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574 - Tadschikistan: Expeditions-Reise im Pamir
Anspruchsvolle Geländewagen-Tour auf das Dach der Welt
Asien - Tadjikistan

Expedition auf eine der entlegensten Hochebenen der Erde
Unterbringung in Gemeinschaftsjurten und privaten Unterkünften
Durch die Täler des Bartang und des Panj, ehemals Zweig der Seidenstraße
zwei jeweils mehrtägige Trekkings mit Kamelen und Yaks als Lasttieren
Preisgekrönte Reise: Go Asia Award 2011 für die innovativste Reise

Diese preisgekrönte Expedition führt auf eine der entlegensten, rauhesten und unbekanntesten Hochebenen der Erde. Zu den Höhepunkten zählen ein zweieinhalbtägiges Kameltrekking mit Nomaden und ein Trekking mit Yaks als Lasttieren im Gebiet des spektakulär gelegenen Zor-Kul-Sees. Die Durchquerung des wilden Bartang-Tals und Reste der alten Seidenstraße an den Ufern des Pjanj runden die Reise ab.

Noch bis vor kurzem war der östliche Pamir als Reiseziel so exotisch wie zu Zeiten Marco Polos, dessen Weg im 13. Jahrhundert auch hier vorbeiführte. Hotels gibt es in diesem versteckten Hochland (noch) keine, private Gastzimmer und wunderschöne Zeltplätze dafür umso mehr. Mit Kamelen ziehen wir durch eine größtenteils vegetationslose, wüstenhafte Umgebung und genießen die Gastfreundschaft der Nomadenjurten. Den höchsten Punkt der Route erklimmen wir ebenfalls zu Fuß: Vom 4.780 Meter hohen Bel-Ayrik-Pass reicht der Blick bei guter Sicht bis zum Hindukusch auf afghanischer Seite. Zum Schluss gelangen wir über einen Zweig der Großen Seidenstraße wieder zurück in die Zivilisation.



1.-3. Tag Anreise nach Dushanbe und Kala-i Khumb
Nachmittags von Frankfurt aus startend erreichen wir Dushanbe in den frühen Morgenstunden. Am späteren Vormittag des zweiten Reisetages, nach einer kurzen, aber hoffentlich erholsamen Nachtruhe, schauen wir uns ein wenig die großzügig angelegte Hauptstadt Tadschikistans an, die in ihrer ursprünglichen Anlage durch breite Boulevards und zahlreiche Parks geprägt ist.

Nachmittags unternehmen wir einen Ausflug zum Fort Hissar, das einen Panoramablick über das gleichnamige Tal bietet.

Am dritten Tag starten wir in Richtung Pamir. Uns erwartet ein reiner Fahrtag auf einer dringend renovierungsbedürftigen Straße, wir müssen nichts weiter tun, als die Landschaft zu betrachten, die an uns vorbeizieht. Die wird zusehends gebirgiger, je weiter wir nach Osten vordringen. Wir folgen den Tälern der Flüsse Tavildara und Vakksh und überwinden mit dem 3.250 m hohen Saghrirdasht-Pass den ersten geografischen Höhepunkt der Tour. Ziel dieser Tagesetappe ist Kala-i Khumb, wo wir in privaten Gastzimmern übernachten.

Die Stadt gehört bereits zum „Gorno-Badachschanskaya Autonomnaya Oblast“ (GBAO), einer bis heute abgelegenen Region, in der im ausgehenden 19. Jahrhundert britische und russische Interessen aufeinander prallten. Resultat dieses „Great Game“ genannten Kräftemessens war die gemeinsame Festlegung der Grenzen des russischen Reiches, die zugleich eine Pufferzone zur britischen Kronkolonie Indien vorsah. So wurde aus dem ansonsten wirtschaftlich unattraktiven Hochland ein strategischer Außenposten Moskaus.

