NOMAD. Reisen zu den Menschen.
Julietta Baums Travel
Albertinumweg 5, 54568 Gerolstein
tel +49-6591-94998-0, fax 94998-19, info@nomad-reisen.de


KOMFORT
550 - Seidenstraße umfassend: Tien Shan Gebirge und Kyzylkum Wüste
Kultur- und Natur Rundreise. Mit Wanderungen am Son Kul in Kirgistan und den Nurata-Bergen in Usbekistan.
Asien - Kyrgystan, --Usbekistan~UZ

26-tägige Kultur- und Naturreise durch Kirgistan und Usbekistan
Schluchten und Seen des kirgisischen Hochlands mit Hirtenleben am Son Kul
Wanderungen in den Walnusswäldern von Arslanbob und im Nurata-Gebirge
Erkundung der Städte und Handwerkstraditionen im Ferghanatal
Seidenstraßen-Städte Samarkand, Buchara, Chiwa und Osh

Händler und Herrscher, Hirten und Handwerker stehen im Zentrum dieser Entdeckungsreise durch Kirgistan und Usbekistan. Die Route beginnt auf den Hochweiden des Tien Shan Gebirge und endet in den Niederungen der Kyzylkum-Wüste. Dabei folgt sie der Großen Seidenstraße mit ihrer Jahrtausende alten Stadtkultur und den glanzvollen Bauwerken in Samarkand, Buchara und Chiwa.

Den prächtigen Moscheen, Medresen und Palästen von Timur, Babur und anderen Herrschern aus der Blütezeit der Seidenstraße widmen wir ausführliche Besichtigungen. Mindestens ebenso viel Gewicht kommt der bis heute lebendigen Handwerkstradition zu - von den Töpfern und Webern im Ferganatal bis zur Puppenwerkstatt in Buchara.

Der dritte Schwerpunkt der Reise besteht aus Naturerlebnissen und Begegnungen mit Nomaden und ihren Herden. Am Südufer des Issyk-Kul, des zweitgrößten Gebirgssees der Welt, erkunden wir die mächtigen Sandsteinformationen des Jety-Oguz-Tals und erreichen auf dem Hochplateau im Gebiet des Son-Kul-Sees eine weite Gebirgslandschaft mit ausgedehnten Sommerweiden. Wir wandern durch die Walnusswälder von Arslanbob, wohnen bei Bergbauern im Nurata-Gebirge und baden im Seewasser des Aydar Kul in der Kyzylkum-Wüste. Überall erleben wir eine Kultur der Gastfreundschaft und den Stolz auf eine ebenso lange wie bewegte Geschichte.


1.-2. Tag: Anreise nach Bishkek (Kirgistan)
Flug von Deutschland via Istanbul nach Bishkek und Ankunft dort am frühen Morgen des folgenden Tages. Am Vormittag nehmen wir uns Zeit, um uns vom Nachtflug auszuruhen.

Nachmittags starten wir zur Erkundung der kirgisischen Hauptstadt. Bishkek liegt auf rund 800 Metern Höhe am Rand eines westlichen Ausläufers des Tien Shan und geht ursprünglich auf eine Karawanenstation der Seidenstraße zurück. Ihr heutiges Aussehen - Schachbrettmuster, repräsentative Boulevards, aufwändig gestaltete öffentliche Gebäude - trägt den Stempel der Sowjetzeit und bietet zentralasiatisches Großstadtleben.


3.-4. Tag: Entlang dem Kungei-Alatau zum Issyk-Kul
Am nächsten Morgen führt uns der Weg nach Tokmok. Nicht weit davon, am Rand einer fruchtbaren Ebene, lag vom 11.- bis 14. Jahrhundert die Handelsstadt Balasaghun. Aus ihren Ruinen ragt der imposante Rest des sorgfältig gemauerten Burana-Turms hervor. Er gilt als das älteste Minarett Zentralasiens.

