NOMAD. Reisen zu den Menschen.
Julietta Baums Travel
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530 - Usbekistan: Individualreise Seidenstraße & Kameltrekking in der Wüste Kyzylkum
Aktiv- und Erlebnis Reise: Erkundung von Samarkand, Buchara und Chiwa; Kameltrek mit Zeltnächten in der Kyzylkum Wüste
Asien - Uzbekistan

12-tägige umfassende Erlebnisreise auf der Seidenstraße in Usbekistan
Übernachtungen in Jurten und Zelten
2-tägiges gemütliches Trekking mit Reitkamelen zu Halbnomaden und Schafzüchtern der Kzyzlkum-Wüste
Lebendige Seidenstraßen-Kultur in Samarkand, Buchara, Chiwa, Shahr-e Sabs
Ausführliche Erkundung historischer Mausoleen, Moscheen und Paläste

Usbekistan vereinigt in sich zwei uralte Kulturtraditionen: die der Nomaden und jene, die an die Bujuk Ipak Yo’li – die Große Seidenstraße – geknüpft ist. Von beiden Welten vermittelt diese spannende Erlebnisreise ein umfassendes Bild.

Das Herz der Privatreise bildet ein Kameltrek in die Kyzylkum-Wüste. Unterwegs treffen Sie auf Halbnomaden, deren Leben in Vielem noch dem ihrer Vorfahren ähnelt und die es zugleich verstehen, die Traditionen mit modernen Aufzuchtmethoden zu vereinen.

Mit Taschkent, Samarkand, Buchara und Chiwa sehe Sie die einstigen Perlen der Seidenstraße, allesamt bedeutende Zentren einer Jahrtausende alten Handelskultur, deren Wesen der Austausch war. Der umfasste neben Waren aller Art – die heißbegehrte Seide war nur ein Handelsgut unter vielen – auch Ideen. Nicht umsonst zog das weltoffene und tolerante Klima dieser pulsierenden Metropolen Gelehrte und Dichter an. Mit ihnen schmückten sich Herrscher wie Timur oder Ulugbek ebenso wie mit den prachtvoll dekorierten Mausoleen, Moscheen und Palästen am Registan-Platz in Samarkand und anderswo.



1.-2. Tag: Anreise nach Taschkent
Flug von Frankfurt nach Taschkent, Ankunft dort am Abend und Transfer ins Hotel. Am nächsten Vormittag unternehmen Sie einen Streifzug durch die Hauptstadt Usbekistans, deren Alltag bestimmt ist vom Brückenschlag zwischen Europa und dem Orient. Junge Leute in westlicher Designermode gehören hier ebenso zum Straßenbild wie verschleierte Frauen. Das Erbe der Sowjetzeit äußert sich auf den ersten Blick vor allem in der Architektur – nach einem schweren Erdbeben in den sechziger Jahren mussten große Teile der Stadt neu aufgebaut werden. Die Unabhängigkeit sorgt seit 1991 für bislang ungewohnte Akzente in Form moderner Glasbauten. Gleichzeitig zeigt etwa das Parlamentsgebäude eine Rückbesinnung auf traditionelle Kuppelkonstruktionen.

Bei Ihrer Erkundung der Stadt konzentrieren Sie sich besonders auf die noch erhaltenen Bauwerke der Shaibaniden, einer Dynastie, deren verschiedene Zweige Jahrhunderte lang die Geschicke Usbekistans bestimmten. In diese Zeit gehören etwa die Madrasah (Koranschule) Barak Khan und das einfache, ehemals jedoch reich verzierte Backsteinmausoleum des islamischen Gelehrten Abu Bakr Kaffal Shashi. In einem alten Adelshaus hat das Museum für Angewandte Kunst eine stilvolle Heimat gefunden. Dort begegnet Ihnen das reichhaltige kunsthandwerkliche Repertoire Uzbekistans.

