NOMAD. Reisen zu den Menschen.
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528 - Nordwestiran: Vom Kaspischen Meer nach Aserbaidschan
Aktiv- und Erlebnisreise im grünen Iran: Vom Kaspischen Meer bis Tabriz, nach Hamedan und Kermanshah
Asien - Iran

Aktiv- und Erlebnisreise im grünen Nordwesten des Iran
Wanderungen in den Gebirgsmassiven bei Alamut und auf den Hochweiden der Nomaden am Sabalan und Sahand
Erkundung der historisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten von Ardebil, Tabriz, Hamedan und Kermanshah
Besuch landschaftlich einzigartig gelegener Festungen und Heiligtümer wie dem Takht-e Soleyman
Bummel durch lebhafte Bazaare und über bunte Märkte, auf denen eine Vielfalt schmackhafter lokaler Spezialitäten feilgeboten wird
Fahrt in Geländewagen, mit denen wir die reizvolle Landschaft komfortabel erkunden

Der Nordwesten des Iran mit seinen bis zu 5000 Metern hohen, meist schneebedeckten Gebirgszügen, mit den feuchtheißen und grünen Ebenen am Kaspischen Meer und den fruchtbaren Ebenen Kordestans und Hamedans ist hierzulande – vollkommen zu Unrecht – kaum bekannt. Uns bietet die abwechslungsreiche Landschaft, in der seit Menschengedenken Nomaden mit ihren Herden umherziehen, reichliche Gelegenheiten, zu wandern und zu entspannen.
Auf unserem Weg liegen aber auch alte Kulturstätten (darunter allein fünf UNESCO-Weltkulturerbestätten) und einige der schönsten Bazaare und Märkte des Irans. Nicht verwunderlich, denn die fruchtbare Landschaft machte den Nordwesten des Irans seit Anbeginn der Geschichte zur Kornkammer bedeutender Reiche.

Wir reisen von Tehran zunächst nach Qazvin und in die Berge des Alborz zur Feste Alamut. Von dort geht es hinab ans Kaspische Meer, wo wir unter anderem eine Bootsfahrt in die Lagune Mordab-e Anzali unternehmen. Wieder im Gebirge verbringen wir eine Nacht am Ufer des hoch gelegenen Neor-Sees, bevor wir die azerbaijanische Stadt Ardebil besuchen. Zwischen Ardebil und unserem nächsten Ziel Tabriz erhebt sich der vulkanische Kuh-e Sabalan, an dessen Flanken wir nochmals zelten und wandern. Von Tabriz aus unternehmen wir einen Ausflug zu armenischen Kirchen und einer urartäischen Festung, bevor wir mit dem Kuh-e Sahand und dem Takht-e Soleyman zwei weitere Bergregionen (und eines der wichtigsten zoroastrischen Tempelanlagen überhaupt) erkunden. Den Abschluss bilden die historisch bedeutsamen Städte Hamedan und Kermanshah mit ihren zahlreichen Monumenten aus vorislamischer Zeit.

Unsere Aktiv- und Erlebnisreise in den Nordwesten des Iran umfasst insgesamt fünf Zeltnächte in den schönsten Gebirgsregionen des Nordens. Um diese zu erreichen, setzen wir während der gesamten Reise komfortable Geländewagen ein. An alle anderen Nächten übernachten wir in Mittelklassehotels. Für die Wanderungen ist eine normale Kondition ausreichend; wer nicht mitwandern möchte, kann in den Geländewagen mitfahren.


1.-2. Tag: Anreise nach Teheran
Flug von Frankfurt nach Teheran; Ankunft am Abend des 1. Tages und Transfer zum Hotel.
Das Getriebe der modernen Millionenmetropole und das selbstbewusste Auftreten der Menschen vermitteln auf Anhieb ein Bild, das den üblichen Medienberichten in vielerlei Hinsicht widerspricht. Zugleich lernen wir hier eine iranische Realität kennen, die in lebhaftem Gegensatz zu dem weiteren Reiseprogramm stehen wird. Da wir auch noch die nächste Nacht in Teheran bleiben, können wir uns für die Besichtigung der Hauptstadt Zeit nehmen.

