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KOMFORT
535 - Usbekistan: Das Frühlingsfest Nowruz in Usbekistan erleben
Erlebnis- und Kultur Reise: Nowruz im Hissar-Gebirge – Kunsthandwerk der Seidenstraße
Asien - Uzbekistan

Zum Frühlingsfest Nowruz ins Hissar-Gebirge: Kupkari und Ringwettkämpfe gemeinsam mit den Usbeken feiern
Glanzlichter der Seidenstraße in Samarkand, Schahr-e Sabs & Buchara
Wüstenerlebnis in der Kyzylkum mit eintägigem Kameltrekking
Wanderungen zu kleinen Dörfern in den Nurata-Bergen
Unterbringung in ausgewählten Mittelklassehotels und bequemen Gasthäusern
Besuch bei Teppichknüpfern, Webern, Töpfern und Seidenpapierherstellern
Bequeme Zugfahrten nach Derbent und zurück von Samarkand – deswegen keine langen Transfers auf schlechten Straßen

Nowruz, der Frühjahrsbeginn, wird in allen Ländern Zentralasiens mit Inbrunst gefeiert. In Usbekistan gehören bunte Dorffeste dazu. Es wird getanzt und musiziert, gemeinsam gekocht und gegessen, und es werden Wettbewerbe veranstaltet. Traditionell besonders beliebt sind das Kupkari – eine Art Polo zu Pferde, Ringerwettkämpfe und – offenbar in der sozialistischen Zeit favorisiert – Theaterwettkämpfe. Erleben Sie die alten, besonders im Hissar- und Nurata-Gebirge noch lebendigen Traditionen mit! Sie wohnen bei Familien, und sind als Gäste auf den Dorffesten herzlich willkommen.

Unsere Rundreise führt Sie außerdem zu den architektonischen Höhepunkten der Seidenstraße in Samarkand, Schahr-e Sabs und nach Buchara. Neben prachtvollen Baudenkmälern stehen zudem die uralten Handwerkstraditionen der Region auf dem Programm. Usbekistans Handwerker tragen das Erbe aus der Zeit der Khane immer noch in sich, seien es die Teppichknüpfer in Boysun, die Ikat-Weber in Buchara oder die Seidenpapierhersteller in Samarkand – es kommt zu spannenden Begegnungen in Werkstätten und Manufakturen. Der Bummel über betriebsame Märkte zeigt, dass sich die traditionellen Handwerksprodukte durchaus gegen billige Importwaren durchsetzen können.


1.-2. Tag: Anreise nach Taschkent und Boysun
Flug von Deutschland nach Taschkent (nicht im Reisepreis enthalten) und Transfer ins Hotel.

Der zweite Reisetag steht ganz im Zeichen der Hauptstadt Usbekistans. Bei der Besichtigung konzentrieren Sie sich besonders auf die noch erhaltenen Bauwerke der Shaibaniden, einer Dynastie, deren verschiedene Zweige Jahrhunderte lang die Geschicke Usbekistans bestimmten. Im Museum für Angewandte Kunst, das in einem alten Adelshaus residiert, begegnet Ihnen erstmals das reichhaltige kunsthandwerkliche Repertoire Usbekistans. An die Tradition eines jahrhundertealten Handelszentrums an der Großen Seidenstraße knüpft der städtische Basar an, überdacht von einer weitläufigen modernen Markthalle.

Am Abend des 2. Tages besteigen Sie den Zug Richtung Termez, im äußersten Süden Tadschikistans. Im bequemen Schlafwagenabteil fahren Sie bis Derbent, wo Sie am Morgen von Ihren Gastgebern aus Boysun empfangen und zu deren Haus in Boysun begleitet werden.

3.-4. Tag: Im Hissar-Gebirge
Boysun ist ein Zentrum der Teppichweberei und -knüpferei. Es liegt inmitten der Hügel- und Berglandschaft Hissar, in der die traditionelle usbekische Lebensweise noch sehr lebendig ist.

Zum Nowruz sind hier alle auf den Beinen! Abwechselnd finden in den Dörfern die traditionellen Kupkari-Pferdespiele statt, und es finden Ringer-Wettbewerbe statt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: In riesigen Kesseln schmoren Fleischgerichte, dazu werden Brotfladen gereicht, und in jeder Familie kommt die traditionelle Süßspeise Sumalak auf dem Tisch. Ihre Gastgeber werden Sie fürstlich bewirten, und natürlich haben Sie Gelegenheit, diese Feste live mitzuerleben.