Das ging so weit, das West- und Ostpamir später sogar autonomen Status erhielten und zum „Gorno-Badachschanskaya Autonomnaya Oblast“ zusammengefasst wurden. In administrativer Hinsicht besteht diese Autonomie immer noch, auch wenn die Region heute zum Staatsgebiet Tadschikistans gehört. Mit dem Ende der Sowjetherrschaft endeten allerdings die massiven Subventionen aus Moskau, darunter v. a. Futterexporte für die örtliche Viehhaltung sowie Brennstoff- und Lebensmittelversorgung der stark gestiegenen Bevölkerung. Andererseits eröffnete die Privatisierung der Wirtschaft neue Möglichkeiten, zunächst im Handelssektor, seit kurzem jedoch auch im touristischen Bereich.


4.-5. Tag Im Gebiet des Fedchenko-Gletschers
Heute durchfahren wir zum ersten Mal das Pjanj-Tal, das über viele Kilometer die Grenze zum Nachbarland Afghanistan markiert und in historischer Zeit ein wichtiger Zweig der Seidenstraße war. Doch folgen wir dem Pjanj zunächst nur für eine kurze Strecke und biegen schon bald nach Osten in das Seitental des Vanch ab.

Tags darauf machen wir uns zu einer gut vierstündigen Wanderung auf. Sie führt uns über etwa 13 Kilometer am Vanch entlang bis zu einer Brücke, die vor einiger Zeit von den Schmelzwassern des Flusses zerstört wurde. Im Osten erhebt sich die Gebirgskette "Akademie der Wissenschaften". Der dortige Gletscher "Geografische Gesellschaft“ (Geograficheskogo Obshchestva) gehört zum Eisfluss-System des Fedtschenko, der als weltweit längster Gletscher jenseits der Pole gilt. Nach einem Picknick kehren wir zu Fuß nach Poi Mazar zurück.


6.-8. Tag Durch das Bartang-Tal
Von Poi Mazar kehren wir zurück ins Pjanj-Tal, durchfahren es ein Stück Richtung Süden, verlassen es dann aber erneut nach kurzer Strecke, um ins Bartang-Tal einzubiegen. Die nächsten vier Tage stehen ganz im Zeichen dieses Tals, dessen oft schluchtartiger Charakter seinem Namen – Bartang bedeutet so viel wie „schmaler Durchlass“ – alle Ehre macht und durch dessen enge Windungen wir nach knapp 200 km schließlich das Hochland des Ostpamir erreichen.

Doch zunächst machen wir Station in dem kleinen Dorf Yemts dicht hinter dem Taleingang. Dort erleben wir auch gleich die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die uns von nun an die ganze Reise begleiten wird. Hier im Bartangtal haben sich bis heute viele altpamirische Traditionen erhalten.

U. a. wird uns immer wieder das traditionelle pamirische Haus begegnen, das die Einheimischen „Chid“ nennen und dessen vielfältige Symbolik sich über Jahrhunderte herausgebildet hat. In ihr verbinden sich Elemente zoroastrischer Herkunft mit Vorstellungen der pamirischen Ismaeliten. Nach dem Imam Ismail ibn Djafar nennt sich eine relativ kleine, in ihrer Auslegung des Koran gemäßigte Glaubensrichtung der islamisch-schiitische Glaubensgemeinschaft, die im Osten des heutigen Tadschikistan (Tadjikistan) vor langer Zeit Fuß gefasst hat. Der Überzeugung der Pamiris zufolge soll ein Haus das Universum nachbilden. Fünf Pfeiler tragen in der Regel die Holzdecke des Hauptraums – entsprechend den fünf Propheten des ismaelitischen Islam. Zugleich dienen die Häuser als Orte des täglichen Gebets, da es in GBAO bis heute kaum Moscheen gibt.

Am 7. Reisetag schlängeln wir uns ein Stück weiter den Bartang entlang nach Osten bis zu dem Ort Geisev, der in einem der Nebentäler liegt. Hier erwartet uns eine für pamirische Verhältnisse eher leichte Wanderung zu einem der zahlreichen Seen der Umgebung. Der Wanderausflug dauert mit Hin- und Rückweg etwa fünf bis sechs Stunden. Wir übernachten in einem Homestay in Geisev.

