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533 Usbekistan: Kultur und Kunsthandwerk der Seidenstraße
Erlebnis- und Kultur Reise: Kunsthandwerker und Künstler an der Seidenstraße, im Hissar-Gebirge und im Ferghana-Tal erleben



1.-3. Tag: Anreise nach Taschkent und Termez
Flug von Frankfurt nach Taschkent und Transfer ins Hotel. Der nächste Tag steht ganz im Zeichen der Hauptstadt Usbekistans. Bei der Besichtigung konzentrieren wir uns besonders auf die noch erhaltenen Bauwerke der Shaibaniden, einer Dynastie, deren verschiedene Zweige Jahrhunderte lang die Geschicke Usbekistans bestimmten. Im Museum für Angewandte Kunst, das in einem alten Adelshaus residiert, begegnet uns erstmals das reichhaltige kunsthandwerkliche Repertoire Usbekistans. An die Tradition eines jahrhundertealten Handelszentrums an der Großen Seidenstraße knüpft der städtische Basar an, überdacht von einer weitläufigen modernen Markthalle.

Am Abend des 2. Tages fliegen wir nach Termez, städtisches Zentrum im äußersten Süden Tadschikistans. Die Lage am Amu Darya, einem der großen Ströme Zentralasiens, hat den Ort bereits früh zu einem Handelsknotenpunkt der Seidenstraße gemacht. Entsprechend blickt Termez auf eine mehr als 2.000 Jahre alte Vergangenheit zurück, doch ist davon nicht mehr so viel erhalten wie etwa in Samarkand oder Buchara.

Am 3. Tag nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Stadtbesichtigung. An den Resten der ehemals buddhistischen Zentren Kara-Tepe und Fayaz-Tepe zeigt sich die besondere Rolle, die Termez für die Geschichte Usbekistans gespielt hat. Die Ursprünge der Festung Kirk Kiz reichen zurück bis ins 12. Jahrhundert.

4.-5. Tag: Im Hissar-Gebirge
Boysun, das wir am 4. Tag ansteuern, ist ein Zentrum der Teppichweberei und -knüpferei. Es liegt inmitten der Hügel- und Berglandschaft Hissar, in der die traditionelle usbekische Lebensweise noch sehr lebendig ist. Ein Besuch in einem kleinen Museum und einer Handwerks-Kooperative gibt Auskunft über die verwendeten Materialien - Wolle und Seide - und die Herstellungstechniken.

Am 5. Tag lernen wir in und um Boysun andere Handwerkszweige kennen. Wir erfahren, wie Tjubetejkas (die traditionellen usbekischen Kappen) entstehen, und schauen Lederhandwerkern und Instrumentenbauern über die Schulter.

6.-8. Tag: Buchara
Von den Ausläufern des Hissar-Gebirges, in denen Boysun liegt, machen wir uns auf nach Buchara, umgeben von einer flachen, landwirtschaftlich intensiv genutzten Steppenlandschaft. Zur Zeit der Seidenstraße lebten hier berühmte Gelehrte und Dichter, darunter der islamische Philosoph und Arzt Ibn Sina alias Avicenna – seine Gesamtdarstellung der abendländischen Heilkunde, im 12. Jahrhundert geschrieben, blieb für ein halbes Jahrtausend grundlegendes Lehrbuch an den medizinischen Fakultäten Europas.

Die große Vergangenheit des Ortes kommt in einer Vielzahl architektonischer Zeugnisse zum Ausdruck. Wir nehmen uns den ganzen 7. Tag Zeit, um die Zitadelle, die reichgeschmückten Moscheen und traditionsreichen Medresen (Koranschulen) anzuschauen. Auch hier hat Handwerk eine lange Tradition, unter anderem in Form von Ikat-Webereien und Keramikprodukten.

Am 8. Tag unternehmen wir einen Ausflug in die Umgebung Bucharas und lernen in Gichduvan eine weitere prachtvolle Madrasa kennen. Die Kleinstadt ist berühmt für ihre besondere Tonware, die sich durch einen türkis-blauen Farbüberzug auszeichnet. Auch die lokale Küche genießt in Usbekistan einen ausgezeichneten Ruf. In Vobkent treffen wir anschließend auf ein knapp 30 Meter hohes Minarett aus dem 12. Jahrhundert, bevor wir in unser Hotel in Buchara zurückkehren.