Ein Besuch in einem kleinen Museum und einer Handwerks-Kooperative gibt Auskunft über die verwendeten Materialien - Wolle und Seide - und die Herstellungstechniken.

Am 4. Tag lernen Sie außerdem in und um Boysun andere Handwerkszweige kennen. Sie erfahren, wie Tjubetejkas (die traditionellen usbekischen Kappen) entstehen, und schauen Lederhandwerkern und Instrumentenbauern über die Schulter.

5.-7. Tag: Buchara
Von den Ausläufern des Hissar-Gebirges, in denen Boysun liegt, machen Sie sich auf nach Buchara, umgeben von einer flachen, landwirtschaftlich intensiv genutzten Steppenlandschaft. Zur Zeit der Seidenstraße lebten hier berühmte Gelehrte und Dichter, darunter der islamische Philosoph und Arzt Ibn Sina alias Avicenna – seine Gesamtdarstellung der abendländischen Heilkunde, im 12. Jahrhundert geschrieben, blieb für ein halbes Jahrtausend grundlegendes Lehrbuch an den medizinischen Fakultäten Europas.

Die große Vergangenheit des Ortes kommt in einer Vielzahl architektonischer Zeugnisse zum Ausdruck. Sie nehmen sich den ganzen 6. Tag Zeit, um die Zitadelle, die reichgeschmückten Moscheen und traditionsreichen Medresen (Koranschulen) anzuschauen. Auch hier hat Handwerk eine lange Tradition, unter anderem in Form von Ikat-Webereien und Keramikprodukten.

Am 7. Tag unternehmen Sie einen Ausflug in die Umgebung Bucharas und lernen in Gichduvan eine weitere prachtvolle Madrasa kennen. Die Kleinstadt ist berühmt für ihre besondere Tonware, die sich durch einen türkis-blauen Farbüberzug auszeichnet. Auch die lokale Küche genießt in Usbekistan einen ausgezeichneten Ruf. In Vobkent treffen Sie anschließend auf ein knapp 30 Meter hohes Minarett aus dem 12. Jahrhundert, bevor Sie in Ihr Hotel in Buchara zurückkehren.

8.-9 Tag: Kameltrek und Wüstenerlebnisse in der Kyzylkum
Heute lassen Sie die Welt der Handelsstädte hinter sich und wenden sich jener Wüste zu, die den bei weitem größten Teil des heutigen Staatsgebietes von Uzbekistan ausmacht: Kyzylkum, das heißt roter Sand. Der ist allerdings – von einem gelegentlichen rötlichen Schimmern abgesehen – ebenso wenig rot, wie der Sand der weiter südlich gelegenen Karakum schwarz ist. Auch in diesem Fall tragen die Namen eher symbolischen Charakter.

Von Bukhara fahren Sie nach Yangikazgan und weiter in ein benachbartes Jurtenlager, wo Sie die Nacht in der behaglichen Rundung einer traditionellen Filzdeckenjurte (Gemeinschaftsjurte) verbringen. Vielleicht trinken Sie einen Kumys, ein belebendes Getränk aus vergorener Stutenmilch, mit dem sich die Steppenvölker Zentralasiens seit jeher stärken.

Am nächsten Morgen brechen Sie mit Kamelen auf in die Weite der Kyzylkum. Vor Ihnen öffnet sich eine ausgedehnte, dürftig von Kameldornbüschen gekleidete Dünenlandschaft. Diese Wüste ist keineswegs vegetationslos. Immer wieder stoßen Sie auf Gräser, Sträucher, Tamarisken und Sandakazien. Mit ihren sehr tiefen oder horizontal weitverzweigten Wurzelsystemen haben sie sich ideal an die extremen Klimabedingungen angepasst. Der insgesamt spärliche Regen fällt vor allem im Frühjahr. Dann verwandelt sich die Kyzylkum wie durch ein Wunder für kurze Zeit in einen wogenden Grasteppich. Die Vegetation, so dünn sie auch die meiste Zeit des Jahres sein mag, ermöglicht eine z. T. recht umfangreiche Viehhaltung.