Von dort folgen wir dem Gebirgszug des Kungei-Alatau, das uns linkerhand begleitet, in Richtung Westen zu dem Kurort Cholpon Ata. Er liegt an den Ufern des Issyk-Kul, des „warmen Sees“, wie ihn die Kirgisen nennen, weil er niemals zufriert. Mit einer Fläche von mehr als 6000 Quadratkilometern ist er das bei weitem größte Gewässer des Landes und zugleich der zweitgrößte Gebirgssee der Welt. Manche Karawane, die der Großen Seidenstraße folgte, hat an seinen Ufern und Zuflüssen gelagert, angezogen von dem Wasserreichtum und den vergleichsweise niedrigen Gebirgspässen der Umgebung.

Nach einer Übernachtung steuern wir - immer am See entlang fahrend - die Kleinstadt Karakol an, bekannt geworden durch den russischen General und Asienforscher Nikolai Przywalski, der in der Nähe begraben liegt und hier mit einem Museum geehrt wird. Wir schauen uns ein wenig in der Stadt und im Museum um und sind abends voraussichtlich zu Gast bei einer der hier ansässigen uighurischen Familien. Die angestammte Heimat der Uighuren ist eigentlich die südöstlich gelegene chinesische Provinz Xinjiang, doch sind sie nicht auf dieses Gebiet beschränkt - ein Charakteristikum Zentralasiens, dessen zahlreiche Volksgruppen oft über die Grenzen der modernen Nationalstaaten verstreut leben.


5.-8. Tag: Im kirgisischen Hochland
Am Morgen des 5. Tages machen wir uns zur Jety-Oguz-Schlucht auf, die am Südufer des Issyk-Kul liegt und deren von der Natur gemeißelte Sandsteinfiguren zahlreichen Legenden Nahrung geben. Wer mag, geht am Nachmittag zu fuß oder zu Pferd auf Erkundungstour. Wir übernachten in einer Jurtensiedlung.

An Tag 6 geht es weiter am Südrand des Issyk-Kul entlang. Später schrauben wir uns über die kleine Bezirkshauptstadt Kochkor zum rund 3.000 Meter hoch gelegenen Son Kul hinauf, dessen Ufer wir gegen Abend erreichen.

Der See ist umgeben von Viertausendern und weiteren Gipfeln, die knapp darunter liegen. Die Region gilt als das klassische Sommerweide-Gebiet Kirgistans. Mehr als anderswo zeigt sich hier, dass die Kirgisen ihrer Herkunft nach Nomaden sind. Daran ändert auch die Politik der Sowjetzeit nichts, der es in Jahrzehnte langen Bemühungen gelang, die Bevölkerung dieses von Gebirgen durchzogenen Landes in den Tälern ansässig zu machen.

Wer immer heute Pferd, Schaf oder Yak sein eigen nennt, vertauscht seine enge Stadtwohnung im Sommer mit Wind und Weite der Hochebenen. In den Jurten, die dort wie Pilze aus dem Boden wachsen, finden ganze Großfamilien Platz. Während der warmen Monate führen die Kirgisen (Kyrgysen) ihr angestammtes Hirtenleben, lernen von Kindesbeinen an zu reiten, gönnen sich und dem Vieh den größtmöglichen Auslauf und pflegen alte Bräuche wie die Falken- und Adlerjagd.

Auch wir sind einen Tag lang unterwegs (wer will, kann dafür auch ein Pferd mieten), verlieren uns in der herben Gebirgslandschaft und stoßen vielleicht auf eine der unüberschaubaren Edelweißwiesen, für die die Gegend um Son Kul bekannt ist. Vor allem teilen wir den Alltag der Menschen hier, deren Leben ganz und gar um ihre Herden kreist, und übernachten selbstverständlich in einer Jurte.