Am nächsten Morgen starten wir zu einer spektakulären Fahrt bis hinauf zum letzten Dorf des Bartangtals. Die über 100 Kilometer lange Strecke nach Kudara erfordert einige Zeit, denn der Zustand dieser selten befahrenen Piste ist vielerorts schlecht. Teils fahren die Autos hoch über dem Fluss unmittelbar an den steil aufragenden Felswänden entlang, teils sind sie auf gleicher Höhe mit dem rauschenden Gebirgswasser.

Selbst im Sommer kann es passieren, dass plötzliche Regengüsse die Straße durch herab gerutschte Felsen kurzfristig unpassierbar machen. Da die Räumkommandos immer einige Zeit brauchen, um das Hindernis zu beseitigen, nehmen wir in solchen Fällen den einzigen anderen möglichen Weg nach Murghab: den Pamir-Highway. Auf die Trekkings und den daran anschließenden Tourverlauf hat dies keinerlei Auswirkungen. Lediglich das Bartang-Tal selbst kann dann nicht in voller Länge durchfahren werden.


9.-10. Tag Karakul und Ran Kul
Heute verlassen wir das Bartang-Tal und gelangen nun endgültig in die Bergregion des östlichen Pamir. Dieses abgelegene Gebiet erreicht flächenmäßig in etwa die Größe der Schweiz und besteht im Wesentlichen aus einem ausgedehnten Hochplateau. Die durchschnittliche Höhe beträgt rund 4.100 Meter, wir selbst erreichen im weiteren Verlauf unserer Tour 4.780 Meter erreichen.

Dabei bewegen wir uns durch eine größtenteils vegetationslose, wüstenhafte Umgebung, die oft genug alle Kennzeichen einer Mondlandschaft trägt. Charakteristisch sind die scharfen Grate kahler Höhenzüge, deren nadelspitze Gipfel sich über einer von Gletschern glatt und rund gescheuerten Ebene erheben.

Immer wieder ergeben sich überwältigende Ausblicke auf die umliegenden Gebirgszüge, die zu den höchsten der Welt zählen und das Plateau wie ein schützendes Bollwerk umgeben: im Norden Alai und Tien Shan, im Osten der Kun Lun Shan mit dem fast 7.500 Meter hohen Mustagh Ata, im Süden Karakorum und Hindukusch, im Westen die gewaltigen schneebedeckten Häupter des Ismoil Somoni und des Korshenevskaya. Nicht umsonst trägt dieses abgeschottete, einsame Hochland den Beinamen Bam-i Dunya: Dach der Welt.

Viel Regen fällt nicht auf dieses Dach, und doch gibt es an den Ufern des Aksu, des Alichur und des Pamir, aber auch entlang kleinerer Flüsse und Bäche in den Hochtälern frische grüne Bergwiesen. Fernab jeder Zivilisation folgen sie den vielfach gewunden Wasserläufen wie fruchtbare Girlanden und sind ein Paradies für Wildblumen, Bienen und Schmetterlinge. Hierher kommen die Nomaden mit ihren Tieren, und hierher zieht es auch uns immer wieder.

Jailoo heißen diese Sommerweiden, und heute suchen wir eine von ihnen auf. Sie heißt Jalang und liegt im Kokui-Bel-Tal westlich des Kara Kul, des mit Abstand größten Sees Tadschikistans. Bestimmt begegnen wir dort Nomadenfamilien.

Die Hirten wie überhaupt die Einwohner des östlichen Pamir sind fast ausschließlich kirgisischer Herkunft. Ursprünglich kommen sie aus den städtischen Oasen am nördlichen Rand des Hochplateaus und sprechen im Gegensatz zur ethnisch vielfach gemischten Bevölkerung im Westen des Pamir die Turksprache ihrer Heimat. Sie sind es, die seit Generationen mit ihren Herden über die rauen Hochebenen ziehen, die in den Tälern Bewässerungskanäle für ihre mageren Ernten in den Fels schlagen und gelegentlich mit weit entfernten Marktorten in Afghanistan, aber auch mit Händlern im uzbekischen Bukhara und im chinesischen Kashgar Waren austauschen.

Wie Nomaden übernachten wir heute in einer Jurte. Zuvor allerdings überqueren wir den Kok-Jar-Pass, passieren bei Ak Tash einen Meteoritenkrater und bekommen auf einer kurzen Wanderung bei Shorolu die ersten Geoglyphen zu Gesicht – auch dies eine charakteristische Erscheinung der Region, die uns noch mehrfach begegnen wird.