Am Morgen des 2. Tages besuchen wir die interessantesten Museen der Hauptstadt. So stehen das National-, und das Kronjuwelen-Museum auf dem Programm.
Das Nationalmuseum wurde im Jahr 1937 nach den Plänen das französischen Archäologen Andre Godard errichtet, der von 1931 bis 1960 den Iranischen Antikendienst leitete.
Das Kronjuwelen Museum ist eine wertvolle Sammlung von Diamanten und Juwelen in der iranischen Zentralbank.

Nachmittags werden wir in den Bergen im Norden der Stadt eine Wanderung unternehmen und die Aussicht auf die Stadt genießen. Wer möchte, kann mit einer Bergbahn auf den Berg Tochal hinauffahren.

3. Tag: Über Qazvin in die Berge bei Alamut
Heute geht es los! Wir starten am Morgen mit den Geländewagen Richtung Qazvin. Bereits in den Vormittagsstunden erreichen wir die wirtschaftlich stark wachsende Stadt, deren Geschichte bis ins 3. Jh. zurück reicht. Im Zentrum dominiert die Masdjed-e Djameh Kabir, deren älteste Teile aus dem 8. Jh. Harun al-Rashid zugeschrieben werden. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Mausoleum von Imamzade-ye Hossein aus dem 16. Jh. Es ist als Grab eines Sohnes des 8. Imams das wichtigste Heiligtum der Stadt. Wir schlendern durch die dämmerigen Gassen des überdachten Bazaars, in dem neben zahlreichen Läden für traditionelles Kunsthandwerk auch viele Teppichhändler zu finden sind, die vor allem alte Nomadenteppiche anbieten.

Qazvin liegt gleich Tehran unmittelbar am Fuß des Alborz. Über gewundene Landstraßen geht unsere Fahrt zum Shah Rud, an dessen Ufern saftiggrüne Reisfelder liegen. Die Legenden über die Assassinen, die über Jahrhunderte hinweg das Tal und die Berge beherrschten, reichen bis in die Zeit Marco Polos zurück. Wir besuchen Alamut, die Hauptfeste des berühmt-berüchtigten Assassinen-Anführers Hassan Sabah, einsam auf einem mächtigen Konglomerat-Kegel gelegen.

Auf Pisten geht es dann weiter in die wilde Bergwelt des Alam Kuh hinein. Von unserem Übernachtungsplatz auf etwa 3.000 müNN blicken wir schon weit über die Abhänge des Alborz hinunter zum Kaspischen Meer.

4. Tag: Am Kaspischen Meer
Je weiter wir hinab in die Küstenebene fahren, desto feuchtheißer wird das Klima. Von den Almwiesen mit ihren im Frühjahr dichten Blumenteppichen gelangen wir in urwüchsige Wälder. Unser Wort Dschungel, das diese Wälder am treffendsten beschreibt, weil sie so dicht und undurchdringlich sind, stammt übrigens vom persische Wort „djangal“ für Wald ab. Hier verstehen wir, warum!

Unser erstes Ziel heute ist die Stadt Lahijan. Russisch anmutende Architektur, hölzerne Bogenbrücken über träge dahinfließendem Kanalwasser, dazu bunt gestrichene Fischerboote passen so gar nicht zu dem Bild, das sich die meisten Menschen vom Iran machen!
Lahijan beherbergt ein sehenswertes kleines Tee-Museum, das an den Begründer des Teeanbaus im Iran erinnert. Die Region ist nicht nur für ausgezeichneten Tee und den besten Reis im Iran berühmt, sondern auch für allerlei sonstige kulinarische Genüsse. Wir schlendern über den Markt und lassen uns die Vielzahl der regionalen Lebensmittel – angefangen von geräuchertem Fisch über eingelegte Gemüse und Süßwaren – erklären.