Am 8. Tag machen wir uns zu Fuß zum Kyzart-Pass (2.664 m) auf und erleben die Weidelandschaft noch einmal aus der Perspektive des Wanderers. Nach einem Picknick treffen wir auf den Kleinbus und fahren weiter in das Bergdorf Chaek, wo wir in einer Familienunterkunft übernachten und wo es auch beim Abendessen ganz familiär zugeht. Wer die Wanderung zum Kyzart-Pass nicht mitmachen möchte, kann den Tag ruhig angehen lassen und fährt mit dem Auto zunächst zurück nach Kochkor. Dort bietet sich die Gelegenheit, bei einem Besuch in einer traditionellen Werkstatt zu erfahren, wie die landestypischen Filzteppiche entstehen. Am Kyzart-Pass vereinigt sich die Reisegrupe wieder zur Weiterfahrt nach Chaek.

ANMERKUNG: Die Höhenlage des Son Kul bringt es mit sich, dass es nach längeren Wintern dort oben im Mai noch sehr kalt ist. In diesem Fall weichen wir auf die benachbarten, aber rund 1.000 Meter tiefer gelegenen Sommerweiden von Saryla-Saz aus. Das Programm - die Übernachtung in traditionellen Jurten und die Möglichkeit, einen Tag lang an dem Leben der Nomaden, die mit ihren Herden dort unterwegs sind, teilzuhaben - bleibt das Gleiche. Einzige Änderung: Wir bleiben in der Jety-Oguz-Schlucht (Tag 5) nicht über Nacht, sondern erkunden die dortige Sandsteinlandschaft während einer kurzen Wanderung und fahren dann am selben Tag weiter nach Kochkor, wo uns eine Familienunterkunft erwartet. An Tag 6 - nach dem Besuch der Filzteppichwerkstatt - erreichen wir nach kurzer Fahrt das Weidegebiet von Saryla-Saz, wo wir zwei Nächte in Jurten verbringen und tagsüber das Hirtenleben genießen. Tags darauf fahren wir über den Kyzart-Pass nach Chaek.


9.-11. Tag: Über Arslanbob nach Osh
Am 9. Tag richten wir uns nach Südwesten. Hier liegt die fruchtbare Hochebene von Suusamyr - schneeweiß im Winter, ein Blütenmeer im Frühling, Pferdeland im Sommer und windig im Herbst. Unterwegs machen wir einen Stopp im Kokomeren-Tal, dessen Fluss voller Stromschnellen ist und zu einem Spaziergang einlädt. Immer wieder werden wir Nomaden mit ihren Herden sehen und vielleicht auch Gelegenheit haben, uns mit ihnen zu unterhalten.

Nach einer Übernachtung in einem einfachen Gasthaus steuern wir an Tag 10 die kleine Stadt Arslanbob an. Der benachbarte wilde Walnusswald gilt als einer der größten weltweit und soll schon von Alexander dem Großen geschätzt worden sein. Über ihn fanden kirgisische Walnüsse bereits in der Antike den Weg nach Europa. Zu Fuß erkunden wir Teile dieses ausgedehnten Waldlandes, zu dessen Attraktionen im Frühling und Sommer unter anderem zwei Wasserfälle zählen. Übernachtung in einem Homestay.

Der 11. Tag bringt uns nach Osh. Die zweitgrößte Stadt Kirgistans liegt bereits im fruchtbaren Ferganatal und wird oft als Hauptstadt des Südens bezeichnet. Daneben wurde die Stadt auch als Wallfahrtsort bekannt. Schon der Prophet Sulayman soll hier auf einem hohen Kalksteinberg gebetet haben, der als Thron Sulaymans verehrt wurde. Auch wir werden die heiligen Stätten der Muslime besuchen und genießen danach das pulsierende Leben auf dem Basar.


