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366 Nuba
16tägige Geländewagenexpedition/3tägiges Trekking/Wanderungen


Expedition in die Nuba-Berge im zentralen Sudan; bekannt geworden durch die Fotoreportagen Leni Riefenstahls
Erkundung kolonialzeitlicher Relike wie des Staudammes bei Sennar und des Palastes auf dem Djabal Moya
Fahrt durch das Gebiet der Shilluk, Nuba und Fulani mit zahlreichen kleineren Wanderungen
3tägiges Trekking in de Nuba-Bergen zum Djabal Tosi
zu Beginn und am Ende der Reise je ein voller Tag in Khartum
Besuch der Nuba-Ringkämpfe nördlich Khartums
Anforderungen: E-II

Sie nennen sich Kau, Werni, Moro, Tira oder tragen einen der mehr als 50 anderen Stammesnamen. Ihre Heimat liegt im Zentrum des heutigen Sudan. Ganz unvermittelt wachsen dort aus einer ansonsten konturlosen Ebene felsige Hügel und Berge empor: die Djibal an-Nuba. Diese Reise führt in eine Gegend, deren Bewohner noch in den 1970er Jahren als „Menschen wie von einem anderen Stern“ galten.
So jedenfalls beschrieb es die umstrittene deutsche Fotografin und Filmregisseurin Leni Riefenstahl. Mit Bildbänden und Medienauftritten formte sie die Nuba zum Inbegriff der „edlen Wilden“ – auch wenn diese Idealisierung bereits zu ihrer Zeit deutliche Risse aufwies. Die Nuba-Stämme, seit jeher Bauernkulturen, sprechen unterschiedliche Sprachen und lebten lange Zeit für sich. Erst der Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südsudan, der zwischen 1987 und 2001 auch in den Djibal an-Nuba wütete, weckte ein übergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl. Unsere Reise zeigt eine erst kürzlich befriedete Region, das dabei ist, sich neu zu definieren. Am Djabal Moya staunen wir über das gewaltige „Haus der Felsblöcke“ des englischen Archäologen und Philantropen Sir Henry Wellcome, besuchen im Rahmen eines Trekkings die noch weitgehend traditionellen Nuba-Dörfer Kau, Niaro und Fungur, erkunden dort und anderswo die Realität jenseits der Bildergeschichten Leni Riefenstahls und genießen den weiten Blick von den Granithängen des Djabal Tosi.

Die Reise erfordert viel Aufgeschlossenheit und den Mut, kulturelle Identitätsfindung und Bürgerkriegsnarben als Teile eines Ganzen zu sehen. Das Trekking und wiederholt eingestreute Wanderungen erfordern keine besondere Kondition. Wer der Reise zusätzlich einen archäologischen Akzent verleihen möchte, kann im Anschluss die Verlängerungswoche „Klassisches Nubien“ dazubuchen.

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Stand: 03.09.2010 /