Auch Kamelherden gibt es in dieser Region. Wundern Sie sich aber nicht, wenn die sich rarmachen: Die Tiere sind wild und fast das ganze Jahr über auf der Weide. Nur im Februar und März treiben die Hirten sie zusammen, um ihnen das Fell zu schneiden. Die Kyzylkum war einer jener Nährböden für Karawanenführer, die in der Lage waren, die mörderischen Strapazen der Großen Seidenstraße zu überstehen und in endlosen sechs bis acht Jahren einen schwer beladenen Lastenzug ohne allzu große Verluste von China ans Mittelmeer und wieder zurück zu geleiten.

Ihre Route ist da wesentlich bescheidener. Dennoch bekommen Sie einen lebendigen Eindruck von der Wüste und ihren Bewohnern. Am späten Nachmittag des 9. Tages geht es – nun wieder im Wagen – zurück nach Süden, bis in die Berge des Nurata-Gebirges in das Dorf Sentyob.

Diese kleine Bergregion, zwischen Samarkand und dem halbmondförmig gebogenen Aydar Kul gelegen, sticht durch ihre fruchtbaren Täler mit ausgedehnten Wäldern hervor. Neben Walnuss-, Pistazien- und Maulbeerbäumen gedeihen hier alle möglichen Obstsorten, von Aprikosen über Pflaumen und Kirschen bis zu Äpfeln. Ein Reservat im Herzen des Berglandes schützt das andernorts fast ausgestorbene Riesenwildschaf.

Sie übernachten zwei Mal in einer von mehreren, über die Täler verstreuten Familienunterkünfte, die erst kürzlich im Zuge eines Projektes zur Förderung des verantwortlichen Tourismus entstanden sind. Die einfachen, sauberen Häuser bestehen aus dem örtlichen Felsgestein, folgen den örtlichen Bautraditionen und sind mit Duschen, Toiletten mit Wasserspülung und gutem Trinkwasser ausgestattet. An dem Projekt war die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) maßgeblich beteiligt.

10.-11 Tag: Im Nurata-Gebirge
Von dem kleinen Ort Sentyob aus unternehmen Sie am 10. Tag eine Wanderung in die Umgebung. Es stehen zwei Routen zur Auswahl: Entweder die durchaus anstrengende, etwa 22 Kilometer lange Tagestour zum Fasilman-See (ca. 10 Stunden mit Pausen), oder die Wanderung bergauf entlang dem Flusstal bis zu einer Wassermühle und einer Stelle mit alten, arabischen Felsritzungen. Die Dauer der zweiten Wanderung ist beliebig, denn sie führt auf demselben Weg zurück ins Dorf. Auch das Dorf selbst lädt zu Spaziergängen – zum Beispiel zu der alten Festungsruine – ein, und bei Interesse können Sie mit etwas Glück beim Brotbacken oder beim Buttern mithelfen.

Sie verlassen Sentyob am Morgen des 11. Tages und fahren ins Bergdörfchen Hajat. Dort besichtigen Sie das Severtzov Argali Gehege. Das auch Riesenwildschaf genannte Tier hat auffällig geformte Hörner, die größer und länger sind als die aller anderen Wildschafe. Von dieser seltenen Spezies lebt der weitaus überwiegende Teil der Weltpopulation in den Nuratau-Bergen. Sie sind der eigentliche Grund, warum Teile des Nuratau zum Naturschutzgebiet erklärt wurden.

Von hier aus starten Sie zu einer Wanderung bis zum Dörfchen Uhum (ca. 2 ½ Stunden). Dabei überqueren Sie die Pässe Guzar und Sari Bedak (1035 m), von denen man eine weite Aussicht auf das Bergpanorama hat.

Am Nachmittag fahren Sie von Uhum aus in das etwa 210 Kilometer entfernte Samarkand.

12.-13 Tag: Samarkand
"Glanzvolles Antlitz der Erde" lautet der stolze Beiname Samarkands. Mehr als 2.500 Jahre Geschichte machen es zu einer der ältesten Städte der Welt. Das ehemals blühende Kultur- und Handelszentrum im Schnittpunkt der Karawanenwege ist heute eine moderne Großstadt, die nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.

Den unbestrittenen architektonischen Höhepunkt bildet der Registan im Herzen Samarkands, flankiert von gleich drei reich verzierten und gewaltig großen Madaris (Koranschulen). Kaum weniger prachtvoll sind die anderen Bauwerke, die auf unserem Weg liegen: das Gur Emir oder "Grab des Gebieters", in dem Timur begraben liegt; die Moschee Bibi Khanum, schließlich die Sternwarte des Ulugbek, Ausdruck der hochkarätigen Wissenschaftstradition Samarkands.