12.-13. Tag: Im Ferganatal
Heute verlassen wir Kirgistan und überschreiten die usbekische Grenze. Die kommenden zwei Tage stehen ganz im Zeichen des Ferganatals, das sich Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan teilen und das seit jeher eine zentrale Rolle in der Geschichte Mittelasiens spielt. Die Seidenstraße hat hier nicht nur Baudenkmäler, sondern auch uralte Handwerkstraditionen hinterlassen.

Zunächst statten wir dem ausgedehnten Kumtepa Basar in der Seidenstadt Margilan einen Besuch ab. An Donnerstagen und Sonntagen strömen die Menschen von weither hier zusammen, um lokale und importierte Waren zu verkaufen und zu erwerben. Dort werden unter anderem Ikat-Seidenstoffe verkauft. Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen haben, fahren wir in die Nachbarstadt Fergana, Dieser recht junge Orte entstand 1876 als russische Garnisonsstadt. Charakteristisch sind die weiten, baumbestandenen Alleen, gesäumt von Häusern im zaristischen Kolonialstil des 19. Jahrhunderts.

Nach einer Übernachtung geht es am nächsten Tag zunächst zurück nach Margilan, das sich zunehmender Bedeutung erfreut. Im Zuge der Wiedererstarkung des Islam in Zentralasien in den 90er Jahren wurde in Margilan die Madrasa Bahaheddin Margilani erbaut. Auf dem immerhin 15 Hektar großen Gelände studieren zweitausend Studenten in den Fachbereichen Theologie, Medizin, Jura und Pädagogik. Vorherrschendes Handwerk ist die Weberei, aber auch Musikinstrumente werden hier gebaut.

Unser nächstes Ziel heißt Rushtan, das dank seiner reichen Tonvorkommen auf eine mehr als 800-jährige Töpfertradition zurückblickt. Die Töpferei ist hier immer noch lebendig und umfasst eine große Bandbreite an Formen und Farben.

In Kokand lernen wir den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Tals kennen. Kokands Vorgängerin Khavakend war eine wichtige Station der Karawanenstraßen von Indien und China und gleichzeitig das wirtschaftliche und religiöse Zentrum des Farghanatales. Sie wurde im 13. Jhd. von den Mongolen zerstört. Die heutige Stadt entstand erst zu Beginn des 18. Jhds. Der Palast des Khans Xudayar mit seiner 70 Meter langen, reich verzierten Fassade stammt aus der Blütezeit der Stadt. Von hier aus wurde im 19. Jhd. das Khanat von Kokand regiert, das bis ins heutige Kasachstan reichte.

Ziel des heutigen Tages ist die usbekische Hauptstadt Taschkent.


14.-16. Tag: Taschkent und Samarkand
Am nächsten Tag nutzen wir die Gelegenheit, die usbekische (uzbekische) Hauptstadt näher kennen zu lernen. Zum ersten Mal stehen wir staunend vor dem riesigen, mit Fayencen geschmückten Portal einer Madrasa, wie sie für die traditionsreichen Handelsmetropolen der Großen Seidenstraße typisch sind. Drum herum winden sich die Gassen einer Altstadt, die ihr Aussehen in den vergangenen anderthalb Jahrhunderten nur wenig verändert hat.

Am späteren Nachmittag bringt uns eine gut zweistündige Zugfahrt nach Samarkand, wo wir uns für drei Nächte in einem Hotel in der Altstadt einquartieren.

"Glanzvolles Antlitz der Erde" lautet der stolze Beiname dieser Metropole. Mehr als 2500 Jahre Geschichte machen sie zu einer der ältesten Städte der Welt. Nirgendwo anders als hier nehmen die Märchen aus Tausendundeiner Nacht ihren Anfang. Samarkand, ehemals eine der glanzvollsten Stationen entlang der Großen Seidenstraße, blühendes Kultur- und Handelszentrum im Schnittpunkt der Karawanenwege, ist heute eine moderne Großstadt, die nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.