Diese Geoglyphen sind nach Aussage archäologischer Zeugnisse mehrere tausend Jahre alt. Überdimensionale Steinsetzungen ähnlicher Art gibt es auch anderswo auf der Welt. Sie sind wie Bilder oder Zeichnungen auf der flachen Ebene ausgelegt und in ihrem ganzen Umriss nur von oben zu erkennen. Der Sinn dieser Perspektive, die das menschliche Auge nicht erfassen kann, bleibt rätselhaft. Die Geoglyphen der östlichen Pamirregion gehören in der Regel in die Periode der Saka-Kultur, die während der frühen Eisenzeit große Teile Zentralasiens prägte und von der es offenbar auch Verbindungen zum Reiter- und Steppenvolk der Skythen gab.

Auf unserem weiteren Weg, der uns nun nach Südosten führt, staunen wir am Strand des Karakul über die weithin in der Sonne glitzernde Wasserfläche dieses gewaltigen Gebirgssees. Anschließend erklimmen wir in unseren Fahrzeugen den 4.550 Meter hohen Ak-Baital-Pass und gelangen in das Gebiet des Rang Kul zum Ufer des gleichnamigen Sees (3.780 Meter). In seinem Wasser spiegeln sich die niedrigen Höhenzüge des Rang Kul Pamir.

Auf dem Shatyput-Wüstenplateau treffen wir auf die Kamele und ihre Führer, die uns die nächsten drei Tage begleiten werden. Mit ihnen gemeinsam ziehen wir bereits am Nachmittag des 10. Tages los wie zu Zeiten der großen Handelskarawanen, die das chinesische Reich mit dem Mittelmeer verbanden.

Da die Tiere geführt werden, ist keine Reiterfahrung notwendig und der Kopf ist frei für die weite Steppenlandschaft, die uns umgibt. Bei guter Sicht können wir vielleicht sogar den mächtigen vergletscherten Gipfel des Mustagh Ata erkennen, der bereits auf chinesischem Boden steht.


11.-13. Tag Lastkameltrek von Sommerweide zu Sommerweide
Unser Weg führt von Sommerweide zu Sommerweide, von Jurte zu Jurte. Wir teilen das Leben der Nomaden, sind wie sie Sonne und Wind ausgesetzt und wie sie auf der Suche nach Futterplätzen für die Tiere. Dort grasen ihre Herden, die ihr ganzer Reichtum sind: Schafe, Ziegen, vereinzelt Kamele, vor allem aber Yaks, die zottigen robusten Hochlandrinder Zentralasiens. Deren Milch ist das Grundnahrungsmittel schlechthin, die verschiedensten Speisen und Getränke werden daraus gewonnen, u.a. Chakka, eine Art Kefir mit Kräutern. Die örtliche Küche ist mit ihren Milchprodukten ganz den Gegebenheiten dieser kargen Bergregion angepasst.

Wieder und wieder werden wir in den Genuss der für den Pamir so kennzeichnenden Gastfreundschaft kommen. Und immer wird zum Abschluss der gemeinsamen Mahlzeiten gesalzener Tee mit Ziegenmilch und Butter gehören – eine nahrhafte Speise für sich und von innen wärmend, wenn draußen der Wind geht.

Doch keine Sorge: Das Klima hier ist im Sommer gewöhnlich trocken und vergleichsweise mild. Trotzdem ist zwischendurch alles möglich: Sturm, Regen, Hagel, ja sogar Schnee mitten im August. Und es kann durchaus passieren, dass mittags 30 Grad herrschen und abends Bodenfrost. Umso eher begreifen wir, wie geschickt sich die Halbnomaden diesen Verhältnissen angepasst haben.

Während unseres Kameltreks überschreiten wir mit den Lastkamelen den 4.500 Meter hohen Kukurt-Pass, steigen dann zu den weiten Ebenen des Senöstön-Plateaus hinab und gelangen schließlich über einen weiteren Pass zur Jailoo Jol Boruluk, wo wir uns am 13. Tag von unseren Begleitern verabschieden und weiter nach Murghab fahren.