9.-11 Tag: Samarkand
Per Zug fahren wir am Vormittag des 9. Tages nach Samarkand. Nach einer angemessenen Ruhepause beginnen wir nachmittags mit der Stadtbesichtigung und setzen sie am 10. Tag fort.

"Glanzvolles Antlitz der Erde" lautet der stolze Beiname Samarkands. Mehr als 2.500 Jahre Geschichte machen es zu einer der ältesten Städte der Welt. Das ehemals blühende Kultur- und Handelszentrum im Schnittpunkt der Karawanenwege ist heute eine moderne Großstadt, die nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.

Den unbestrittenen architektonischen Höhepunkt bildet der Registan im Herzen Samarkands, flankiert von gleich drei reich verzierten und gewaltig großen Madaris (Koranschulen). Kaum weniger prachtvoll sind die anderen Bauwerke, die auf unserem Weg liegen: das Gur Emir oder "Grab des Gebieters", in dem Timur begraben liegt; die Moschee Bibi Khanum, schließlich die Sternwarte des Ulugbek, Ausdruck der hochkarätigen Wissenschaftstradition Samarkands.

Die Seidenstraße hat auch in Samarkand handwerkliche Fertigkeiten gefördert. Am 11. Tag besuchen wir in Konigil eine Manufaktur zur Herstellung von Seidenpapier nach traditioneller Art. Anschließend fahren wir nach Schahr-e Sabs. Die Geburtsstadt Timurs wird beherrscht von den mächtigen Ruinen des Ak Sarai, des Weißen Palastes, der eigentlich himmelblau war – sein Name hatte, wie so oft in Usbekistan, symbolische Bedeutung und diente hier als Ehrentitel. Noch in ihrem Verfall zeugt die prächtige Sommerresidenz Timurs von ihren ehemals riesigen Ausmaßen. Übernachtung in Samarkand.

12.-13. Tag: Im Fargana-Tal
Am Vormittag des 12. Tages bringt uns ein Zug nach Taschkent, von wo aus wir weiter nach Kokand fahren. Kokands Vorgängerin Khavakend war eine wichtige Station der Karawanenstraßen von Indien und China und gleichzeitig das wirtschaftliche und religiöse Zentrum des Fargana-Tales. Sie wurde im 13. Jahrhundert von den Mongolen zerstört. Die heutige Stadt entstand erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Der Kumtepe Basar, den wir am kommenden Morgen besuchen, ist eine ideale Gelegenheit, um die Vielfalt der in der Region hergestellten Ikat-Webereien zu erleben. Anschließend geht es weiter in die benachbarte Seidenstadt Margilan, die besonders für ihre Webtradition bekannt ist. Diese kann man bis heute hier erlernen. Ein anderer örtlicher Handwerkszweig ist der Musikinstrumentenbau.

Ziel des heutigen Tages ist Fargana, ein recht junger Ort, dessen Gründung als russische Garnisonsstadt auf das Jahr 1876 zurückgeht. Charakteristisch sind die weiten, baumbestandenen Alleen, gesäumt von Häusern im zaristischen Kolonialstil des 19. Jahrhunderts.

14.-15. Tag: Taschkent und das Ende der Reise
Auf dem Rückweg nach Taschkent machen wir noch einmal Station in Kokand, Der Palast des Khans Xudayar mit seiner 70 Meter langen, reich verzierten Fassade stammt aus der Blütezeit der Stadt. Von hier wurde im 19. Jhd. das Khanat von Kokand regiert, das bis ins heutige Kasachstan reichte. Neben der Heimat der Khane zu Lebzeiten besuchen wir mit dem Friedhof auch ihre heutige Ruhestätte. Hinter dem überkuppelten Portal des Friedhofs erwarten uns überdies die Mausoleen und Gräber der wichtigsten Bewohner Kokands. Die Madaris Kamal-Kasi, wo wir unser Augenmerk besonders auf das auffällig gestaltete Portal richten, Ja-Mir und Naburtabik verweisen auf die einstige religiöse Bedeutung Kokands.

Beim Abendessen in Taschkent nehmen wir Abschied von Zentralasien, verbringen eine kurze Nacht im Hotel und beginnen mit einem frühen Flughafentransfer die Rückreise nach Deutschland.

 

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