Den unbestrittenen architektonischen Höhepunkt bildet der Registan im Herzen Samarkands: Von Timur zum Handelszentrum seiner Reichshauptstadt erkoren und anschließend von seinem Sohn Ulugbek repräsentativ ausgebaut, wird der Platz gleich von drei reich verzierten und gewaltig großen Madaris (Koranschulen) flankiert. Sie schmückten den Mittelpunkt eines gigantischen Imperiums, das sich zeitweise vom Ganges bis zum Mittelmeer erstreckte.

Kaum weniger prachtvoll sind die anderen Bauwerke, die auf unserem Weg liegen: das Gur Emir oder "Grab des Gebieters", in dem der als grausamer Eroberer gefürchtete und als verschwenderischer Bauherr gepriesene Timur begraben liegt; die Moschee Bibi Khanum, geschaffen von den fähigsten Architekten und Handwerkern des mittelalterlichen Orient und dennoch aufgrund ihrer kolossalen Ausmaße und wiederholter Erdbeben schon bald nach ihrer Fertigstellung in Teilen zusammengestürzt; die Sternwarte des Ulugbek, Ausdruck der hochkarätigen Wissenschaftstradition Samarkands; schließlich die Gräberstraße Shah-e-Sinda mit ihrem märchenhaften Dekor aus vielfarbigen Majolika-Fliesen.

Am 16. Tag unternehmen wir einen Ausflug nach Shakhr-e Sabz (Shahr-e Sabs). Da der kürzere, aber landschaftlich auch viel schönere Weg über einen Pass für Busse gesperrt ist, mieten wir für diesen Tag lokale Fahrzeuge an. Die Geburtsstadt Timurs wird beherrscht von den mächtigen Ruinen des Ak Saray, des Weißen Palastes, der eigentlich himmelblau war – sein Name hatte, wie so oft in Usbekistan (Uzbekistan), symbolische Bedeutung und diente hier als Ehrentitel. Noch in ihrem Verfall zeugt die prächtige Sommerresidenz Timurs von ihren ehemals riesigen Ausmaßen. Zurück in Samarkand, werden wir zum Abend von einer usbekischen (uzbekischen) Familie bewirtet.

Bei der Sonderreise zum Festival "Sharq Taronalari" entfällt der Ausflug nach Shakr-e Sabz am 16. Tag, da wir an diesem Tag sowie am Vormittag des 17. Tages das Festival besuchen.


17.-19. Tag: Nurata-Gebirge und Aydar Kul See
Heute wenden wir uns nach Norden zum Nurata-Gebirge. Diese kleine Bergregion, zwischen Samarkand und dem halbmondförmig gebogenen Aydar Kul gelegen, sticht durch ihre fruchtbaren Täler mit ausgedehnten Wäldern hervor. Neben Walnuss-, Pistazien- und Maulbeerbäumen gedeihen hier alle möglichen Obstsorten, von Aprikosen über Pflaumen und Kirschen bis zu Äpfeln. Ein Reservat im Herzen des Berglandes schützt das andernorts fast ausgestorbene Riesenwildschaf.

Von dem kleinen Ort Sentyab aus unternehmen wir am 17. und 18. Tag Wanderungen in die Umgebung. Wir übernachten in einer von mehreren, über die Täler verstreuten Familienunterkünfte, die erst kürzlich im Zuge eines Projektes zur Förderung des verantwortlichen Tourismus entstanden sind. Die einfachen, sauberen Häuser bestehen aus dem örtlichen Felsgestein, folgen den örtlichen Bautraditionen und sind mit Duschen, Toiletten mit Wasserspülung und gutem Trinkwasser ausgestattet. An dem Projekt war die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) maßgeblich beteiligt.

