NOMAD. Reisen zu den Menschen.
Julietta Baums Travel
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AKTIV
274 - Marokko Trekkingreise M'Goun
Individuelle Trekking Reise mit Lastmaultieren im Hohen Atlas. Zeltübernachtungen unter dem Sternenhimmel
Afrika - Marokko

15-tägige private Trekkingreise im Süden Marokkos
10-tägiges Trekking mit Lastmauleseln vom Ait Bougmez über den Hohen Atlas bis nahe dem Pass Tizi N’Tichka
Möglichkeit zur Besteigung des etwa 4000 Meter hohen Ighil M’Goun
Erkundung abgelegener Dörfer wie dem aus tiefrotem Lehm errichtete Tassawt N’Oufela oder von Megdaz mit mehrstöckigen Häusern und hohen Speichern
In Marrakech Übernachtung in einem traditionellen Riad

Die Aussicht vom Ighil M’Goun ist schier grenzenlos. Bei gutem Wetter schweift der Blick von den Gipfeln des Hohen Atlas über jene des Anti-Atlas bis zum Jebel Sarho und hinab zum grün schimmernden Grund des Oued Dades. Das ist die Heimat der Imazighen, der „freien Menschen“, wie sich die Berber voller Stolz selbst nennen. Wer diese Welt erkunden will, tut dies am besten wie wir: zu Fuß, mit viel Zeit und einer Maultierkarawane für das Gepäck. Keine andere NOMAD-Reise bietet ein derart langes und intensives Maultiertrekking.

Sie beginnen unsere 10-tägige Durchquerung des Hohen Atlas im Ait Bouguemez, dem „glücklichen Tal“, dessen Erkundung Sie nutzen, um sich zu akklimatisieren. Während der folgenden Tage erleben wir eine Berglandschaft voller stiller Täler, rauer Gebirgszüge und zerklüfteter Schluchten. Höchstwahrscheinlich begegnen Sie unterwegs Halbnomaden, die während der kurzen Sommermonate mit ihren Herden über die Hochweiden ziehen und dabei in Höhlen Unterschlupf suchen. Denn die Tage sind heiß, und abends sinkt die Temperatur manchmal auf den Gefrierpunkt.

Den buchstäblichen Höhepunkt des Trekkings bildet der (freiwillige) Aufstieg auf den 4065 Meter hohen Ighil M’Goun. Der weitere Weg Richtung Westen führt Sie durch verschiedene Berberdörfer, von denen Megdaz mit seinen mehrstöckigen Häusern, den hoch aufragenden Speichern aus rotem Lehm und den sehr alten Nussbäumen sicherlich eines der schönsten ist.

Wer will, kann die Durchquerung des Atlasgebirges noch um vier Tage verlängern und mit einem Blick vom Jebel Toubkal, dem höchsten Berg Marokkos, krönen.

Unter Bergsteigern gelten die Gipfel des M’Goun und Toubkal als recht einfach. Ihre Besteigung stellt keinerlei technische Ansprüche, erfordert aber – wegen der zunehmend dünnen Luft und des Höhenunterschiedes von immerhin fast 2500 Metern – eine gute Kondition, dazu Trittsicherheit und Ausdauer. Sie wandern am Tag etwa fünf bis sechs Stunden. Maultiere tragen Gepäck und Ausrüstung, Sie nur Ihren Tagesrucksack.


1. Tag Anreise nach Marrakech
Nach der Ankunft in Marrakech (Flug nicht inklusive) Transfer vom Flughafen zum Riad.

2.-3. Tag Ait Bougmez – das „glückliche Tal“
Fahrt in den Hohen Atlas. Unterwegs machen Sie einen Abstecher zu den Wasserfällen von Ouzoud. Dann geht es via Azilal durch schöne Landschaft mit sorgfältig bebauten Terrassenfeldern, teils trockenen Zonen mit Kakteen, alten und knorrigen Wacholderbäumen auf den Tizi N'Oughbar.

Die Strasse zieht sich in vielen Kurven hinunter nach Aït Abbas, dann steigt sie an durch Kiefernwald auf ein Hochplateau und führt schliesslich in das Bougmez-Tal. Am Nachmittag bleibt noch etwas Zeit für einen ersten Bummel durch die Dörfchen.

Auf einer Wanderung lernen Sie das Tal etwas kennen und können sich akklimatisieren. In den 25 Dörfern des Tales leben rund 8000 Berber. Markant für alle Dörfchen der Region: Felder am Fluss, mehrstöckige Lehmhäuser, die sich immer in der Farbe der Erde nahtlos in die Landschaft einfügen, und große, schattenspendende Nussbäume.

Sie wandern zum Marabout Sidi Moussa, dann hinüber nach Aït Imi, um via Tabant zum Ausgangsort zurückzukehren.