An die Tradition eines jahrhundertealten Handelszentrums an der Großen Seidenstraße knüpft der städtische Basar an, überdacht von einer weitläufigen modernen Markthalle. Er liegt ganz in der Nähe der Metrostation Khorsu. Die erste Untergrundbahn Mittelasiens – erdbebensicher gebaut und mit aufwändig gestalteten Bahnhöfen, die in immer neuen Variationen das Thema Baumwolle illustrieren – ist längst selbst zu einer Sehenswürdigkeit geworden, die auch Sie sich nicht entgehen lassen sollten, sofern sich die Möglichkeit zu einer Metrofahrt ergibt.

Am späteren Nachmittag machen Sie sich auf den Weg nach Samarkand, das Sie gegen Abend erreichen.


3. Tag: Samarkand
"Glanzvolles Antlitz der Erde" lautet der stolze Beiname Samarkands. Mehr als 2500 Jahre Geschichte machen es zu einer der ältesten Städte der Welt. Nirgendwo anders als hier nehmen die Märchen aus Tausendundeiner Nacht ihren Anfang. Samarkand, ehemals eine der glanzvollsten Stationen entlang der Großen Seidenstraße, blühendes Kultur- und Handelszentrum im Schnittpunkt der Karawanenwege, ist heute eine moderne Großstadt, die nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.

Den unbestrittenen architektonischen Höhepunkt bildet der Registan im Herzen Samarkands: Von Timur, dem Dshingis Khan (Dschingis Khan) des 14. Jahrhunderts, zum Handelszentrum seiner Reichshauptstadt erkoren und anschließend von seinem Sohn Ulugbek repräsentativ ausgebaut, wird der Platz gleich von drei reich verzierten und gewaltig großen Madaris (Koranschulen) flankiert. Sie schmückten den Mittelpunkt eines gigantischen Imperiums, das sich zeitweise vom Ganges bis zum Mittelmeer erstreckte.

Kaum weniger prachtvoll sind die anderen Bauwerke, die auf unserem Weg liegen: das Gur Emir oder "Grab des Gebieters", in dem der als grausamer Eroberer gefürchtete und als verschwenderischer Bauherr gepriesene Timur begraben liegt; die Moschee Bibi Khanum, geschaffen von den fähigsten Architekten und Handwerkern des mittelalterlichen Orient und dennoch aufgrund ihrer kolossalen Ausmaße und wiederholter Erdbeben schon bald nach ihrer Fertigstellung in Teilen zusammengestürzt; die Sternwarte des Ulugbek, Ausdruck der hochkarätigen Wissenschaftstradition Samarkands; schließlich die Gräberstraße Shah-e-Sinda mit ihrem märchenhaften Dekor aus vielfarbigen Majolika-Fliesen.

Am Abend genießen Sie landestypische Speisen in einem typisch usbekischen Ambiente.


4.-7. Tag: Kameltrek und Wüstenerlebnisse in der Kyzylkum
Heute lassen Sie die Welt der Handelsstädte hinter sich und wenden sich jener Wüste zu, die den bei weitem größten Teil des heutigen Staatsgebietes von Uzbekistan ausmacht: Kyzylkum, das heißt roter Sand. Der ist allerdings – von einem gelegentlichen rötlichen Schimmern abgesehen – ebenso wenig rot, wie der Sand der weiter südlich gelegenen Karakum schwarz ist. Auch in diesem Fall tragen die Namen eher symbolischen Charakter.

Von Samarkand fahren Sie nach Yangikazgan und weiter in ein benachbartes Jurtenlager, wo Sie die Nacht in der behaglichen Rundung einer traditionellen Filzdeckenjurte (Gemeinschaftsjurte) verbringen. Vielleicht trinken Sie einen Kumys, ein belebendes Getränk aus vergorener Stutenmilch, mit dem sich die Steppenvölker Zentralasiens seit jeher stärken.

Am nächsten Morgen bricht Ihre kleine Karawane auf in die Weite der Kyzylkum. Vor Ihnen öffnet sich eine ausgedehnte, dürftig von Kameldornbüschen gekleidete Dünenlandschaft. Diese Wüste ist keineswegs vegetationslos. Immer wieder stoßen Sie auf Gräser, Sträucher, Tamarisken und Sandakazien. Mit ihren sehr tiefen oder horizontal weitverzweigten Wurzelsystemen haben sie sich ideal an die extremen Klimabedingungen angepasst. Der insgesamt spärliche Regen fällt vor allem im Frühjahr. Dann verwandelt sich die Kyzylkum wie durch ein Wunder für kurze Zeit in einen wogenden Grasteppich.