Murghab ist das administrative Zentrum des Murghab Rayon, der den größten Teil des östlichen Pamir ausmacht, und zugleich die einzige größere Ortschaft in dieser Region überhaupt. Murghab, das früher Pamirski Post hieß, wurde 1891 gegründet und erfüllte mehr als ein Jahrhundert lang die Funktion des militärischen und administrativen Hauptquartiers der hier stationierten russischen Grenztruppen.

Wir übernachten in einer jener Unterkünfte, wie sie typisch sind für den gerade erst zaghaft beginnenden Fremdenverkehr im östlichen Pamir. Dabei handelt es sich üblicherweise um Gästezimmer in Privathäusern oder -wohnungen, die oft wie Jurten liebevoll und gemütlich mit einer Vielzahl von Teppichen ausgestattet sind. Die Ähnlichkeit mit den traditionellen Nomadenzelten kommt nicht von ungefähr: Erst die sowjetische Verwaltung war es, die die ursprünglich nomadische bzw. halbnomadische Bevölkerung verstärkt in Städten und Dörfern ansiedelte. Zu jener Zeit flossen regelmäßige und nicht unbeträchtliche Subventionen in diese abgelegene Gegend, die für Moskau einen hohen strategischen Wert besaß. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion bleibt diese Förderung aus, was die Lebensbedingungen der hier lebenden Menschen rapide verschlechtert hat.

Dessen ungeachtet zählen sich die Pamiri zu den gastfreundlichsten Völkern überhaupt. Mit entsprechend offenen Armen und Herzen werden wir empfangen.


14.-17. Tag Yak-Trekking zu den Gebirgsseen Zor Kul und Chakan Kul
Heute wenden wir uns nach Süden. Dort, im Shakharakh-Tal, erwartet uns erneut ein Höhepunkt der archäologischen Geschichte des Landes: die sehr gut erhaltenen Felsmalereien von Shakhty, die in die Zeit zwischen 8000 und 5000 v. Chr. datiert werden.

Wir übernachten nahe den Jurten auf der Jailoo Keng Shiber und beginnen am nächsten Morgen unser dreitägiges Trekking im gebirgigen Seengebiet im äußersten Süden des tadschikischen Ostpamir gleich gegenüber den majestätischen Gipfeln des afghanischen Hindukusch. Dabei folgen wir den Weiderouten der wild lebenden Marco-Polo-Schafe.

Diese Arkhar, wie sie auf Kirgisisch heißen, besitzen ausgesprochen lange Hörner und leben in Herden von bis zu 30 und mehr Tieren zusammen, die meist nach Geschlechtern getrennt sind und sich nur zur Zeit der Paarung für einige Monate vereinigen. Durch Abholzung und Erosion sind die Arkhar mittlerweile vom Aussterben bedroht. Überdies sind sie sehr scheu, doch mit etwas Glück werden wir einige von ihnen zu Gesicht bekommen.

Sehr viel größeres Glück braucht man, um einen der sehr seltenen Schneeleoparden zu sichten. Die Chance ist etwa genauso groß wie die, auf den berühmten Yeti zu treffen, der u. a. auch im Pamir herumgeistern soll. Andere Bewohner dieser Gegend sind Hasen und graue Hamster, außerdem – auf Höhen über 4.000 Metern – Füchse, Wölfe und vereinzelt auch Braunbären. Vielleicht begegnen wir sogar einem der riesigen Bartgeier oder sehen einen Adler majestätisch über die Bergspitzen kreisen.

Mit uns ziehen Yaks als Lasttiere – die einzigen, die in dieser Gegend verfügbar sind. Sie tragen die Zelte, unser Gepäck und auch die Vorräte unserer kleinen Expeditionsküche. Unser Weg führt uns am 15. Tag in einem vier- bis fünfstündigen, anspruchsvollen Aufstieg auf den 4.780 Meter hohen Bel-Ayrik-Pass, von dem aus wir bei klarem Wetter einen Panoramablick auf die Nordwand des Hindukush und auf den Zor Kul genießen. Etwas unterhalb des Passes schlagen unser Zeltlager auf.