Die Seidenstraße hat auch in Samarkand handwerkliche Fertigkeiten gefördert. Am 13. Tag besuchen Sie in Konigil eine Manufaktur zur Herstellung von Seidenpapier nach traditioneller Art. Anschließend fahren Sie nach Schahr-e Sabs. Die Geburtsstadt Timurs wird beherrscht von den mächtigen Ruinen des Ak Sarai, des Weißen Palastes, der eigentlich himmelblau war – sein Name hatte, wie so oft in Usbekistan, symbolische Bedeutung und diente hier als Ehrentitel. Noch in ihrem Verfall zeugt die prächtige Sommerresidenz Timurs von ihren ehemals riesigen Ausmaßen. Übernachtung in Samarkand.

14.-15. Tag: Taschkent und das Ende der Reise
Per Zug geht es am 14. Tag zurück nach Taschkent. Der schnelle und komfortable Afrosiyob benötigt hierfür nur etwas mehr als zwei Stunden. So haben Sie nach Rückkunft in Taschkent noch ausreichend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden!

Beim Abendessen in Taschkent nehmen Sie Abschied von Zentralasien, verbringen eine kurze Nacht im Hotel und beginnen mit einem frühen Flughafentransfer am 15. Tag die Rückreise nach Deutschland.

 

TERMINE & PREISE

Termin / Buchungsnr.   Preis in €
19.03.18 - 02.04.18
 °
Privatreise mit 2 Personen im DZ
2145,00
19.03.18 - 02.04.18
18-0319UZB535 
Gruppenreise ab 3 Personen
1995,00
* Die Privatreise ist auch zu anderen Terminen buchbar; dann entfällt nur die Teilnahme am Nowruz-Fest

min 2, max 12 Pers.
Basispreis 1995,00 €
Basispreis ° 2145,00 €
 

ZUSATZLEISTUNGEN

Einzelzimmerzuschlag 150,00 €
Aufpreis für Übernachtungen im Hotel Lotte in Taschkent, pro Person 200,00 €
(bei 2 Personen): Aufpreis für Deutsch sprechende Reiseleitung, pro Person 125,00 €
ERMÄßIGUNGEN
Ermäßigung  
FrühbucherInnenrabatt (bis 4 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 2% vom Basisreisepreis
Stammkundenrabatt (ab der 3. Reise direkt über NOMAD gebucht, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 3% vom Basisreisepreis
FrühbucherInnenrabatt (bis 6 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 4% vom Basisreisepreis


LEISTUNGEN
Transfers vom und zum Flughafen bzw. Bahnhof
Zugfahrt Tashkent-Derbent im Schlafwagenabteil (4-Bett-Abteil)
Zugfahrt Samarkand-Tashkent, 2. Klasse
Rundreise im PKW oder Kleinbus (abhängig von Gruppengröße)
8 Hotelübernachtungen mit Frühstück
5 Homestay- und Jurtenübernachtungen mit Halbpension
Trinkwasser während der Rundreise
alle Exkursionen, Eintritte und Besichtigungen gemäß Programm
lokale, Deutsch sprechende Städteguides
durchgehende Deutsch sprechende Reiseleitung (ab 3 Pers.) bzw. Englisch sprechende Driver cum Guides (bei 2 Pers.)


HINWEISE
Diese Reise verlangt wie alle Horizonte-Reisen Aufgeschlossenheit, unvoreingenommene Neugier und eine Portion Flexibilität im Hinblick auf die Programmgestaltung. Denn die vielen Menschen, denen wir begegnen, leben nicht wie wir mit der Uhr in der Hand und lassen sich nicht immer „passgenau“ einplanen. So lernen auch wir, die wir diese Tour konzipiert haben, auf jeder Reise neue Gesichter und neue Aspekte kennen. Für Übernachtungen in den Homestays stehen ausschließlich Mehrbettzimmer zur Verfügung. In kleineren privaten Unterkünften kann es vorkommen, dass ein Großteil der Gruppe in einem Zimmer untergebracht wird. Die Ausstattung der Homestays ist für europäische Verhältnisse rudimentär. Das äußert sich in den oftmals beengten Verhältnissen ebenso wie in den zum Teil sehr einfachen sanitären Einrichtungen.






Stand: 26.10.2017 / jb




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