4. Tag
Heute beginnen Sie mit der Überquerung des Hohen Zentralatlas von Westen nach Osten. Über den Hauptort Tabant folgen Sie dem Pfad in ein Seitental.

In Aït Imi beginnt der Anstieg auf den gleichnamigen Pass. Büsche, Bäume und Thuja-Stauden am Anfang, dann wird die Vegetation mit zunehmender Höhe karger. Nach etwa vier Stunden erreichen Sie den Passübergang Aït Imi auf 2900 m.

Der Abstieg erfolgt über den Zickzack-Trail zum Fluss im engen Amougr-Tal. Markant sind die durch Erosion entstandenen Türme. Dem Tal entlang wandern Sie bis zur Quelle bei Aflafal am Eingang des Oued M’Goun (Tal des M'Goun).

5.-6. Tag Zum Djabal M’Goun
Langsam steigen Sie aufwärts durch das enge Oued Oulilimt, entlang dem Fluss und dem Nordabhang des M’Goun-Massivs. Die Landschaft ist durch ihre Vielfarbigkeit und bizarre Sandsteinformationen geprägt. Auf den Hochweiden verbringen die Halbnomaden aus dem M’Goun und die Nomaden aus dem Sarho mit ihren Schaf- und Ziegenherden den Sommer.

Unser Lager schlagen Sie nahe der Quelle des M’Goun-Flusses auf.

Am kommenden Morgen folgen Sie weiter dem Maultierpfad und dem Flusslauf durch das Oued Oulilimt und steigen dann auf zum Pass Tizi N'Oumsoud. Von der 3000 m hohen Passhöhe geht es hinunter auf die grüne Hochweide von Tarkeddid, wo der Fluss Tessa’ut entspringt.

Hier besteht auch die Möglichkeit den 4065m hohen M’Goun zu besteigen. Die Besteigung stellt keine technischen Schwierigkeiten, fordert jedoch Trittsicherheit und Ausdauer. Der Aufstieg erfolgt über karge Berghänge und durch einen steinigen, schuttigen Talkessel hinauf zum Gipfelgrat. Die letzten 500 Höhenmeter auf den letzten Sattel vor dem Gipfel sind sehr steil. Von dort sind es nochmals ca. 150 Höhenmeter über den breiten Grat zum Gipfel. Belohnt wird der Aufstieg durch eine schöne Aussicht auf die Bergketten des Hohen Atlas, des Sarho und in das Oued Dadès.

Der Abstieg führt in ständigem Auf und Ab dem Grat entlang, bis zu einem letzten Sattel von ca. 3900 m, von dem Sie dann auf die Hochebene von Tarkeddid gelangen.


7.-8. Tag Im Oued Tessa’ut
Sie verlassen die Hochebene von Tarkeddid und steigen langsam zu einem Pass an. Wie auf einem Höhenweg wandern Sie durch eine von Gipfeln und Schluchten dominierte Berglandschaft. Da und dort treffen Sie auf Nomaden, die in Zelten und teilweise in alten Höhlen leben. Schließlich öffnet sich die Sicht auf das Oued Tessa’ut, in das Sie bis in die Nähe des Dorfes Tasgaïwalt absteigen.

Ein kleiner Umweg führt zu dem sehr schönen Dorf Tassawt N'Oufela, dessen Häuser aus tiefrotem Lehm erbaut sind. Dann wandern Sie im engen Oued Tessa’ut, durch mehrere kleine und beeindruckende Dörfchen wie Ichbakene. Sorgfältig sind die kleinen Felder bestellt, da in diesem riesigen Canyon nur sehr wenig Platz für den Ackerbau bleibt.


9.-12. Tag Auf den Hochweiden der Imazighen
Schließlich verlassen Sie das Oued Tessa’ut und steigen auf zu dem Ort Megdaz. Megdaz ist mit seinen mehrstöckigen Häusern, den hohen Speichern aus rotem Lehm und den sehr alten Nussbäumen eines der schönsten Dörfer des Atlas-Gebirges.

Ein Pass von rund 2450 m Höhe ist zu überwinden. Faszinierend ist das Farbenspiel: grüne Matten, dunkelrote und schwarze Erde, graue Abhänge. Dann folgt der Abstieg über die Hochweiden der Halbnomaden von Megdaz zum Dorf Tagought.

Inmitten einer nun völlig veränderten Landschaft wandern Sie zum Dörfchen Tikhfist und erklimmen einen weiteren Pass, den Tizi N'Warg. Der 10. Tag endet mit dem Abstieg in Richtung des Ortes Aqqua N'Tissesnte in dessen Nähe Sie Ihr Camp aufschlagen.