Tags darauf wandern wir zum Chakan Kul (4.135 Meter), dessen Wasseroberfläche unter wolkenlosem Himmel azurblau schimmert und an dem wir unser zweites Zelt-Camp errichten. Unser Ziel am 17. Tag ist das Tal Sary Gorum, wo unser Trekking mit einer Jurtenübernachtung endet.

Wenn sich genügend Interessenten finden, kann ein Teil der Gruppe während des Trekkings leichtere Wanderungen unternehmen und größere Abschnitte der Strecke im Wagen zurücklegen. Bei dieser Option entfällt der Aufstieg auf den Bel-Ayrik-Pass.


18.-19. Tag Aufbruch ins Panj-Tal
Im Geländewagen geht es am Zor Kul entlang. In der Mitte des 20 Kilometer langen Sees verläuft die Grenze zu Afghanistan. Wir folgen dem Lauf des Pamir in Richtung Südwesten und erkunden oberhalb von Langar die Burg Ratm, die den ersten Hinweis darauf liefert, dass wir uns auf einer historisch bedeutsamen Handelsroute befinden. In Langar, wo wir übernachten, treffen wir auf das Tal des Wakhan. Hier vereinigen sich Pamir und Wakhan zum Pjanj, dem längsten und geschichtsträchtigsten Strom Tadschikistans (Tadjikistans). Dieser wird uns nun fast bis zum Ende der Reise begleiten.

Mit dem Erreichen des Pjanj haben wir die Hochebenen des östlichen Pamir endgültig verlassen und bewegen uns nun auf einer jener Routen, die einst die Seidenstraße nahm. Entsprechend zahlreich sind die (inter)kulturellen Zeugnisse, die unseren Weg säumen. Auf der Strecke von Langar nach Ishkashim, die am 19. Reisetag auf dem Programm steht, sehen und erleben wir den Sufischrein des Mubarak Kaddam, die alte Befestigungsanlage bei Yamchun, die heißen Quellen von Bibi Fatima und die Buddha-Stupa von Vrang.


20.-23. Tag Über Khorog zurück nach Dushanbe
Heute besuchen wir Garm Chashma, einen schön gelegenen Erholungsort, dessen Mineralquellen heilsame Wirkung haben. Nachmittags gelangen wir nach Khorog, dramatisch eingebettet zwischen rauen Bergen. Hier strömen dem Panj gleich zwei Flüsse zu: der Gunt, der in seinem Oberlauf auch Alichur genannt wird, und die kürzere Shakhdara.

Khorogs Klima ist, abgesehen von den kalten Wintern, sehr angenehm und erlaubt eine dichte Vegetation aus Obstbäumen und Pappeln. Wir befinden uns in dem einzigen Ort des Pamir, der tatsächlich den Namen Stadt verdient. Besonderen Ruf genießt der Botanische Garten, den wir uns ebenso ansehen wie das örtliche Museum und den Basar. Sogar ein Theater gibt es hier.

Auf unserer Weiterfahrt am 21. Tag verengt sich das Panj-Tal immer wieder zu klaffenden Schluchten, die – sofern die Zeit ausreicht - zu wiederholten Stopps verlocken. Von Kala-i-Khumb, unserem nächsten Etappenhalt, den wir schon vom Beginn der Reise her kennen, brechen wir am Morgen des 22. Reisetages frühzeitig auf, denn vor uns liegt der uns ebenfalls bereits bekannte Saghirdasht-Pass. Unsere letzte Nacht in Tadschikistan verbringen wir in einem Hotel in Dushanbe.