Am 19. Tag fahren wir zum Aidarkul, der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Hier sind wir bereits in der Kyzylkum-Wüste, die einen reizvollen Kontrast zu den benachbarten Berglandschaften bietet. Mit Stopps an dem imposanten ehemaligen Festungsportal Rabat-i Malik, das seit dem 12. Jahrhundert den Karawanenweg zwischen Samarkand und Buchara säumte, und dem etwa ebenso alten Minarett von Vobkent erreichen wir unser heutiges Tagesziel Buhhara.


20.-21. Tag: Bukhara
Mit Bukhara erleben wir ein weiteres Zeugnis aus der glanzvollen Zeit der Seidenstraße. Um die Stadt herum legt sich eine fruchtbare Oase, getränkt vom Wasser des Sarafshan. Bukhara, das heute ganz im Zeichen der Baumwollverarbeitung steht, war schon vor mehr als 2000 Jahren ein wichtiges Kultur- und Handelszentrum. Hierher kamen nicht nur Kaufleute aus aller Welt, hier lebten auch berühmte Gelehrte und Dichter, darunter der islamische Philosoph und Arzt Ibn Sina alias Avicenna. Seine Gesamtdarstellung der abendländischen Heilkunde, im 12. Jahrhundert geschrieben, blieb für ein halbes Jahrtausend grundlegendes Lehrbuch an den medizinischen Fakultäten Europas.

Die große Vergangenheit der Stadt kommt in einer Vielzahl architektonischer Zeugnisse zum Ausdruck. Wie einen Schatz hütet sie Bukhara innerhalb seiner alten Stadtmauern. Ausgiebig erkunden wir die Zitadelle, die reich geschmückten Moscheen und traditionsreichen Madaris. Eine dieser ehemaligen Koranschulen bildet zwischendurch sogar den festlichen Rahmen eines unserer Abendessen.

Auch das traditionelle Handwerk ist hier mancherorts noch lebendig, selbst so spezialisierte Betriebe wie eine Puppenwerkstatt gibt es hier. Unser Dinner am 20. Tag nehmen wir stilecht in einer Madrasa ein.


22.-24. Tag: Khiva und das Ende der Reise und das Khorezm
Am nächsten Morgen fahren wir durch die Wüste weit nach Westen. Dort erwartet uns gegen Abend Khiva inmitten der riesigen Oase Khorezm, heute ein dicht besiedeltes Gebiet mit intensiv betriebener Landwirtschaft, dessen Bewässerung nahezu die gesamte Wasserkapazität des großen Amu-Darja-Stromes in Anspruch nimmt. Wie ein unüberschaubarer Garten trennt die Oase die „Rote Wüste“ Kyzylkum im Norden von der „Schwarzen Wüste“ Karakum im Süden.

Khiwa selbst erweckt – mehr noch als Bukhara – den Eindruck einer Stadt, durch die gestern noch die schwerbeladenen Karawanen der Seidenstraße zogen, auch wenn die vorbildlich restaurierte Altstadt mittlerweile eher einem Freilichtmuseum gleicht. Umso mehr wird der Weg vom westlichen Stadttor Ata Darwase zu seinem östlichen Gegenstück, dem Palwan Darwase, zum Gang durch ein Stein gewordenes orientalisches Märchen. Neugierig erkunden wir die verwinkelten Gassen mit ihren einfachen Wohnhäusern aus ungebrannten Ziegeln und den vielen reich geschmückten Moscheen, Madaris, Mausoleen und Palästen.

Am 23. Tag unternehmen wir einen Ausflug zu den ausgedehnten, allerdings stark verwitterten Resten von Toprak Kala, einer ehemals bedeutenden Siedlung, die auf das 1.-5. Jahrhundert datiert wird. Im Mittelpunkt der Anlage steht ein Palastareal mit mehr als 100 Räumen, in denen bei den Ausgrabungen z.T. monumentale Wandmalereien und Tonskulpturen sichergestellt werden konnten. Gegen Feinde schützte sich die Stadt durch eine bis zu 15 Meter hohe Mauer aus luftgetrockneten Ziegeln.