Die Vegetation, so dünn sie auch die meiste Zeit des Jahres sein mag, ermöglicht eine z. T. recht umfangreiche Viehhaltung. Nach einer ersten Übernachtung an Salzseen, auf die Sie mitten in der Wüste treffen, schlagen Sie Ihr zweites Lager in der Nähe eines Nomadenlagers bzw. einer Schafszuchtstation auf und lernen so das hiesige Hirtenleben kennen, das jahrhundertealte Traditionen und moderne Aufzuchtmethoden vereint.

Auch Kamelherden gibt es in dieser Region. Wundern Sie sich aber nicht, wenn die sich rar machen: Die Tiere sind wild und fast das ganze Jahr über auf der Weide. Nur im Februar und März treiben die Hirten sie zusammen, um ihnen das Fell zu schneiden. Die Kyzylkum war einer jener Nährböden für Karawanenführer, die in der Lage waren, die mörderischen Strapazen der Großen Seidenstraße zu überstehen und in endlosen sechs bis acht Jahren einen schwer beladenen Lastenzug ohne allzu große Verluste von China ans Mittelmeer und wieder zurück zu geleiten.

Ihre Route ist da wesentlich bescheidener. Dennoch bekommen Sie einen lebendigen Eindruck von der Wüste und ihren Bewohnern. Am 8. Reisetag machen Sie sich – nun wieder per Auto – zum Adarkul-See auf, wo Sie die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad nutzen können, und fahren anschließend weiter nach Buchara.


8.-10. Tag: Buchara und Chiwa
Mit Ihrer Ankunft in Buchara am Nachmittag kehren Sie zurück in die glanzvolle Zeit der Seidenstraße. Um die Stadt legt sich eine fruchtbare Oase aus, getränkt vom Wasser des Sarafshan. Der Ort lebt heute vor allem von der Baumwollverarbeitung.

Buchara ist fast so alt wie Samarkand und war wie dieses schon vor mehr als 2000 Jahren ein wichtiges Kultur- und Handelszentrum. Hierher kamen nicht nur Kaufleute aus aller Welt, hier lebten auch berühmte Gelehrte und Dichter, darunter der islamische Philosoph und Arzt Ibn Sina alias Avicenna – seine Gesamtdarstellung der abendländischen Heilkunde, im 12. Jahrhundert geschrieben, blieb für ein halbes Jahrtausend grundlegendes Lehrbuch an den medizinischen Fakultäten Europas.

Die große Vergangenheit des Ortes kommt in einer Vielzahl architektonischer Zeugnisse zum Ausdruck. Wie einen Schatz hütet sie Buchara innerhalb seiner alten Stadtmauern. Einen Tag lang nehmen Sie sich Zeit, um die Zitadelle, die reichgeschmückten Moscheen und traditionsreichen Madaris anzuschauen. Eine dieser ehemaligen Koranschulen bildet am Ende den festlichen Rahmen Ihres Abendessens.

Tags darauf fahren Sie durch die Wüste weit nach Westen. Dort liegt Chiwa inmitten der riesigen Oase Khoresm, heute ein dicht besiedeltes Gebiet mit intensiv betriebener Landwirtschaft, dessen Bewässerung nahezu die gesamte Wasserkapazität des großen Amu-Darja-Stromes in Anspruch nimmt. Wie ein unüberschaubarer Garten trennt die Oase die Rote Wüste Kyzylkum im Norden von der Schwarzen Wüste Karakum im Süden.