Nach einem Mittagessen in einem Restaurant, das vor allem solche lokalen Spezialitäten serviert, geht es weiter nach Bandar Anzali. Hier steigen wir in kleine Motorboote um, die uns ins Mordab – das „Tote Wasser“ bringen. Diese Lagune ist reich mit Schilf, Farnen, Lotus und Seerosen bewachsen und bietet zahllosen Fisch- und Vogelarten eine Heimat.

Die Nacht verbringen wir in einem nahe gelegenen Strandhotel.

5. Tag: In die Talesh-Berge
Wer mag, unternimmt am Morgen einen Strandspaziergang, bevor wir uns wieder in die Berge wenden.

Unser erstes Ziel ist das Dorf Masouleh, dessen liebevoll mit Holzschnitzereien verzierte Häuser sich pittoresk einen Berghang hinaufziehen. Wir spazieren durch die reichlich mit Souvenirläden und Teehäusern gesäumten Gassen – Masouleh ist auch bei den Iranern ein sehr beliebtes Ausflugsziel – und erleben dann erneut die wilde Gebirgswelt.

Hier, in den Talesh-Bergen, weiden die Talesh-Nomaden im Sommer ihre Schaf- und Ziegenherden. Langgestreckte Ziegenhaarzelte drängen sich an den windstilleren Abhängen, und oft ziehen Wolkenschwaden von der Küste hoch. Am Nachmittag erreichen wir den Ne’or-See und zelten entweder am Ufer dieses auf immerhin auf 2.200 müNN gelegenen Sees, oder auf einer der Hochweiden. Immer wieder ergeben sich von den Bergschultern weite Blicke in die tiefer gelegenen Täler. Zahlreiche kleine Bäche ziehen sich durch die wilde Landschaft und ergießen sich weiter unten in flache Seen voller Seerosen und Schilf. Die dichte Grasnarbe wird hier von mächtigen Buckelrindern abgeweidet – eine ländliche Idylle par excellence!

6. Tag: Vom Ne’or-See nach Ardebil
Am heutigen Morgen erkunden wir diese fruchtbare Gegend zu Fuß oder (je nach Wetter) mit den Geländewagen.

In den Nachmittagsstunden erreichen wir Ardebil, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Sie wird hauptsächlich von turkstämmigen Azeris bewohnt und ist die Heimatstadt der Safawiden, die sich schließlich im 16. Jh. mit Isfahan eine prächtige Residenzstadt schufen. Die ersten Safawidenherrscher ließen sich aber noch im hiesigen Sheikh-Safi-Heiligtum besetzen. Es gilt heute als das sehenswerteste der älteren iranischen Mausoleen und wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt.

Die Nacht verbringen wir in einem Hotel direkt in der Stadt.

7. Tag: Kuh-e Sabalan
Das reich mit kunstvollen Mosaiken und Holzarbeiten ausgestattete Heiligtum Sheikh Safi beherbergt unter anderem auch das Chini Khane („Porzellanhaus“), in dessen unzähligen Nischen bis zur Plünderung durch russische Truppen im Jahr 1828 kostbares Porzellan, Korane und andere Manuskripte aufbewahrt wurden. Anschließend durchstreifen wir den aus qajarischer Zeit stammenden Bazaar und trinken vielleicht einen Tee im ehemaligen Hammam Sofrakhane Sonati Ebrahimabad.

Die Stadt wird vom Kuh-e Sabalan überragt. Aus den Flanken dieses mächtigen Vulkans – er ist 4.811 Meter hoch – entspringen zahlreiche Thermalquellen, die besonders zur Linderung rheumatischer Beschwerden dienen und dementsprechend gerne von Iranern besucht werden. Mit unseren Geländewagen erklimmen wir die Serpentinen auf den Sabalan und lassen bald die quirligen Badeorte hinter uns.

Hoch oben an den Abhängen des Sabalan leben Shasavan-Nomaden in Zelten und festen Sommerhäusern. Das dunkle Gestein des Sabalan, die winzigen, im Sonnenlicht tiefblauen Seen in den Senken, die graugrünen Matten der Stachelgräser und die darüber verteilten braunen Sprenkel der hier weidenden Schafe bieten insbesondere an den Nachmittagen wunderschöne Fotomotive.