In der Umgebung gibt es Reste ähnlich früher Siedlungen, von denen eine aufgrund ihrer ringförmigen Bauweise astronomischen Zwecken gedient haben könnte. Sie alle waren einst wichtige Karawanenstationen auf der Route der Seidenstraße, wurden jedoch verlassen und haben daher kaum architektonische Spuren hinterlassen.


25.-26. Tag: Nukus, Taschkent und das Ende der Reise
Wir verlassen Khiwa Richtung Nordwesten. Unser Weg führt uns nach Nukus, Hauptstadt der Autonomen Republik Karakalpakistan. Der Ort beherbergt mit dem Savitsky Museum eine der berühmtesten Sammlungen Moderner russischer Kunst weltweit – den „Louvre der Steppe“. Im Anschluss geht es zum Flughafen von Urgentsch, von wo aus wir abends nach Taschkent fliegen.

Am Morgen des 26. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug via Istanbul nach Deutschland.


 

TERMINE & PREISE

Termin / Buchungsnr.   Preis in €
08.05.18 - 02.06.18
18-0508KIR550 
3960,00
11.09.18 - 06.10.18
18-0911KIR550 
3960,00
* Die Preise für 2018 sind noch unter Vorbehalt

min 7, max 12 Pers.
Basispreis 3640,00 €
Steuern & Kerosin 320,00 €
 

ZUSATZLEISTUNGEN

Einzelzimmer/-zeltzuschlag 350,00 €
Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch) 95,00 €
ERMÄßIGUNGEN
Ermäßigung  
FrühbucherInnenrabatt (bis 6 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 4% vom Basisreisepreis
FrühbucherInnenrabatt (bis 4 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 2% vom Basisreisepreis
Stammkundenrabatt (ab der 3. Reise direkt über NOMAD gebucht, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 3% vom Basisreisepreis


LEISTUNGEN
Linienflug Deutschland - Bishkek (ab div. deutschen Flughäfen) und Tashkent – Deutschland
Inlandsflug Urgensh-Tashkent
Transfers vom und zum Flughafen
Rundreise im Kleinbus; am Tag 16 in lokal angemieteten PKW
16 Hotelübernachtungen, vorwiegend mit eigenem Bad
9 Funduqübernachtungen (Jurten, Gasthäuser, Familienunterkünfte)
Vollpension
alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
lokale uzbekische Deutsch sprechende Städteguides
lokale Deutsch sprechende Reiseleitungen (Wechsel zwischen den Staaten)


NEBENKOSTEN
Evtl. Miete für Pferde an Tagen 5 und 7 (insges. ca. 24 Euro)
Visum Uzbekistan (derzeit EUR 70,-)
evtl. Video- und Fotogebühren (ca. 5-10 EUR)
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art


REISELEITER
Englisch oder Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in


HINWEISE
Anforderungen: T-I
Höhenunterschiede von insgesamt rund 3.500 Metern eine gewisse Klima- und Höhenverträglichkeit. Ansonsten stellt die Tour keine Ansprüche an die Kondition. Übernachtet wird zur Hälfte in Hotels, zur Hälfte in Jurten, Gasthäusern und Familienunterkünften. Ein landesüblicher Kleinbus sorgt für bequemes Fortkommen.


IHR ATMOSFAIR BEITRAG
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Kyrgystan entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 0 kg.
Durch einen freiwilligen Beitrag von 0 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu finden Sie unter www.atmosfair.de



Stand: 29.08.2017 / p2




Haben Sie Fragen zu dieser Reise oder Ihrem Reiseziel?
Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Email.
Ihr NOMAD-Team

NOMAD. Reisen zu den Menschen.
Julietta Baums Travel
Albertinum
Albertinumweg 5
54568 Gerolstein
tel +49-6591-94998-0, fax 94998-19
info@nomad-reisen.de

Fenster schließen | Seite drucken