich von Bam erheben sich die Vulkan von Qal'eh Hasan Ali. Auf den Satellitenbildern lassen sich Vulkankrater erkennen, in deren Schloten sich insgesamt 14 Maare gebildet haben. Wir erkunden diese Landschaft und übernachten hier auch in unseren Zelten.

Gleich dem Arg-e Bam schützten sich die Bürger Rayans durch eine gänzlich aus Lehm erbaute Stadtmauer, die - wenn auch nur vier Hektar groß - einem Palast und einem Wohnviertel mit allen Einrichtungen einer Stadt wie Moscheen, Basaren und Qanaten Platz bot. Wir fahren Rayen am Morgen des 11. Tages an.

Anschließend geht es weiter nach Mahan. Am Rande hoher Berge liegen der kleine Ort und der Garten des Bagh-e Shazdeh (UNESCO Weltkulturerbe), bei dessen Anlage die Architekten geschickt die aus den Bergen herabkommenden Bäche nutzten, um eine Wasserlandschaft zu erschaffen, die in der Tradition der altpersischen Paradiesgärten steht und zum Verweilen einlädt.

Schließlich steuern wir Yazd an. Trotz des trockenen Klimas zeigt sich die Stadt dank der bis zu 50 km langen Bewässerungskanäle erstaunlich grün. Im 5. Jahrhundert gegründet, erlebte Yazd im 14. und 15. Jahrhundert aufgrund seiner begehrten Teppiche und Seidenstoffe eine Blütezeit.

Wir erkunden am Nachmittag des 11. Tages oder Morgen des 12. Tages sowohl den Basar und die unter UNESCO-Schutz stehende Altstadt — noch fast vollständig von einer Lehmziegelmauer umgeben — mit ihren prächtigen Moscheen und Mausoleen als auch die gewaltigen Schweigetürme der Zoroastrier, wo früher deren Tote ausgesetzt wurden. Mit etwas Glück können wir auch einen Zurkhaneh besuchen. Dieser jahrhundertalte Sport wird gleichermaßen zur körperlichen wie geistigen Ertüchtigung betrieben.

12.-14. Tag: Die Wüste Dasht-e Kavir
Nur etwa 50 Kilometer nördlich von Yazd erreichen wir mit Meybod eine weitere mittelalterlich anmutende Oase in Lehmbauweise. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören ein Taubenturm, ein Eishaus, eine Zisterne und eine Karawanserei, in der ein kleines Museum für die typischen Zilu-Teppiche aus Meybod untergebracht ist.

Außerdem statten wir auf unserem Weg in die Kavir der Teppichstadt Na‘in einen Besuch ab, deren ehemals bedeutender Basar allerdings heute nur noch architektonisch in Erscheinung tritt und kaum noch Händler anzieht. Einen guten Eindruck von der damaligen Grandezza der alten Handelsfamilien vermittelt die Innenausstattung des Pirnia-Herrenhauses aus dem 15. Jh.

Die Wüstenoase Anarak wird von zahlreichen alten Windtürmen überragt. Hier verlassen wir erneut bewohnte Gegenden und suchen uns einen Weg in die Rig-e Djinn – die Geistersande. Die Dasht-e Kavir ist eine eher flache, von riesigen Salzpfannen bestimmte Wüste. Nur in wenigen Gebieten wie den Rig-e Djinn bestimmen Sanddünenfelder die Landschaft. Anders als in der Lut sind die Dünen hier teils dicht mit knorrigen Sträuchern bewachsen, und insbesondere in den Frühlingsmonaten sprießen eine Vielzahl von Gräsern und Blumen.

Wir übernachten noch zweimal in den Sanden, bevor wir am Mittag des 14. Tages den Namak-Salzsee erreichen. Wenn noch ausreichend Zeit bleibt, fahren wir auf einem schmalen Damm ein Stück weit auf diese glänzende Salzfläche, bevor wir endgültig wieder Asphalt unter den Rädern haben und über die Autobahn via Qom in die Hauptstadt gelangen.

Am Abend verabschieden wir uns in Tehran mit einem gemeinsamen Essen von unserer Crew und übernachten ein letztes Mal in einem Hotel.

15. Tag: Das Ende der Reise
Am frühen Morgen des 15. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt bzw. (bei einigen Terminen) Wien.

Hinweis zu Anmeldefrist und Visum
Anmeldungen müssen mindestens 4 Wochen vor Reisebeginn erfolgen, da wir für Sie in Iran eine Visareferenznummer beantragen muss. Dazu benötigen wir bei Anmeldung Ihre Reisepasskopie, die Namen Ihrer Eltern, die Adresse Ihres Arbeitgebers samt Angabe Ihrer Arbeitsposition und Ihres Arbeitsbereichs sowie die Auskunft, ob Sie bereits im Iran waren (mit Datumsangabe).
Bei dieser zweiwöchigen Reise erhalten Sie bei einer späten Anmeldung Ihr Visum am Flughafen in Tehran.

Dreiwöchige Expeditionen in die großen persischen Wüsten
Zusätzlich zu dieser Expedition bieten wir zwei dreiwöchige Geländewagenreise an.

Die eine beinhaltet zusätzlich zur Querung der Lut eine umfassende Erkundung der Dasht-e Kavir. Hier ist der Link: “Iran Wüsten Reise in die großen persischen Wüsten ”

Die zweite ist eine Sonderreise, bei der wir bis Bandar Abbas fliegen und zunächst die Inseln im Persischen Golf erkunden, bevor wir die Dasht-e Lut von Süd nach Nord queren. Hier gelangen Sie zu dieser Reise, die wir nur erstmals über Silvester 2015/2016 anbieten: “Iran Wüsten Reise: Persischer Golf & Wüste Lut”

 

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