Wir nächtigen in der Nähe einer dieser kleinen Seen in unseren Zelten.

8. Tag: Nach Tabriz
Etwa 250 Kilometer beträgt die heutige Fahrstrecke nach Tabriz. So haben wir am Nachmittag Gelegenheit zu einem ausführlichen Stadtspaziergang durch diese viertgrößte Stadt des Iran mit ihrer äußerst wechselvollen Geschichte. Wir besuchen das Azarbayjan-Museum und die Blaue Moschee. Später bummeln wir durch den berühmten Bazar von Tabriz, der ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist. Er zählt zu den größten (rund 53.000 m²) und stimmungsvollsten im gesamten Orient.

Wir übernachten zweimal in einem Hotel in der Stadt.

9. Tag: Exkursion zu den armenischen Kirchen
Von Tabriz aus unternehmen wir einen Tagesausflug sowohl in die urartäische, als auch christlich-armenische Geschichte des Landes.
Durch die fruchtbaren, meist von armenisch-und azeri-stämmigen Bauern bewohnten Ebenen im nordwestlichsten Zipfel Irans fahren wir zunächst zu der im 7. Jh. v. Chr. auf einem Bergrücken errichteten Urartäer-Festung Bastam, die vom Deutschen Archäologischen Institut ausgegraben wurde.

Danach geht es weiter zu dem südlich von Maku einsam in einem Tal gelegenen armenischen Thaddäuskloster. Die im Zentrum der Anlage errichtete Thaddäuskirche trägt den Namen Qareh Kelisa, Schwarze Kirche, weil bei ihrem Bau neben hellen auch schwarze Steine Verwendung fanden. Der als einer der zwölf Apostel verehrte Judas Thaddäus soll hier den Märtyrertod gestorben und bestattet worden sein.

Erst am Abend kehren wir nach Tabriz zurück.

10. Tag: Vom Orumiye-See über Kandovan auf den Kuh-e Sahand
Der ehemals vogelreiche Orumiyeh-See ist der größte iranische Binnensee. Einst sechsmal größer als der Bodensee ist seine Wasserfläche aufgrund der vielen Dämme und Brunnenbohrungen in der Umgegend inzwischen um etwa 80 % geschrumpft, und zudem sein Wasser stark versalzen.
Wir unternehmen einen Abstecher ans ehemalige Seeufer, bevor wir das Bergdorf Kandovan an den Flanken des Kuh-e Sahand besuchen.

Das malerische Bergdorf Kandovan ist für seine Höhlenwohnungen im Tuffstein bekannt. Aus Platzmangel zieht sich das Dorf immer weiter die Felswand hinauf, wobei die in den weichen Tuff gegrabenen Wohnhöhlen terrassenartig übereinander errichtet werden. Am Rande des Dorfes zeugen Mineralquellen vom (geologisch) jungen Vulkanismus, der den Tuff geschaffen hat.

Von hier aus führen Pisten um den Kuh-e Sahand herum. Erneut genießen wir die Ruhe dieser abgeschiedenen Berge, und nächtigen nochmals im Zelt.

11. Tag: Über Maragheh zum Takht-e Soleyman
Maragheh liegt in einem fruchtbaren Tal am südlichen Abhang des Kuh-e Sahand. Schon sein Name "Ort der Viehweide" weist auf die frühere Bedeutung der Region als Pferdezuchtgebiet hin, und auch heute noch sieht man immer wieder große Pferdeherden auf der Weide.
In Ilkhanidischer Zeit machte Hulagu Maragheh zu seiner Hauptstadt. Vor allem die bereits im 12. Jahrhundert entstandenen insgesamt vier erhaltenen Grabtürme zählen zu den herausragenden Ziegelbauten Nordirans.
Wir schauen uns diese Grabtürme an, bevor wir – heute teils auf gut ausgebauten Landstraßen – ein ganzes Stück nach Süden bis zum Takht-e Soleyman fahren.