Am 23. Tag früh morgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

 

TERMINE & PREISE

Termin / Buchungsnr.   Preis in €
20.07.18 - 11.08.18
18-0720TAD574 
Buchung nur auf Anfrage möglich
4100,00
10.08.18 - 01.09.18
18-0810TAD574 
Buchung nur auf Anfrage möglich
4100,00
31.08.18 - 22.09.18
18-0831TAD574 
4100,00
* Die Preise für 2018 sind noch unter Vorbehalt

min 6, max 12 Pers.
Basispreis 3790,00 €
Steuern & Kerosin 310,00 €
 

ZUSATZLEISTUNGEN

Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch) 95,00 €
Einzelzimmer/-zeltzuschlag 200,00 €
ERMÄßIGUNGEN
Ermäßigung  
FrühbucherInnenrabatt (bis 4 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 2% vom Basisreisepreis
Stammkundenrabatt (ab der 3. Reise direkt über NOMAD gebucht, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 3% vom Basisreisepreis
FrühbucherInnenrabatt (bis 6 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 4% vom Basisreisepreis


LEISTUNGEN
Linienflug
Rundreise im Geländewagen (max. 4 Teiln. pro Wagen) oder geländegängigen Minibus (max. 6 Teiln. pro Wagen)
4-tägiges Kameltrekking mit Lastkamelen und lokalen Guides (Tage 10-13)
Tageswanderungen mit lokalen Guides (Tage 5 und 7)
3-tägiges Trekking mit Yaks als Lasttieren und lokalen Guides (Tage 15-17)
4 Hotel- bzw. Gasthausübernachtungen
10 Übernachtungen in Homestays (Mehrbettzimmer)
2 Jurtenübernachtungen (Gemeinschaftsjurten)
6 Zeltübernachtungen
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
Vollpension
Trinkwasser während der Rundreise
alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
Naturschutzgebühr für Trekkingtouren
Lokaler, Englisch sprechender Guide


NEBENKOSTEN
Visum Tadjikistan (derzeit EUR 50,-) sowie ggf. Gebühren für GBAO-Permit
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art


REISELEITER
Englisch sprechende/r Reiseleiter/in
Altynbek Mamadiev
Nurali Janikulov


HINWEISE
Anforderungen: E-III
Die Höhenlage des östlichen Pamir (durchschnittlich 4.100 Höhenmeter) und die oft unwegsamen Landschaften stellen überdurchschnittliche Anforderungen an die ReiseteilnehmerInnen. Trekkings und Wanderungen sind zum Teil anspruchsvoll. Es ist jedoch möglich, tageweise auszusetzen bzw. ein leichteres Programm zu absolvieren. Die Sommer auf dem Dach der Welt sind gewöhnlich trocken und mild, dennoch kann es zu Niederschlägen und extremen Temperaturschwankungen um mehr als 30 Grad Celsius kommen. Das verlangt einige Klimaverträglichkeit.Für Übernachtungen in den Homestays stehen ausschließlich Mehrbettzimmer zur Verfügung. In kleineren privaten Unterkünften kann es vorkommen, dass ein Großteil der Gruppe in einem Zimmer untergebracht wird. Die Ausstattung der Homestays ist für europäische Verhältnisse rudimentär. Das äußert sich in den oftmals beengten Verhältnissen ebenso wie in den zum Teil sehr einfachen sanitären Einrichtungen. Die Homestays können insbesondere im oberen Bartangtal nicht vorgebucht werden, sodass es passieren kann, dass wir die Unterkunft erst bei Ankunft am Zielort organisieren können.Entsprechend dem Lebensstandard der Menschen und den klimatischen Verhältnissen basiert die Verpflegung auf wenigen Grundnahrungsmitteln. Dazu gehören vor allem Fleisch, vergorene Milchprodukte und Brot sowie Eier. Ihre Gastgeber werden jedoch versuchen, eine gewisse Abwechslung in den Speiseplan zu bringen, sofern das möglich ist.Ausdauer erfordern die teils langen Fahrstrecken auf schlechten Straßen. Insbesondere im Bartangtal sind die Wegverhältnisse schwierig und stellen höchste Ansprüche an Fahrer und Fahrzeuge. Auch kann es dort vorkommen, dass die einzige Piste durch das Tal durch witterungsbedingte Erdrutsche kurzfristig versperrt wird. In diesen Fällen bleibt nur ein Ausweichen auf den so genannten Pamir Highway, um das östliche Pamirhochland zu erreichen.


IHR ATMOSFAIR BEITRAG
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Tadjikistan entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 0 kg.
Durch einen freiwilligen Beitrag von 0 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu finden Sie unter www.atmosfair.de



Stand: 16.11.2017 / p2




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Ihr NOMAD-Team

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