Chiwa selbst erweckt – mehr noch als Buchara – den Eindruck einer Stadt, durch die gestern noch die schwer beladenen Karawanen der Seidenstraße zogen, auch wenn die vorbildlich restaurierte Altstadt mittlerweile eher einem Freilichtmuseum gleicht. Um so mehr wird der Weg vom westlichen Stadttor Ata Darwase zu seinem östlichen Gegenstück, dem Palwan Darwase, zum Gang durch ein Stein gewordenes orientalisches Märchen. Intensiv erkunden Sie am 11. Tag die verwinkelten Gassen mit ihren einfachen Wohnhäusern aus ungebrannten Ziegeln und den vielen reichgeschmückten Moscheen, Madaris, Mausoleen und Palästen. Ihr Abendessen nehmen Sie anschließend in der Sommerresidenz des einst hier herrschenden Khans ein.


11.-12. Tag: Taschkent und das Ende der Reise
Der folgende Vormittag bietet noch einmal Gelegenheit zu einem individuellen Abschiedsrundgang durch Chiwa. Am frühen Nachmittag oder am Abend fliegen Sie nach Taschkent. Den Abend lassen wir bei einer traditionellen Mahlzeit in einer usbekischen Familie ausklingen. Falls Sie am Abend nach Taschkent fliegen, nehmen Sie Ihr Mittagessen in einem kleinen landestypischen Familienlokal ein.

Am Morgen des 12. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

HINWEIS
Diese Reise ist 12 Tage lang und weicht daher von der Mindestreisedauer (15 Tage) unseres Verbandes forum anders reisen ab. Dadurch erhöht sich der Anteil der klimaschädlichen Flugemissionen pro Tag. Um einen Ausgleich im Sinne des Klimaschutzes zu leisten, kompensieren wir diese erhöhten Emissionswerte für Sie. Dies gilt auch für den Fall, dass Sie den Flug nicht über uns buchen. Die Kompensation leisten wir in Form eines Spendenbetrags, der einem Projekt der Initiative atmosfair zugute kommt.

 

min 2 Pers.
 

ZUSATZLEISTUNGEN

Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch) 95,00 €
LEISTUNGEN
Linienflug mit Usbekistan Airlines ab Frankfurt (andere Fluggesellschaften auf Anfrage)
Inlandsflug Urgentsh-Tashkent
Flughafentransfers im Land
Rundreise im PKW
Miete für Reitkamel (1 Kamel pro 2 Reisegäste) während des Treks (Tage 5-6), einheimische Begleitmannschaft samt Koch
Begleitfahrzeug oder Lasttier zum Gepäcktransport während des Treks
8 Hotelübernachtungen, Tageszimmer zum Ausruhen am Ankunftstag
1 Jurtenübernachtung (Gemeinschaftsjurte)
2 Zeltübernachtungen
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelt und Expeditionsküche
Halbpension
alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäß Programm
uzbekische, Deutsch sprechende Städteguides (wo erforderlich)
lokale Deutsch sprechende Reisebegleitung


NEBENKOSTEN
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art
Ab der Erstellung eines dritten Angebotes wird ein Service-Entgelt in Höhe von 50 Euro je Angebot erhoben (ab 01.11.2015).


REISELEITER
Englisch oder Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in
lokale Reiseleiter
Englisch sprechende/r Reiseleiter/in
Shoasil Shomansurov
Ali Burchanov


HINWEISE
Für den zweitägigen Kameltrek ist keine Reiterfahrung notwendig. Das Gepäck reist jeweils in einem Begleitfahrzeug oder auf einem Lasttier mit. Der dritte Wüstentag gibt Gelegenheit zum Baden im Aidarkul-See. Ein gewisses Durchhaltevermögen erfordern die mitunter langen Fahrstrecken.Charakter der Reise: Kulturerlebnis mit leichten Wanderungen in sicherem Gelände, zahlreiche Kontakte mit der BevölkerungTrekkingstrecken pro Tag: 15-25 km
Anforderungen: T-I, E-I


IHR ATMOSFAIR BEITRAG
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Uzbekistan entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 2435 kg.
Durch einen freiwilligen Beitrag von 56 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu finden Sie unter www.atmosfair.de



Stand: 25.01.2017 / p2




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Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Email.
Ihr NOMAD-Team

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