Umgeben von hohen Bergzügen bietet das auf über 2000 Metern Höhe an einem See gelegene Takht-e Soleyman („Thron des Suleiman“; UNESCO-Weltkulturerbestätte) ein unvergessliches Erlebnis.
Der gesamte, oben flache Kegel des Takht-e Soleyman besteht aus Kalksinter, der durch schwefelhaltiges Karstwasser aufgebaut wurde. Der mitten auf dem Hügel gelegene See hat einen Durchmesser von nur 100 m, ist aber bis 65 m tief. Er wird bis heute durch sulfat- und eisenreiches Wasser aus der Tiefe gespeist, weshalb er das ganze Jahr über eine gleich bleibende Temperatur von 21°C aufweist.
Hier befindet sich das wichtigste Feuerheiligtum der Sassaniden aus dem 5. Jh. Die gesamte Anlage wird einer mächtigen, sehr gut erhaltenen Wehrmauer aus dem 6. Jh. umgeben. Im 13. Jh. ließ der mongolische Herrscher Abaqa in Teilen der alten Anlage ein Jagdschloss errichten, von dem ebenfalls Reste zu sehen sind.

Wir erkunden das Heiligtum und suchen uns in der Nähe einen schönen Zeltplatz.

12. Tag: Nach Hamedan
Durch die fruchtbare kurdische Berglandschaft geht es heute weiter nach Hamedan.
Hamedan - die medische Hauptstadt Ekbatana - liegt zu Füßen des Alvand-Gebirges, an dessen Abhängen vor allem Walnüsse und zahlreiche Obstarten gedeihen.
Das heutige Stadtzentrum wurde in den 1930’er Jahren nach den Plänen deutscher Architekten errichtet: Vom zentralen Platz gehen dabei 6 größere Straßen strahlenförmig auseinander und werden durch eine Ringstraße miteinander verbunden.
Ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt ist das Grabmal von Abu Ali Sina (Avicenna). Vom Dach des Mausoleums hat man einen weiten Blick über die Stadt auf das Gebirgsmassiv des Alvand.
Das Grab der biblischen Esther und ihres Onkels Mordechai gilt als das wichtigste jüdische Heiligtum in Iran. Sehenswert ist vor allem das geschnitzte Esther-Kenotaph aus dem 17. Jh.

Wir übernachten gleich zweimal in Hamedan. Wer mag, unternimmt in den Abendstunden einen Spaziergang durch das alte Bazar-Viertel der Stadt.

13. Tag: Ausflug nach Kermanshah
Eine kurvige Asphaltstraße führt vom Stadtzentrum auf die Abhänge des Alvand hinauf. An der senkrechten Felswand einer Klamm haben sich Darius I. und Xerxes I. mit Inschriften verewigt, weswegen diese Felswand Ganj-Nameh ("Schatzbrief") genannt wird.

Nun geht es nach Westen bis Kermanshah. Etwa auf halber Strecke statten wir der Tempelanlage von Kangavar einen kurzen Besuch ab. Weder die zeitliche Einordnung (seleukidisch oder sassanidisch), noch die Funktion (Artemis- oder Anahitatempel) sind geklärt.

20 km östlich von Kermanshah begrüßt uns der Felsen von Bisotun mit dem berühmten Relief von Darius (522-486 v. Chr.). Der Fels ragt über 1000 Meter steil aus der flachen Ebene empor. Die Inschriften um das Relief, das heute auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste steht, berichten vom Sieg des Darius über aufständische "Lügenkönige". Zusammen mit den multilingualen Inschriften von Persepolis ermöglichten Sie die Entzifferung der persischen Keilschrift. Das Darius-Relief ist zwar das wichtigste, aber nicht das einzige in Bisotun. Rechts unterhalb sind außerdem zwei Reliefs aus der Zeit der Parther zu erkennen, sowie ein Herkules-Hochrelief aus seleukidischer Zeit.

Im nördlichen Stadtgebiet von Kermanshah stoßen wir schließlich auf eines der wichtigsten Zeugnisse sassanidischer Zeit. In Taq-e Bostan befinden sich zwei Grotten und kunstvolle Reliefarbeiten aus dem 4.-7. Jh., welche jeweils die Investitur der Könige Shahpur II, Ardeshir II, Shapur III und Khosrow II zeigen. Die große Grotte wurde mehrere Meter tief als Tonnengewölbe in den Fels gehauen.