Von hier aus brechen Sie am nächsten Morgen zum Jebel Tighaline auf. Der Weg führt entlang eines Pfades der Ihnen ein Panorama auf die umliegenden Berge gewährt und uns erneut zu den Hochweiden der Imazighen führt. So – übersetzt „freie Menschen“ – nennen sich die „Berber“ stolz selbst.

Schließlich erreichen Sie am Abend des 11. Tages Ihren Lagerplatz beim Lac M’Chalt. Von diesem See aus gelangen Sie zum Tizi N’Ta’camt, von wo aus der Weg in das friedlich unter Ihnen liegende, von Terrassenfeldern umgebene Dörfchen Titoula führt. Nach insgesamt sechs Wegstunden erreichen Sie unser Camp in der Nähe des Assif Ayyat (Schlucht von Ayyat).


13.-14. Tag Rückkehr nach Marrakech
Heute starten Sie zu Ihrer letzten etwa fünfstündigen Etappe. Durch die Schlucht hindurch gelangen Sie zu einem Übergang am Jebel Isk N’Tazult, von wo Ihr letzter Abstieg zur Fahrstrasse am Tizi N’Tichka hinunterführt.

Hier endet das Trekking und Sie verabschieden von den Maultiertreibern und den Begleitern und setzen Ihre Reise im Minibus fort. Am späten Nachmittag erreichen Sie Marrakech und verbringen die Nacht wieder unter einem festen Dach.

Der 14. Reisetag steht Ihnen komplett für die Besichtigung der Stadt zur freien Verfügung.


15. Tag Das Ende der Reise
Je nach Abflugzeit Transfer zum Flughafen Marrakech oder Beginn des Verlängerungsprogrammes „Djabal Toubkal“.

 

min 2 Pers.
 

ZUSATZLEISTUNGEN

Einzelzimmer/-zeltzuschlag 95,00 €
Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch) 95,00 €
LEISTUNGEN
Flughafentransfers in Marrakech
Transfer von Marrakech zum Trekking und zurück im Geländewagen
Miete für Lastmaultiere während des Treks (Tage 4-13), einheimische Begleitmannschaft samt Koch
3 Hotelübernachtungen
2 Funduqübernachtungen
9 Zeltübernachtungen
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelt, Schaumstoff-Schlafmatten und Expeditionsküche
Gemeinschafts- und Küchenzelt, Toilettenzelt
Vollpension während des Trekkings; in Marrakech Übernachtungen mit Frühstück
landeskundiger lokaler Deutsch oder Englisch sprechender Bergführer/Guide


NEBENKOSTEN
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art
Ab der Erstellung eines dritten Angebotes wird ein Service-Entgelt in Höhe von 50 Euro je Angebot erhoben (ab 01.11.2015).


REISELEITER
Englisch oder Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in
Englisch sprechende/r Reiseleiter/in
Brahim Baolaouane


HINWEISE
Unter Bergsteigern gelten die Gipfel des M’Goun und Toubkal als recht einfach. Ihre Besteigung stellt keinerlei technische Ansprüche, erfordert aber – wegen der zunehmend dünnen Luft und des Höhenunterschiedes von immerhin fast 2500 Metern – eine gute Kondition, dazu Trittsicherheit und Ausdauer. Wir wandern am Tag etwa fünf bis sechs Stunden. Maultiere tragen Gepäck und Ausrüstung, wir nur unseren Tagesrucksack.
Anforderungen: T-III






Djabal Toubkal

Mit 4165 Metern ist der Toubkal der höchste Gipfel des Atlasgebirges und mithin Nordafrikas. In einer zerklüfteten, felsigen Landschaft gelegen, unterscheidet er sich fast nur ob seiner Höhe von den anderen, ihn umgebenden Gipfel – darunter weiteren Viertausendern wie dem Djabal Ouanourim, dem Timesgoui und dem Akioud. Auf- und Abstieg bieten mit dem starken Kontrast von reicher Vegetation und dichter Besiedlung in den wasserführenden Schluchten zu den steinigen und lebensfeindlichen Abhängen einige Abwechslung. Vom Gipfel des Toubkal aus genießt man schließlich bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick auf den umgebenden Atlas und manchmal sogar bis hinunter in die Sahara. Im Winter deckt ihn regelmäßig der Schnee zu, sodass das gesamte Gebiet dann für den Wintersport genutzt wird. In den Sommermonaten dagegen kann man fast durchgehend mit weiträumiger und klarer Sicht rechnen.Im Verhältnis zu seiner Höhe gilt der Toubkal unter den Bergsteigerprofis als recht einfacher Berg, sodass sich auch eher Ungeübte an ihm versuchen können. ...

LEISTUNGEN



Stand: 25.01.2017 / p2




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