Am Abend kehren wir nach Hamedan zurück.

14. Tag: Zurück nach Tehran
Je weiter wir nach Osten kommen, desto wüstenartiger wird die Landschaft.
Mit Saveh erreichen wir um die Mittagszeit eine ehemals bedeutende Stadt aus der Zeit der Seidenstraßen, deren Bibliothek einst (bis zur Plünderung durch die Mongolen) zu den bedeutendsten des Mittleren Ostens gezählt haben soll. Marco Polo berichtet sogar, dass die Heiligen Drei Könige – in Wirklichkeit zarathustrische Würdenträger – von hier aus nach Jerusalem aufgebrochen seien.
Wir besichtigen die alte Freitagsmoschee mit ihren lehmbraunen Wänden und der darüber schwebenden leuchtend blauen Kuppel. Sie wird überragt von einem der schönsten seldschukischen Ziegelminaretts des Iran.

Am Nachmittag treffen wir dann wieder in Tehran ein und beziehen unsere Zimmer im Hotel. Hier verabschieden wir uns bei einem letzten gemeinsamen Abendessen von unserer Crew.

15. Tag: Das Ende der Reise
Am Morgen werden wir zum Flughafen gebracht und verlassen den gastfreundlichen Iran.
Flug von Tehran nach Frankfurt. Hier endet die Reise.

 

TERMINE & PREISE

Termin / Buchungsnr.   Preis in €
19.05.18 - 02.06.18
18-0519IRN528 
3490,00
15.09.18 - 29.09.18
18-0915IRN528 
3490,00
* Die Preise ab März 2018 sind noch unter Vorbehalt

min 7, max 12 Pers.
Basispreis 3400,00 €
Steuern & Kerosin 90,00 €
 

ZUSATZLEISTUNGEN

Einzelzimmer-/zeltzuschlag 410,00 €
Einzelzimmer/-zeltzuschlag Hochsaison * 500,00 €
Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch) 95,00 €

* nur für bestimmte Termine verfügbar
ERMÄßIGUNGEN
Ermäßigung  
FrühbucherInnenrabatt (bis 4 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 2% vom Basisreisepreis
Stammkundenrabatt (ab der 3. Reise direkt über NOMAD gebucht, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 3% vom Basisreisepreis
FrühbucherInnenrabatt (bis 6 Monate vor Abreisedatum, nur bei Direktbuchung, Rabatte nicht kombinierbar und nicht gültig bei Buchung einer Privat- und Sondergruppenreise) 4% vom Basisreisepreis


LEISTUNGEN
Linienflug
Transfers vom und zum Flughafen
Rundreise in Geländewagen, wobei die Wagen mit maximal 4 TeilnehmerInnen besetzt werden
9 Hotelübernachtungen
5 Zeltübernachtungen
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
Halbpension
Trinkwasser während der Rundreise
alle Exkursionen, Eintritte und Besichtigungen gemäß Programm
landeskundige Englisch sprechende Reiseleitung
in Tehran lokaler Deutsch sprechender Städteguide
Hilfe bei der Visabeantragung inkl. Besorgung der Visareferenznummer


REISELEITER
Mehrdad Ghazvinian
Englisch sprechende/r Reiseleiter/in


HINWEISE
Diese Reise ist im Jahr 2016 eine Pilotreise.Bei einer Pilotreise kann es (was wir nicht hoffen wollen!) zu Pannen oder Verzögerungen kommen. Wir haben die Reise sorgfältig vorbereitet und werden alles tun, um solche unvorhergesehenen Ereignisse zu vermeiden oder unangenehme Folgen für die Mitreisenden gering zu halten. Wir rechnen aber bei dieser Reise auch auf Ihre besondere Flexibilität und Ihre Bereitschaft, sich bei anfallenden Problemen mit für eine Lösung einzusetzen.1710